Elke Sommer, Marlene Dietrich und Til Schweiger: Diese deutschen Stars schafften es nach Hollywood

In den 1960er Jahren gelang ihr, wovon viele junge Schauspieler wohl träumen: Den Sprung nach Hollywood. Elke Sommer spielte in ihrer mittlerweile nun fast 60-jährigen Karriere bereits in über 100 Filmen mit und galt als eines der Sex-Symbole. Neben ihr schafften es aber noch einige weitere Deutsche in die Traumfabrik.

Die in Niedersachsen geborene Diane Heidkrüger - die sich später in Kruger umbenannte - wurde 2004 quasi über Nacht mit ihrer Rolle der Helena in "Troja" weltberühmt. In dem Epos von Wolfgang Petersen spielte sie neben "Fluch der Karibik"-Liebling Orlando Bloom und Superstar Brad Pitt. Es folgten weitere große Rollen, zum Beispiel neben Nicolas Cage in "Das Vermächtnis der Tempelritter" und...
... in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" - in dem sie gemeinsam mit einem berühmten Landsmann zu sehen war. Wie Kruger ist auch Daniel Brühl mittlerweile ein bekanntes Gesicht in der Traumfabrik. Das Foto zeigt ihn (M.) bei der Premiere des Blockbusters anlässlich der 62. Internationalen Filmfestspiele 2009 in Cannes.
Ebenfalls in "Inglourious Basterds" besetzt wurde Til Schweiger. Der in Freiburg geborene Star ist ebenfalls kein Unbekannter, wenn er in Los Angeles nach Jobs Ausschau hält. Unter anderem spielte er neben Angelina Jolie in "Lara Croft: Tomb Raider – Die Wiege des Lebens" und Keira Knightley in "King Arthur".
Sie war eine der ersten, die es ganz nach oben schaffte: Marlene Dietrich, hier 1942 mit John Wayne, folgte 1930 Regisseur Josef von Sternberg nach Hollywood und spielte fortan neben Stars wie Gary Cooper und Cary Grant. Dort stieg sie zum Sex-Symbol und zur Diva auf und pflegte dieses Image. Besonders viel Wert legte sie auf das richtige Licht und Make-up.
Halb Deutscher und halb Österreicher ist der gebürtige Wiener Christoph Waltz (r.). Obwohl er laut eigener Aussage nur "mangels anderer Ideen zum Film gekommen" ist, schlägt er sich bisher über die Maßen erfolgreich - und gewann bereits zwei Oscars, für "Inglourious Basterds" und "Django Unchained". Neben Daniel Craig und Naomie Harris (hier 2015 in Berlin) spielte er zudem das Bösewicht-Urgestein Ernst Stavro Blofeld im James-Bond-Film "Spectre".
Neben Kate Winslet, Ralph Fiennes und Bruno Ganz wurde der Schleswig-Holsteiner David Kross (l.) in Hollywood bekannt. 2009 spielte er die Hauptrolle in Stephen Daldrys Verfilmung von "Der Vorleser". Auf die Weltpremiere in New York folgte ein Besuch auf der Berlinale (Foto). 2011 war Kross erneut in einer Hollywood-Produktion zu sehen - in "Gefährten" von Steven Spielberg.
Der in Dessau geborene Thomas Kretschmann (r.) musste sich eine Hollywood-Hauptrolle von einem anderen "Tom" wegschnappen lassen: Tom Cruise. In "Operation Walküre" sollte eigentlich Kretschmann Claus Schenk Graf von Stauffenberg spielen, er erhielt später nur eine Nebenrolle. Macht aber nichts: der Deutsche spielte nämlich bereits in "Der Pianist", "Resident Evil: Apocalypse" und "Der Untergang" mit.
Im Gegensatz zu Thomas Kretschmann durfte der aus Karlsruhe stammende Sebastian Koch in "Stauffenberg" 2004 wirklich den Hitler-Attentäter spielen. Für Hollywood attraktiv machte ihn jedoch ein anderer Film: Florian Henckel von Donnersmarcks Stasi-Drama "Das Leben der Anderen", das mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Koch konnte im Anschluss Rollen in "Unknown Identity", "Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben" und "Bridge of Spies" ergattern.
Neben Superstar Matt Damon spielte Franka Potente 2002 in "Die Bourne Identität". Die Münsteranerin, hier mit Damon bei den MTV Movie Awards 2002, arbeitete ein Jahr zuvor bereits mit Johnny Depp an "Blow". Ihr Sprungbrett nach Hollywood war der Film "Lola rennt" von Tom Tykwer, der 1998 internationale Anerkennung fand. Seitdem ergatterte Potente immer wieder Rollen in US-amerikanischen Produktionen.
Seit seinem zweiten Lebensjahr lebte Michael Fassbender in Irland, geboren wurde der Sohn eines Deutschen und einer Irin jedoch in Heidelberg. Bekannt wurde er 2001 mit der Serie "Band of Brothers", es folgten unter anderem Rollen in "300", "Inglourious Basterds", einigen Teilen der "X-Men"-Reihe und "12 Years a Slave". Letztere brachte ihm eine Oscar-Nominierung ein - ebenso wie seine Darstellung in "Steve Jobs".
