Kirstie Alley wird 70: Mit diesen Rollen wurde sie berühmt

In den 80er Jahren hatte Kirstie Alley ihren Durchbruch als Schauspielerin. Durch Filme wie "Kuck mal, wer da spricht!" (1989) wurde sie bekannt. In den letzten Jahren ist es allerdings ruhig um den früheren Hollywoodstar geworden, der am 12. Januar seinen 70. Geburtstag feiert. Doch diese Rollen bleiben unvergessen. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Kirstie Alley wurde am 12. Januar 1951 in Wichita, Kansas, geboren. Ihr Vater hatte eine Holzfabrik und ihre Mutter starb bereits 1981 an den Folgen eines Autounfalls. Später berichtete Alley, dass sie regelmäßig von ihrer Mutter geschlagen worden sei. Von ihrer schwierigen Kindheit ließ sie sich jedoch nicht aufhalten und arbeitete fleißig an ihrer Schauspielkarriere.
Ihren ersten Auftritt auf der großen Leinwand hatte sie 1982 im Film "Star Trek II: Der Zorn des Khan", welcher auf der Fernsehserie "Raumschiff Enterprise" basiert. Darin war Alley neben William Shatner und Leonard Nimoy als Vulkanierin Lieutenant Saavik zu sehen.
Eigentlich war sie auch für "Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock" eingeplant, doch Alley wollte der Gefahr entgehen, auf die Rolle festgelegt zu werden und sagte den dritten Teil kurzerhand ab.
Statt einen weiteren Kinofilm zu drehen, war Kirstie Alley ab 1985 in den ersten beiden Staffeln der Serie "Fackeln im Sturm" als Abolitionistin Virgilia Hazard zu sehen. Das tragische Ende ihrer Figur, die ihren Geliebten umbringt und deshalb zum Tode verurteilt wird, ging vielen Zuschauern nahe.
Zu dieser Zeit war sie bereits mit Parker Stevenson verheiratet. Die Ehe hielt von 1983 bis 1997. Fun Fact: In der Serie "Fackeln im Sturm" spielte er in der zweiten Staffel 1986 ihren kleinen Bruder Billy Hazard.
Einem breiten Publikum wurde Kirstie Alley durch die preisgekrönte Serie "Cheers" bekannt, die von 1982 bis 1993 beim US-Fernsehsender NBC ausgestrahlt wurde. Als neurotische Rebecca Howe, die sich in fast jeden reichen Mann in Boston verliebt, spielte sie sich in die Herzen der Zuschauer.
Dem Filmgeschäft blieb sie weiterhin treu: So hatte Alley 1984 in "Runaway – Spinnen des Todes" neben Tom Selleck (M.) einen Auftritt als Jackie Rogers. Der Film handelt von einem Haushaltsroboter, der Amok läuft und gestoppt werden muss.
Im Thriller "Mörderischer Vorsprung" war sie 1988 an der Seite von Sidney Poitier und Tom Berenger (r.) zu sehen. Darin spielt sie eine junge Bergführerin, die von einem Mörder entführt wird.
Begeisterungsstürme löste 1989 "Kuck mal, wer da spricht!" aus. Darin übernahm Kirstie Alley die Rolle der Mollie, die ein Kind von einem verheirateten Geschäftsmann erwartet. Als dieser sie im Stich lässt, trifft sie den Taxifahrer James Ubriacco (John Travolta, l.). Die beiden freunden sich an und James springt als Babysitter ein.
Der Film war so erfolgreich, dass noch zwei weitere Teile folgten: "Kuck mal, wer da spricht 2" (1990) und "Kuck mal, wer da jetzt spricht" (1993). In den Hauptrollen waren erneut Alley und John Travolta zu sehen. Doch leider fielen die Fortsetzungen bei Kritikern und Zuschauern gleichermaßen durch.
1990 versuchte es Alley erneut mit einer Komödie. In "Eine fast anständige Frau" schlüpfte sie in die Rolle der verheirateten Marjorie Turner, die von ihrem Mann vernachlässigt wird und deshalb eine leidenschaftliche Affäre beginnt.
Zusammen mit den berühmten Schauspielzwillingen Mary-Kate und Ashley Olsen stand Alley 1995 im Kinderfilm "Eins und Eins macht Vier" vor der Kamera. Darin mimte sie die Betreuerin Diane Barrows. Der Streifen basiert auf dem Roman "Das doppelte Lottchen" von Erich Kästner.
Im gleichen Jahr wechselte Alley das Genre und versuchte sich an einem Horrorfilm. In "Das Dorf der Verdammten" ist sie als Dr. Susan Verner zu sehen. Doch leider konnte das Remake des gleichnamigen Klassikers aus dem Jahr 1960 nicht an den Kinokassen überzeugen.
Mit der Komödie "Die Zahnfee" (1997) konnte sie mal wieder einen Erfolg verbuchen. Darin ist sie als Zahnärztin Katherine Lewis zu sehen, die bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt. Allerdings muss ihre Seele noch eine gute Tat vollbringen, um in den Himmel zu gelangen - weshalb sie sich als Zahnfee meldet.
1997 konnte sie in Woody Allens Film "Harry außer sich" eine Rolle ergattern. Uraufgeführt bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig, riss er die Kritiker von den Stühlen. Als Joan glänzte sie in der Rolle der Ehefrau der Hauptfigur Harry Block (r.), die von Allen selbst verkörpert wurde.
Eine Hauptrolle hatte sie 1997 zudem in "Zum Teufel mit den Millionen". Zusammen mit Tim Allen gab Kirstie Alley das reiche Ehepaar Brad und Caroline Saxton, die vor einem Steuerfahnder fliehen und bei den Amischen landen.
1999 folgte mit "Gnadenlos schön" eine Satire von Regisseur Michael Patrick Jann. Der Film handelt von zwei jungen Mädchen, gespielt von Kirsten Dunst und Denise Richards (l.), die sich bei einem Schönheitswettbewerb bekämpfen. Alley verkörperte die ehrgeizige Mutter Gladys Leeman.
2005 erschien die Sitcom "Fat Actress", in der Kirstie Alley sich selbst spielte und die teilweise auch auf ihrem wahren Leben beruht. Auch einige Stars hatten darin einen Gastauftritt – unter anderem John Travolta, Kelly Preston und Carmen Electra.
Danach folgten weitere TV-Auftritte in verschiedenen Serien: Unter anderem "King of Queens", "Without a Trace – Spurlos verschwunden" und "The Middle". Die großen Rollen blieben allerdings aus.
Danach wurde es ruhig um den einstigen Hollywoodstar. Ihr letzter Film "Liebe ohne Krankenschein" kam 2015 in die Kinos. In den Hauptrollen waren Jessica Biel und Jake Gyllenhaal zu sehen, Kirstie Alley hatte lediglich eine kleine Nebenrolle.