Es hagelt weiter Kritik für Oliver Pocher. Moderatorin Mirjam Weichselbraun findet deutliche Worte gegen die Anspielung des deutschen Comedians auf dem Wiener Opernball, die sich auf den dunkelhäutigen Rapper Kanye West bezog. Pocher wurde dafür Rassismus vorgeworfen. In einer Stellungnahme auf "Facebook" erklärt Weichselbraun, warum sie auf die Bemerkung nicht reagierte.

Mirjam Weichselbraun moderierte am Donnerstag den Wiener Opernball für den österreichischen TV-Sender ORF. In einem Interview hatte sie Oliver Pocher gefragt, ob er tanzen werde. Der deutsche Comedian antwortete, er warte noch auf "N****s in Vienna" - eine Anspielung auf den Song "N****s in Paris" von Kanye West. Während dieses Kommentars waren auch Wests Verlobte Kim Kardashian und deren Mutter Kris Jenner anwesend. Der US-Reality-Star Kardashian war der diesjährige Stargast von Baulöwe Richard "Mörtel" Lugner.

Auf Twitter und in US-Medien wurde Pocher für seinen Kommentar heftig kritisiert. "Er ist sowohl großkotzig als auch rassistisch", heißt es zum Beispiel auf dem amerikanischen Klatschportal "tmz.com".

Weichselbraun hat inzwischen eine Stellungnahme zu dem Geschehen veröffentlicht. Pochers "Kommentar während des Interviews mit Kim Kardashian finde ich einfach nur daneben und unangebracht. Er wollte lustig sein, indem er den Titel eines Kanye West Songs abänderte, rauschte am Ziel aber weit vorbei", schreibt die Moderatorin auf ihrer "Facebook"-Seite. "Ob dieses Kommentar rassistisch gemeint war, oder schlichtweg blöd war, lassen wir mal dahingestellt."

Kim Kardashian war nach dem Satz von Pocher sichtlich erstarrt, Weichselbraun lachte verlegen. Über ihr Verhalten ärgert sich die 32-Jährige im Nachhinein sehr, "da ich so etwas unter normalen Umständen niemals stehen gelassen hätte". Sie führt ihre "Nicht-Reaktion" auf die Umstände zurück: "Eine solche Opernball-Übertragung ist hektisch und vor allem laut. Es war beinahe unmöglich, jedes Wort zu verstehen, zumal ich in einem Ohr auch ein In-Ear trage, das nicht immer einwandfrei funktioniert hat." Sie habe Pochers Satz "nicht Wort für Wort registriert". Kim Kardashian sei aber danach nicht hinausgestürmt, sondern habe sich für das Interview bedankt. (com)