David Kross wird 30: Seine Filme von "Krabat" über "Der Vorleser" bis "Betonrausch"

Sein Weg führte David Kross aus Norddeutschland über Hollywood zu Netflix. Am 4. Juli feiert der Schauspieler aus Schleswig-Holstein seinen 30. Geburtstag. Grund genug, um auf sein bisheriges Schaffen zurückzublicken. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Nach einigen kleineren Rollen, unter anderem im Film "Adam & Eva" und der TV-Serie "Alphateam – Die Lebensretter im OP", spielte David Kross (eigentlich: Kroß) 2006 in "Knallhart" von Regisseur Detlev Buck seine erste große Filmrolle - neben Jenny Elvers. Bucks Tochter Bernadette hatte ihren Vater auf den jungen Nachwuchsdarsteller aufmerksam gemacht.
Breite Bekanntheit erzielte das damalige Nachwuchstalent in Marco Kreuzpaintners Verfilmung des Jugendbuches "Krabat" von Autor Otfried Preußler. Der Film, in dem Kross neben Größen wie Daniel Brühl, Christian Redl und Robert Stadlober zu sehen ist, kam 2008 in die Kinos und erhielt überwiegend positive Kritiken.
Den Sprung nach Hollywood schaffte der Darsteller aus Schleswig-Holstein mit einer weiteren Romanverfilmung. In "Der Vorleser" spielte er 2008 unter der Regie von Stephen Daldry neben Leinwand-Meistern wie Kate Winslet, Ralph Fiennes und Bruno Ganz. Bei den 62. Filmfestspielen von Cannes erhielt er im darauffolgenden Jahr für seine Leistung die "Trophée Chopard".
Mit Filmemacher Detlev Buck hatte sich David Kross bereits 2005 erneut zusammengetan, in "Hände weg von Mississippi" hatte er 2006 eine kleine Gastrolle. Eine Hauptrolle spielte er unter Buck jedoch erst wieder 2009 - im Film "Same Same But Different" (Foto), dessen Dreharbeiten in Kambodscha, Kuala Lumpur und Hamburg stattfanden.
Im selben Jahr nahm Kross ein Schauspielstudium in London auf, das er nach wenigen Monaten wieder abbrach - ohne negative Auswirkung auf seine Karriere. Bereits 2011 stand der Star für "Das Blaue vom Himmel" und einen weiteren Hollywood-Blockbuster vor der Kamera. In "Gefährten" (Foto) inszenierte ihn niemand geringeres als Regie-Legende Stephen Spielberg höchstpersönlich.
Zudem versuchte er sich gemeinsam mit seinen Showbiz-Kollegen Hanno Graf, Johanna Klum, Mateo Jaschik und Roberto Blanco als Synchronsprecher. In dem Animationsabenteuer "Rio" lieh er 2011 der Figur Blu seine Stimme, 2014 folgte die Fortsetzung "Rio 2 – Dschungelfieber".
2012 war der Schauspieler in gleich drei Filmen zu sehen: "Into the White" von Petter Næss, "Die Vermessung der Welt" und "Anleitung zum Unglücklichsein" von Sherry Hormann. In "Die Vermessung der Welt" ist Kross neben dem deutschen Leinwandliebling Florian David Fitz zu sehen, Regie führte erneut Detlev Buck. Das Foto zeigt die Darsteller bei der Premiere in Berlin.
In den folgenden fünf Jahren spielte Kross unter anderem in den (halb-)französischen Produktionen "Michael Kohlhaas" (neben Mads Mikkelsen) und "Angélique" sowie dem deutschen Actionthriller "Boy 7" von Özgür Yıldırım mit. Außerdem versuchte er sich im Genre Kinderfilm als Teil eines starbesetzten Ensembles - in "Rico, Oskar und die Tieferschatten" (Foto: Premiere 2014 in Berlin) sowie der Fortsetzung " Rico, Oskar und der Diebstahlstein" (2016).
Nach "Simpel" und "Halaleluja – Iren sind menschlich!" verkörperte der Mime in "Trautmann" 2018 den deutschen Torwart Bernd "Bert" Trautmann. Inszeniert wurde die deutsch-britische Co-Produktion von Marcus H. Rosenmüller. Im selben Jahr folgte eine weitere Rolle, in Michael "Bully" Herbigs Thriller "Ballon", der eine Flucht aus der ehemaligen DDR nacherzählt.
2020 gesellte sich Kross zur Riege der Netflix-Darsteller und spielte in "Betonrausch" von Cüneyt Kaya neben Frederick Lau. Das Drama erschien Mitte April auf dem Streaming-Anbieter. Als nächstes steht der Schauspieler für "North Pole: 90° North" vor der Kamera - gemeinsam mit Götz Otto.