Lieder über den Tod hinaus: Von diesen Künstlern gibt es posthume Alben

Viele große Künstler starben, noch bevor all ihre musikalischen Werke veröffentlicht wurden. Von Pop-Ikone Prince erscheint etwa am 7. Juni posthum das Album "Originals". Auch von anderen Stars, darunter auch Star-DJ Avicii, gab es nach ihrem Tod noch neue Musik. © spot on news

Pop-Ikone Prince zählt zu den erfolgreichsten Künstlern aller Zeiten. Im April 2016 verstarb er im Alter von 57 Jahren an einer versehentlichen Überdosis Schmerzmittel. Ab 7. Juni gibt es aber wieder neue Musik von ihm: Das Album "Originals" enthält 15 Tracks mit 14 bisher unveröffentlichten Aufnahmen, die Prince zwischen 1981 und 1991 geschrieben hat.
Mit nur 28 Jahren starb Star-DJ Avicii im April 2018. Das letztes Album "Tim" erschien am 6. Juni 2019. Die Songs hat Tim Bergling, so Aviciis bürgerlicher Name, in den letzten drei Monaten seines Lebens geschrieben.
Im Alter von 69 Jahren verlor Pop-Ikone David Bowie im Jahr 2016 den Kampf gegen den Krebs. Anlässlich seines 70. Geburtstags im Jahr 2017 erschien "No Plan", auf dem sich die drei neuen Songs "No Plan", "Killing a Little Time" und "When I Met You" sowie die Singleauskopplung "Lazarus" aus seinem letzten Album befinden.
Sie galt als eine der herausragendsten Künstlerinnen der Soul-Musik: Amy Winehouse starb 2011 im Alter von nur 27 Jahren an einer Alkoholvergiftung. Ihr posthum wenige Monate nach ihrem Tod veröffentlichtes Album "Lioness: Hidden Treasures" enthält auch ein Duett mit dem legendären Jazz-Legende Tony Bennett.
Sein Tod schockierte die Welt im Juni 2009: Michael Jackson starb an einer Vergiftung durch ein Narkosemittel. Er hatte zudem weitere Medikamente und Beruhigungsmittel im Körper. "Michael" war das erste posthum veröffentlichte Album des "King of Pop" und erschien Ende 2010. Es folgten ein Best-of-Album, die Wiederveröffentlichung "Xscape"(2014) und eine Kompilation.
Unter dem Künstlernamen Makaveli vollendete Tupac Shakur noch vor seinem Tod sein fünftes Studioalbum "The Don Killuminati: The 7 Day Theory". Der Rapper kam im September 1996 bei einer Schießerei ums Leben. Seit seinem Tod folgten zahlreiche weitere Platten, darunter fünf Studioalben, zwei Livealben, ein Soundtrack und mehrere Kompilationen sowie EPs.
"Made in Heaven" ist das fünfzehnte und gleichzeitig letzte Album, an dem Queen-Frontmann Freddie Mercury beteiligt war. Der Sänger verstarb 1991 an den Folgen seiner Aids-Erkrankung, konnte aber vor seinem Tod noch zahlreiche Gesangsspuren aufnehmen. Die Platte kam vier Jahre nach seinem Tod auf den Markt.
Kurz bevor John Lennon 1980 erschossen wurde, hatte er mit seiner Frau Yoko Ono noch an einem Album gearbeitet. 1984 kam "Milk and Honey" schließlich heraus.
Bob Marley und seine Band The Wailers gelten als Mitbegründer des Reggae. Der Sänger verlor 1981 im Alter von 36 Jahren den Kampf gegen den Krebs. Seine Frau Rita produzierte nach seinem Tod das Album "Confrontation", das Lieder beinhaltet, die zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht wurden. Der Song "Buffalo Soldier" wurde zu einem seiner größten Hits.
Als sich Frontmann Ian Curtis 1980 das Leben nahm, gab es die Post-Punk-Band Joy Division gerade einmal zwei Jahre. "Closer" war das zweite Album der Gruppe und erschien zwei Monate nach dem Tod des Leadsängers. Danach gründeten die verbliebenen Mitglieder unter dem Namen New Order eine neue Band.
Die US-amerikanische Rock-Sängerin Janis Joplin starb 1970 an einer Überdosis Heroin. Sie hatte erst ein Album herausgebracht. Nach ihrem Tod folgten aber weitere Platten: "Pearl" (1971), ein Livealbum und einige Kompilations. Der Song "Me and Bobby McGee" vom Album "Pearl" war zudem ihr einziger Nummer-1-Hit in den USA.
Gitarren-Legende Jimi Hendrix war gerade dabei, sein neues Album zu produzieren, als er 1970 starb. Nur wenige Monate nach seinem Tod erschien "The Cry of Love", das zu seinen erfolgreichsten Platten zählt. Weitere posthume Scheiben und Auszeichnungen folgten.