Im September gab die Erste Allgemeine Verunsicherung ihr letztes Konzert. 42 Jahre lang war die österreichische Rock-Pop-Band im Geschäft – und mit der Welle des Erfolgs kamen auch die Drogen. EAV-Mitgründer Thomas Spitzer gibt nun offen zu, dass ihn sein Koks-Konsum fast umgebracht hätte.

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Drei Monate nach ihrem Abschiedskonzert in der Wiener Stadthalle berichten die Musiker der Ersten Allgemeinen Verunsicherung (EAV) erstmals ganz offen von ihrer Drogenvergangenheit.

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In der offiziellen Band-Biografie "1.000 Jahre EAV Live" schreibt der frühere EAV-Produzent David Bronner, dass alle in der Band in den 1990er Jahren Koks konsumiert hätten - doch bei Thomas Spitzer sei es beinahe tödlich ausgegangen. "Ein paar weitere Tage und sein Herz hätte nicht mehr mitgespielt", schreibt Bronner.

Spitzer sei zum Verhängnis geworden, dass er auf Koks am produktivsten zu sein schien. "Das war die Versuchung, der er nie auf Dauer widerstehen konnte."

Arzt fragte Spitzer: "Wollen Sie das Jahr überleben?"

Thomas Spitzer bestätigt die dramatische Schilderung des Produzenten im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung. EAV-Frontmann Klaus Eberhartinger habe ihn zum Entzug in ein Sanatorium geschickt; das sei im Jahr 1994 gewesen.

"Dort hat mich der Arzt vor die Wahl gestellt: 'Wollen Sie dieses Jahr noch überleben, oder nicht?" Wenn ja, dann müsse er sofort mit den Drogen aufhören.

Die Ansage des Arztes zeigte offenbar Wirkung: Spitzer spülte seine letzten zwei Gramm Koks im Klo herunter und brachte sein Leben in Ordnung. Rückblickend sagt er im Gespräch mit "Bild": "Man kann manche Fehler erst erkennen, wenn man sie begangen hat. Ich habe leider fast keinen ausgelassen." (jwo)