• Am Sonntagabend (Ortszeit) soll Snoop Dogg in der Halbzeitpause des Super Bowl auftreten.
  • Unmittelbar zuvor, in der Nacht zum Freitag, berichten US-Medien nun von Missbrauchsvorwürfen gegen den Rapper.
  • So reagiert der 50-Jährige darauf.

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Unmittelbar vor seinem Auftritt beim Football-Spektakel Super Bowl berichten US-Medien über Vorwürfe gegen Hip-Hop-Superstar Snoop Dogg. Eine namentlich nicht genannte Frau wirft dem 50-Jährigen demnach vor, sie im Jahr 2013 nach einem Konzert sexuell missbraucht zu haben, wie zahlreiche US-Medien in der Nacht zum Freitag berichteten.

Bei einem Bundesgericht in Los Angeles sei Klage eingereicht worden, berichtete der Sender NBC, der aus Gerichtsdokumenten zitierte. Seine Mandantin wolle "nicht länger eingeschüchtert und zum Schweigen gebracht werden", zitierte der Sender den Anwalt der Frau, Matt Finkelberg.

Musiker soll Tänzerin 2013 auf Toilette missbraucht haben

Die Klage richtete sich auch gegen Bishop Don "Magic" Juan, der mit bürgerlichem Namen Donald Campbell heißt und als "spiritueller Berater" von Snoop Dogg bezeichnet wurde. Nach einem Abend in Snoop Doggs Studio im Mai 2013 soll Campbell der Klägerin demnach angeboten haben, sie nach Hause zu bringen. Stattdessen habe er sie aber in seine eigene Wohnung gefahren, wo sie "erschöpft eingeschlafen" sei.

In den frühen Morgenstunden habe Campbell sie zum Oralsex gezwungen. Anschließend habe er sie erneut für ein Vortanzen zu dem Studio gebracht, in dem Snoop Dogg gerade eine Fernsehshow drehte. Sie habe dem "in der Hoffnung" zugestimmt, dass es ihre "Karriere vorantreibt", heißt es in der Klageschrift.

Im Studio angekommen, habe sie sich schlecht gefühlt und sei auf die Toilette gegangen. Laut Klage soll Snoop Dogg die Gelegenheit genutzt haben, um die Tür zur Toilette zu öffnen. Er habe sich zwischen die Toilettentür und die Klägerin gestellt und sie zum Oralsex gezwungen. "Die Klägerin geriet in Panik und hatte schreckliche Angst", heißt es in der Klage dazu. Sie habe sich "an die kriminelle Vergangenheit des Beklagten erinnert" und sich "widerwillig gefügt". Nun soll die Frau Schadenersatz in nicht genannter Höhe fordern.

Snoop Dogg wehrt sich: "Saison der Goldgräberinnen hat begonnen"

Das Promiportal "TMZ" berichtete inzwischen, dass der Rapper die Vorwürfe bestreitet. Nachdem eine private Mediation zwischen den beiden Parteien gescheitert war, verkündete Snoop Dogg am Mittwoch auf der Internet-Plattform Instagram, dass "die Saison der Goldgräberinnen" begonnen habe.

"Seid vorsichtig", riet er seinen Fans in der Nachricht, die mit Emojis eines Polizisten, eines Richters und einer Tasche voll Geld versehen war.

Rapper ist mehrfach juristisch aufgefallen

Snoop Dogg gilt als einer der reichsten Rapper der USA. Der als Calvin Broadus Jr. in der Nähe von Los Angeles geborene Musiker ist bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Er wurde unter anderem wegen Drogen- und Waffendelikten verurteilt. 1993 wurde der Rapper wegen eines Tötungsdelikts angeklagt, jedoch freigesprochen.

Snoop Dogg wurde wiederholt Frauenfeindlichkeit vorgeworfen. In den vergangenen Jahren bemühte sich der 16 Mal für einen Grammy nominierte Musiker aber um ein sanfteres Image.

Super Bowl: Snoop Dogg und Dr. Dre treten auf

Der Auftritt von Snoop Dogg und Dr. Dre (56) in der Halbzeitpause des Super Bowl am Sonntag (13. Februar, Nacht zum Montag MEZ) wird in den USA mit Spannung erwartet. "Wir wollen sicherstellen, dass alle wissen, dass es eine der besten Halbzeitshows aller Zeiten wird", sagte Dr. Dre am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Los Angeles. "Wir werden zeigen, wie professionell und wie großartig wir auf der Bühne sein können und wie aufregend wir für die Fans sind."

Die beiden Musiker sollen die Halbzeitshow im Football-Finale zwischen den Los Angeles Rams und den Cincinnati Bengals gemeinsam mit Eminem, Mary J. Blige und Kendrick Lamar bestreiten. Zum ersten Mal steht die Show komplett im Zeichen von Hip-Hop, R&B und Rap.

Beim Super Bowl handelt es sich um eines der am meisten beachteten TV-Ereignisse der Welt. Die NFL steht derzeit unter Druck, entschieden gegen sexuelle Gewalt einzutreten. Anschuldigungen gegen Spieler wegen sexueller Übergriffe haben üblicherweise deren vorläufigen Ausschluss aus der Liga zur Folge. (dpa/afp/sap/ari)

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