Oprah Winfrey hat genug vom Medienwirbel um ihre Rassismus-Vorwürfe gegen die Mitarbeiterin einer Schweizer Boutique: Nachdem sich die Talkmasterin bei einem Einkauf in einem Geschäft in Zürich aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert gefühlt hatte, entschuldigte sie sich nun öffentlich, dass "die Sache so aufgebauscht wurde".

Zur Erinnerung: Oprah Winfrey - eine der reichsten Medienfrauen der Welt - wollte sich in einer Schweizer Boutique eine Handtasche zeigen lassen. Die Angestellte verwehrte der 59-Jährigen allerdings diesen Wunsch mit dem Hinweis, das umgerechnet 28.000 Euro teure Accessoire wäre zu teuer für die Kundin. Für Winfrey ein klarer Fall von Rassismus: Wegen ihrer Hautfarbe sei die Angestellte davon ausgegangen, dass sie sich die Tasche ohnehin nicht leisten könne.

Der Vorfall ist zwar schon ein paar Wochen her, durch ein Interview Winfreys bei ihrem Talkshow-Kollegen Larry King erlangte er jetzt aber internationale Beachtung. Weltweit griffen die Medien das Thema auf. Für die Schweiz wurde der Vorfall zu einem PR-Desaster.

Die betroffene Angestellte zeigte sich entsetzt über die Vorwürfe und die Besitzerin der Boutique bemühte sich, den Vorfall herunterzuspielen. Sogar die Tourismusbehörde der Schweiz entschuldigte sich offiziell bei Winfrey.

Oprah wollte "kein ganzes Land beleidigen"

Jetzt ist der Trubel auch für Oprahs Geschmack zu sehr ausgeartet: Der Vorfall sei ihr lediglich als erstes eingefallen, als sie gefragt wurde, ob auch sie Opfer von alltäglichem Rassismus geworden sei.

"Es tut mir leid, dass ich gesagt habe, es sei in der Schweiz geschehen", sagte Winfrey am Rande der Premiere des Films "The Butler". Sie habe kein ganzes Land beleidigen wollen, und hätte es auch nicht für nötig gehalten, dass sich eine Behörde bei ihr entschuldige.

Die Talkmasterin erneuerte aber ihren Vorwurf, sie habe sich ob ihrer Hautfarbe herablassend behandelt gefühlt: "Man sollte in einen Laden gehen können, wie immer man aussieht und sagen: 'Ich möchte gern dieses und jenes sehen.' Und das war nicht möglich."

(mom)