Emilia Clarke wird 34: Große Karriere durch "Game of Thrones"

Emilia Clarke feiert am 23. Oktober ihren 34. Geburtstag. Die Britin schaffte ihren Durchbruch in dem HBO-Hit "Game of Thrones". Doch konnte sich die Daenerys-Targaryen-Darstellerin auch abseits der Fantasyserie in Film und Fernsehen einen Namen machen? © 1&1 Mail & Media/spot on news

Emilia Isobel Euphemia Rose Clarke wurde 1986 in London geboren. Mit einem Studium am Drama Centre London im Gepäck, wagte sie erste Schritte am Theater und trat in ein paar Folgen der Daily Soap "Doctors" auf. Zudem arbeitete sie in verschiedenen Nebenjobs, unter anderem in einem Callcenter, bis sie 2011 die große Chance bekam.
Die Serie von David Benioff und D. B. Weiss wurde zum Publikumshit. Emilia Clarke und Kollegen wie Kit Harington alias John Schnee (l.) schafften mit der Produktion ihren Durchbruch. Clarke wurde 2011 sogleich mit einem EWwy-Award als Beste Nebendarstellerin in einer Dramaserie und einem Scream Award in der Kategorie "Herausragende Darstellung" geehrt.
Neben "Game of Thrones" stieg Clarke recht schnell auch in die Filmwelt ein. In "Spike Island" (2012) träumen die Jungs einer Rock-Band vom Durchbruch. Noch mehr träumen sie davon, ihren großen Idolen der Band The Stone Roses persönlich ihre Demo-Platte zu überreichen. Sally (Clarke) soll ihnen dabei helfen.
Emilia Clarke wollte sich nicht auf die Serien- und Filmwelt beschränken: Ab März 2013 stand die Schauspielerin, hier kurz vor der letzten Vorstellung, am Broadway in New York als Holly Golightly im Theaterstück "Frühstück bei Tiffany" auf der Bühne.
In "Dom Heminway" (2013) konnte Clarke neben einem hochkarätigen Kollegen vor der Kamera stehen: Jude Law (r.) mimte den titelgebenden Safe-Knacker, der nach zwölf Jahren endlich aus dem Knast kommt und versucht, die Beute aus seinem letzten Safe-Raub zurückzubekommen. Emilia Clarke verkörperte seine Tochter.
2015 spielte sie neben Arnold Schwarzenegger die ikonische Hauptrolle Sarah Connor in "Terminator: Genisys". Der Film blieb jedoch an den Kinokassen hinter den Erwartungen zurück und bekam keine Fortsetzung - eine Erleichterung für Clarke, wie sie im Interview mit "Vanity Fair" verriet. Der Dreh sei sehr chaotisch verlaufen.
Clarke und ihre "GoT"-Co-Stars wie Maisie Williams, Sophie Turner und Kit Harington (v.l.n.r.), hier bei den Emmy Awards 2016, konnten sich in den Folgejahren über zahlreiche Preise für ihre Serie freuen. Clarke musste sich für ihre Einzelleistung bei den Emmys und den Critics’ Choice Awards jedoch mit Nominierungen begnügen.
Jedoch wurde Clarke mit anderen Titeln geehrt: Im Oktober 2015 wurde sie von der Zeitschrift "Esquire" zur "Sexiest Woman Alive" gekürt. Sie folgte damit auf Penélope Cruz. "GQ" hatte sie bereits im vorangegangenen September zur "Frau des Jahres" ernannt.
2016 war der "GoT"-Star im Liebesdrama "Ein ganzes halbes Jahr" neben Sam Claflin (r.) zu sehen. Clarke spielt in der Buchverfilmung Louisa Clark, die sich als Betreuerin um den querschnittsgelähmten Will Traynor (Claflin) kümmert und sich in ihn verliebt. Dieser will jedoch in der Schweiz Sterbehilfe in Anspruch nehmen.
2017 folgte die nächste Filmrolle: In Eric D. Howells Mystery-Gothic-Drama "Voice from the Stone – Ruf aus dem Jenseits" spielt Clarke die junge Krankenschwester Verena, die sich in einem alten Landhaus um den kleinen Jakob (Edward Dring) kümmern soll, der seit dem tragischen Tod seiner Mutter deren Stimme hört.
