Salzburg - Die Eröffnungsrede der Salzburger Festspiele hält in diesem Jahr Nina Chruschtschowa, Urenkelin des sowjetischen Partei- und Staatschefs Nikita Chruschtschow (1894-1971). Die in New York lebende Kritikerin des aktuellen Kremlchefs Wladimir Putin wird dabei der Frage nachgehen, welche Rolle der Kunst in Zeiten von Krieg, Krisen und Feindseligkeit zukomme, teilte das österreichische Festival mit.

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Chruschtschowa scheut keine unbequemen Einschätzungen

"Seit Jahrzehnten analysiert Nina Chruschtschowa Putins Gebaren und die widersprüchlichen Reaktionen des Westens darauf - und sie scheut sich auch nicht vor unbequemen Einschätzungen und Szenarien", sagte Festspielintendant Markus Hinterhäuser. Zugleich setze sich die Professorin für Internationale Beziehungen für einen respektvollen Umgang mit der russischen Kultur ein.

Im Programm des Festivals spielt Russland dieses Jahr eine wichtige Rolle. Mit "Der Spieler" von Sergej Prokofjew und "Der Idiot" von Mieczysław Weinberg werden zwei vertonte Dostojewski-Romane als Opern inszeniert. In einer Lesung wird Schauspieler Michael Maertens Gefängnisbriefe des in Haft gestorbenen Kremlkritikers Alexej Nawalny vortragen. Die Salzburger Festspiele finden vom 19. Juli bis 31. August statt.  © Deutsche Presse-Agentur

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