In Deutschland ist er ein großer Star, in Hollywood spielte er bislang nur Nebenrollen, aber immerhin: Moritz Bleibtreu, der Sohn der Schauspieler Monica Bleibtreu und Hans Brenner, war bereits in "München" von Steven Spielberg und in "World War Z" neben Brad Pitt zu sehen.
Helena Zengel ist gerade mal zwölf Jahre alt und darf bereits an der Seite eines Hollywoodstars vor der Kamera stehen. Schauspieler Tom Hanks hatte das Mädchen für den Western "Neues aus der Welt" engagiert und war von ihrer starken Ausdruckskraft beeindruckt. Bekannt wurde die Zwölfjährige durch das deutsche Kino-Drama "Systemsprenger" (2019)
Der in Berlin geborene Jürgen Prochnow schaffte seinen internationalen Durchbruch 1981 in Wolfgang Petersens "Das Boot", wo er die Hauptrolle des U-Boot-Kommandanten übernahm. Danach folgten weitere Rollen in Hollywood-Produktionen, wie zum Beispiel in "Der Wüstenplanet" (1984), "Beverly Hills Cop II" (1987) oder "Hurricane Smith" (1992). Zudem war er auch zusammen mit Madonna in "Body of Evidence" (1993) und mit Sylvester Stallone in "Judge Dredd" (1995) vor der Kamera.
Ihr Name ist in Deutschland nicht so bekannt, dafür aber in den USA: Zazie Beetz. Die deutsch-amerikanische Schauspielerin wuchs im New Yorker Stadtviertel Washington Heights und in Berlin-Charlottenburg auf. Im Jahr 2013 startete sie ihre Karriere mit ersten Auftritten in Kurzfilmen. Danach konnte sie Rollen in Blockbustern wie "Deadpool 2" (2018) - an der Seite von Ryan Reynolds - und "Joker" (2019) ergattern.
Der ehemaliger Bodybuilder Ralf Moeller wurde international durch seine Rolle in dem mit fünf Oscars prämierten Monumentalfilm "Gladiator" (2000) an der Seite des Oscarpreisträgers Russell Crowe bekannt. Ebenso verschaffte die Rolle in dem Film "The Scorpion King" (2002) ihm eine höhere mediale Aufmerksamkeit. Der in Recklinghausen geborene Schauspieler zog zudem 1992 nach Los Angeles, besitzt die US-amerikanische Staatsbürgerschaft und ist mit dem Schauspieler Arnold Schwarzenegger befreundet.
Bekannt ist Romy Schneider eigentlich aus dem Weihnachtsklassiker "Sissi" (1955, Foto). Doch auch sie - Inhaberin der deutschen und französischen Staatsbürgerschaft - war in einigen Hollywood-Produktionen zu sehen. So zum Beispiel in "Good Neighbor Sam" (1964) und in "Was gibt’s Neues, Pussy?" (1965) an der Seite von Woody Allen. Danach spielte Romy Schneider hauptsächlich nur noch in französischen Produktionen. Sie verstarb mit nur 43 Jahren in Paris.
Nastassja Kinski zählte in den 1970er und frühen 1980er Jahren zu den begehrtesten Nachwuchsschauspielerinnen und meist fotografierten Frauen der Welt. Bis Mitte der 1980er konnte sie mit Filmen wie dem US-amerikanischen Horror- und Fantasy-Thriller "Katzenmenschen" (1982) und neben Al Pacino in "Revolution" (1985) in Hollywood Erfolge feiern. Die im damaligen West-Berlin geborene Schauspielerin ist zudem seit 2011 Mitglied der US-Filmakademie AMPAS.
Er ist der erste deutsche Schauspieler, der einen Oscar gewonnen hat: Emil Jennings. Er bekam den ehrenvollen Preis im Jahr 1929 für seine Darstellungen in den Stummfilmen "Der Weg allen Fleisches" und "Sein letzter Befehl". In Deutschland spielte er in Klassikern wie "Faust – eine deutsche Volkssage" (Foto) oder "Othello" (1922) mit. Allerdings endete mit dem Zweiten Weltkrieg seine Schauspielkarriere. Ein Stern auf dem "Hollywood Walk of Fame" erinnert aber noch heute an ihn.
Die große Schauspiel-Karriere der in Sachsen geborene Antje Traue blieb in ihrem Heimatland zunächst erstmal aus. So richtig durchstarten konnte sie dafür in Hollywood. Dies gelang ihr 2009 mit dem Science-Fiction-Thriller "Pandorum" an der Seite von Dennis Quaid. Es folgten Rollen in "Man of Steel" (2013) und "Seventh Son" (2015). Erst danach wurde die deutsche Filmindustrie auf die Schauspielerin aufmerksam.
Er ist zwar kein Schauspieler, aber dennoch in der US-amerikanischen Filmindustrie nicht mehr wegzudenken: Filmproduzent und Regisseur Roland Emmerich, geboren 1955 in Stuttgart. Bereits kurz nach Abschluss seines Studiums an der "Hochschule für Fernsehen und Film München" konnte er mit "Joey" (1985) oder "Hollywood Monster" (1987) erste Erfolge in Hollywood feiern. Mit "Independence Day" (1996), "Godzilla" (1998) oder "The Day After Tomorrow" (2004) erreichte er schließlich den vorläufigen Höhepunkt seiner Karriere.