Vom katholischen Schulmädchen zur Pop-Queen: Die größten Skandale von Madonna

Mit ihren 60 Jahren ist Madonna noch immer weit vom Ruhestand entfernt. Die Pop-Queen veröffentlicht am 14. Juni ihre neue Platte "Madame X" und bringt damit ihr mittlerweile 14. Studioalbum auf den Markt. Doch bekanntlich ist sie nicht nur eine begnadete Sängerin, sondern auch eine Meisterin des Provozierens. Sehen Sie hier die größten Skandale… © spot on news

Als Madonna Louise Ciccone wurde die Pop-Ikone am 16. August 1958 in Bay City geboren. Als Vorzeigeschülerin sowohl einer katholischen als auch einer Klosterschule hat die Sängerin damals vermutlich noch nicht daran gedacht, einmal musikalische Genregrenzen zu sprengen und eine so erfolgreiche, aber auch gleichzeitig skandalträchtige Musikkarriere aufs Parkett zu legen. So fing alles an …
Kaum war die Pop-Queen auf der Bildfläche der Musik-Welt erschienen, sorgte sie mit der Performance zu ihrer damals frisch veröffentlichten Single "Like A Virgin" (1984) bei den MTV Video Music Awards für weltweites Aufsehen. Dabei sprang Madonna in einem freizügigen Hochzeitskleid und einem "Boy Toy"-Gürtel aus einer Torte und machte anrüchige Bewegungen auf dem Boden.
Nur zwei Jahre später folgte bereits der nächste Eklat, der international durch die Medien ging: "Papa Don't Preach" erschien auf dem Markt und schlug wegen des provokanten Inhalts hohe Wellen. Madonna singt darin über ein schwangeres Mädchen im Teenageralter, welches sich weigert, das Baby abzutreiben. Der Vorwurf: Die Interpretin ermutige dadurch junge Mädchen, früh Kinder zu bekommen.
Mit ihrem Musikvideo zu "Open Your Heart" sorgte Madonna 1986 erneut für Kopfschütteln. Während die Sängerin darin thematisch mit aufdringlichen Paparazzi abrechnen möchte, lenkt die Presse den Fokus auf eine andere Richtung: Verführung Minderjähriger, denn Madonna küsst in dem Clip einen kleinen Jungen auf den Mund.
Eine weitere Kontroverse stellt das Video zum 1989 veröffentlichten Song "Like A Prayer" dar, welches für mächtig Ärger mit der Kirche gesorgt hatte. Es zeigt einen schwarzen Jesus sowie ein brennendes Kreuz, weshalb sich der Vatikan einschaltete und von Exkommunikation sprach. Madonnas eigentliche Anspielung sollte aber dem Rassismus gelten.
Mit ihrer "Blond Ambition"-Tour sorgte die Künstlerin im Jahr 1990 erneut für Furore. Dabei war nicht nur ihr ikonisches Kegel-Goldmieder, das von Designer Jean Paul Gaultier entworfen wurde, skandalös. Auf der Bühne simulierte sie darüber hinaus, wie sie sich selbst befriedigte, weshalb ihr in Kanada die Polizei sogar mit einer Verhaftung drohte.
Themen wie Sadomasochismus, Voyeurismus und Bisexualität werden sowohl in der Single als auch im Videoclip zu "Justify My Love" miteinander vereint. Darin verteilt Madonna wilde Küsse an das Model Amanda Cazalet im Pariser Ritz Hotel. Die Folgen: Der Musiksender MTV entfernte den lasziven Schwarz-Weiß-Clip direkt aus dem Programm.
In den 90er-Jahren angekommen trieb es Madonna mit ihren Sex-Eklats auf die Spitze: Zunächst veröffentlichte sie mit "Erotica" (1992) ihr fünftes Studioalbum, gefolgt von dem mit pornografischen Aufnahmen gefüllten Bildband "Sex" und ihrer Rolle in dem Thriller "Body of Evidence" (1993). Während sich das Buch zum weltweiten Erfolg entwickelte, galt der Streifen als absoluter Flop.
Hin und wieder hat sich Madonna während ihrer langjährigen Karriere auch politisch geäußert. So zeigte die Sängerin bei einer Darbietung ihrer "MDNA"-Tour in Istanbul ihren nackten Rücken auf der Bühne, auf dem die Aufschrift "Keine Angst" zu erkennen war. Zudem entblößte sie noch ihre rechte Brust, um die "Mein Körper gehört mir"-Kampagne liberaler türkischer Frauen zu unterstützen.
Auch mit ihrem jüngsten Auftritt beim diesjährigen Eurovision Song Contest in Israel brachte es Madonna zu einem Skandal. Gespannt warteten Millionen Fans auf den Bühnenauftritt der Queen of Pop – doch die Sängerin konnte mit ihrer Stimme zu "Like A Prayer" kaum überzeugen. Außerdem provozierte sie mit einem politischen Statement: Sie ließ ihre Tänzer mit Israel- und Palästina-Flagge über die Bühne schreiten. Ein absolutes No-Go beim politikneutralen ESC.
Trotz ihrer zahlreichen Eklats ist und bleibt Madonna eine, möglicherweise sogar DIE, Pop-Ikone schlechthin. Mit ihrem neuen Album "Madame X" beweist die Sängerin einmal mehr, dass sie auch mit ihren 60 Jahren ihre Musikkarriere weiterhin mit Kreativität und Ehrgeiz verfolgt.