Kinder- und Jugendbücher: Die Klassiker

Seit 25 Jahren ist Cornelia Funke aus der deutschen Kinder- und Jugendbuch-Abteilung nicht mehr wegzudenken. Die Schriftstellerin, die am 10. Dezember ihren 60. Geburtstag feiert, hat mit ihren phantasievollen und zum Teil international erfolgreichen Romanen eine ganze Generation geprägt. Auch diese Werke sind im Kinder- und Jugendbuch-Ressort echte Klassiker. © spot on news

Mit dem mehrfach ausgezeichneten Fantasy-Abenteuer "Tintenherz" hat Cornelia Funke einen echten Kracher gelandet. Die Trilogie bestehend aus "Tintenherz", "Tintenblut" und "Tintentod" vereint Fiktion und Realität: Die kleine Meggie holt durch das Lesen von Büchern die Romanfiguren in die Wirklichkeit - und damit auch so manche Probleme. 2008 wurde das Werk mit Hollywood-Star Brendan Fraser und Eliza Bennett in den Hauptrollen verfilmt.
"Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" stammt tatsächlich schon aus dem Jahr 1960. Mit seinen Figuren hat Michael Ende Bleibendes geschaffen. Die Abenteuer der beiden ungleichen Freunde wurden nicht nur von der Augsburger Puppenkiste inszeniert, sondern auch in mehreren Serien-Adaptionen aufgegriffen. 2018 folgte eine Realverfilmung mit Henning Baum, Solomon Gordon, Annette Frier und vielen weiteren Stars.
Eine verrückte Welt, die voller Überraschungen und Abenteuer steckt. "Alice im Wunderland" von Lewis Carroll ist ein absolutes Muss für Phantasie-Begeisterte. Titelfigur Alice findet sich plötzlich in einem Kaninchenbau wieder und schon passieren allerhand skurrile Dinge. Oder sind ihre Begegnungen mit dem verrückten Hutmacher, der Grinsekatze und dem Märzhasen nur ein Traum? Über 20 Mal wurde das Buch verfilmt, zuletzt von Walt Disney.
Eine weitere Kult-Lektüre von Michael Ende: "Die unendliche Geschichte". Das Kinder- und Jugendbuch erzählt die Geschichte von dem Menschenjungen Bastian. Er wird durch das Lesen eines Romans über die Parallelwelt Phantásien selbst Teil des Landes und kann den Verlauf der Geschichte dadurch beeinflussen. Ob er aber jemals wieder den Weg in die reale Welt zurückfindet?
Otfried Preußler erschuf im Jahr 1962 eine Kinderbuch-Figur, die kleine Leseratten auf der ganzen Welt bis heute noch zum Lachen bringt. "Der Räuber Hotzenplotz" sowie die beiden Folgebände wurden insgesamt in 34 Sprachen übersetzt. Auch von den Erlebnissen des Kaffeemühlen stehlenden Schurken gibt es mittlerweile mehrere Verfilmungen.
Spürnasen aufgepasst! Der zwölfjährige Emil Tischbein wird im Zugabteil bestohlen und alle helfen mit, den Langfinger zu schnappen. Ob es ihnen wohl gelingt? Die Erzählung von Erich Kästner über "Emil und die Detektive" ist Kult und darf in keinem Kinderzimmer fehlen.
Aller guten Dinge sind drei: Michael Endes "Momo" gilt nach "Die unendliche Geschichte" als das kommerziell erfolgreichste Werk des 1995 verstorbenen Schriftstellers. Momo ist in seinem Buch die Hauptfigur, ein kleines Mädchen, das all ihren Mut zusammennimmt, um den Menschen die von den Zeit-Dieben gestohlene Zeit zurückzubringen.
Willkommen in Hogwarts: Mit der international erfolgreichen "Harry Potter"-Buchreihe hat sich Joanne K. Rowling ein Imperium aufgebaut. Zurecht! Die Geschichten über Harry und seine Freunde werden von den Kindern und Jugendlichen regelrecht verschlungen - und das in 80 verschiedenen Sprachen. Davon hat auch Hollywood schon vor Jahren Wind bekommen.
Astrid Lindgren und Kinderbücher – das gehört einfach zusammen. Mit ihren Geschichten über die freche und überaus selbstbewusste "Pippi Langstrumpf" – dem stärksten Mädchen der Welt wohlgemerkt – hat sich die schwedische Autorin (1907-2002) unsterblich gemacht. Pippi, Herr Nilsson und Kleiner Onkel sowie die Nachbarskinder Annika und Tommi sind wohl jedem Kind ein Begriff.
Auch aus der Feder Astrid Lindgrens: "Wir Kinder aus Bullerbü". In drei Büchern wird das friedvolle, zum Teil aber auch hektische und sehr chaotische Leben auf dem Land dargestellt – alles aus der Sicht der siebenjährigen Lisa. Das Buch, das im Jahr 1955 in Deutschland erschienen ist, wurde nicht nur als Serie, sondern auch zweimal als Spielfilm neu interpretiert.
Huckleberry Finn ist ein Ausreißer. Er schleicht sich von zuhause weg, um gemeinsam mit dem Sklaven Jim mehr von der Welt zu sehen. Warum? Er sehnt sich nach Abenteuer in seinem Leben! Und die erlebt er definitiv. "Die Abenteuer des Huckleberry Finn" gilt als der erfolgreichste Roman von Mark Twain und wird auch gerne zum Vorlesen verwendet.
Was wäre ein Bücherregal ohne Märchen? Die Erzählungen der Gebrüder Jacob und Wilhelm Grimm stammen zwar noch aus dem 19. Jahrhundert, doch Gutes wird weder alt noch schlecht. Von "Das tapfere Schneiderlein" über "Rotkäppchen" bis hin zu "König Drosselbart" – diese Märchen machen Kindern auch heute noch Spaß.