2018 gelingt Clarke der Sprung ins "Star Wars"-Universum. Neben Alden Ehrenreich als Han Solo (r.) ist sie in der weiblichen Hauptrolle der Qi'ra in "Solo: A Star Wars Story" zu sehen. Der Film erzählt vom jungen Han Solo, zehn Jahre vor den Geschehnissen von "Der Krieg der Sterne".
Die Angebote kamen, doch Clarke nahm auch nicht jedes davon an. So wurde ihr die Rolle als Anastasia Steele in den "Fifty Shades of Grey"-Filmen angeboten. Sie lehnte ab - die Rolle ging an Dakota Johnson (Foto). Clarke verriet im Mai 2019 in einem Interview mit dem "Hollywood Reporter", sie habe nicht in eine Schublade gesteckt werden wollen. Nach "Game of Thrones" habe sie es satt gehabt, mit Sex und Nacktszenen in Verbindung gebracht zu werden.
Im März 2019 schockte Clarke ihre Fans: In einem emotionalen Essay, den sie für "The New Yorker" verfasst hat, legte sie ein ganz persönliches Geständnis ab: Sie hätte das Finale von "Game of Thrones" fast nicht erlebt. Zum ersten Mal offenbart sie der Öffentlichkeit, dass sie zwei Aneurysmen überlebt hat.
Das erste Aneurysma wurde im Februar 2011 entdeckt, kurz nachdem Clarke und ihre Co-Stars mit den Dreharbeiten zur ersten Staffel von "Game of Thrones" fertig waren. Nach einer OP blieb ein kleineres Aneurysma zurück, das jederzeit hätte platzen können. "Staffel zwei war meine schlimmste", schreibt Clarke in ihrem Aufsatz. "Wenn ich wirklich ehrlich bin, dachte ich jede Minute jeden Tages, ich würde sterben."
Ab 2013 folgten zwei weitere OPs, von denen Clarke sich nur langsam erholte. Sie sei "so glücklich, hier zu sein", um das Ende von "Game of Thrones" und den Beginn ihres nächsten Kapitels zu erleben, schrieb die Schauspielerin.
Das "GoT"-Ende folgte dann im Mai 2019. Emilia Clarke, hier bei der Staffel-Premiere in New York, musste sich von Daenerys verabschieden: "Liebe magische Fans, ich schulde euch so viel Dank für euren stetigen Blick auf das, was wir gemacht haben und was ich mit einer Figur gemacht habe, die schon in den Herzen vieler war, bevor ich in die Platinperücke der Träume geschlüpft bin", schrieb Clarke nach der Ausstrahlung der finalen Folge auf Instagram.
Eine bleibende Erinnerung an die Serie und ihre Rolle als Drachenmutter trägt sie aber bis heute bei sich: Die Schauspielerin hat sich drei kleine Drachen auf den Unterarm tätowieren lassen. Und sie hat ein weiteres Tattoo: Auf ihrem linken kleinen Finger ist eine Biene verewigt.
Ende 2019 verzauberte sie schließlich in der romantischen Weihnachtskomödie "Last Christmas" als Kate, die als Weihnachtselfe verkleidet in einem Weihnachtsfachgeschäft arbeitet. Dort läuft ihr der sympathische Tom (Henry Golding) über den Weg, der ihre inneren Mauern Stück für Stück niederreißt - auch wenn ihn selbst ein großes Geheimnis umgibt.
Zuletzt war Emilia Clarke in "Above Suspicion" (2019) zu sehen. Der Film von Phillip Noyce handelt von einem realen Kriminalfall: Zum ersten Mal in der Geschichte des FBI wurde einer der Agenten als Mörder verurteilt. Fans dürfen gespannt sein, welchen Weg Clarke in der Film- oder Serienwelt weiter verfolgen wird.
Wird sie den "GoT"-Fans ein besonderes Geschenk zu ihrem 34. Geburtstag machen? Schon ihren 33. feierte sie in Reunion mit Jason Momoa und Kit Harington (r.). Momoa war in Staffel eins und zwei als Khal Drogo, der Ehemann von Clarkes Figur Daenerys Targaryen, zu sehen. Mit Harington alias Jon Schnee bandelte Daenerys in den letzten beiden Staffeln an.