Als US-Sängerin Beyoncé Knowles ihr Album "Lemonade" herausbrachte, wurde viel über die Songs gerätselt, die Ehemann und Rapstar Jay-Z schwere Vorwürfe zu machen schienen. Nun gibt er zu, sie betrogen zu haben - und liefert eine Begründung.

Mit Destiny's Child wurde Beyoncé Knowles Ende der 1990er Jahre berühmt. Doch mit Hits wie "Single Ladies" oder der Kollaboration "Crazy in Love" mit Jay-Z, der seit 2008 ihr Ehemann ist, machte sie sich als Solokünstlerin einen Namen.

Das Paar hat drei gemeinsame Kinder, aber ganz so perfekt, wie sie es die Welt immer glauben lassen wollten, scheint ihre Beziehung nicht zu laufen. Das gibt der Rapper und Musikproduzent jetzt im Gespräch mit der "New York Times" zu.

Jay-Z gibt Kindheit Schuld am Seitensprung

Offen wie nie spricht Jay-Z über sein Leben, das nicht immer leicht war. Seine schwere Kindheit in Brooklyn habe bleibende Schäden hinterlassen. Der Vater verließ die Familie früh.

"Du musst überleben. Also gehst du in den Überlebensmodus, und wenn du in den Überlebensmodus gehst, was passiert dann? Du drückst alle Emotionen weg", beschreibt Jay-Z, der mit bürgerlichem Namen Shawn Carter.

"Sogar bei Frauen schaltest du emotional ab, sodass es keine Verbindung gibt", gibt der Musiker zu. "Und dann passieren all diese Dinge: Untreue ..."

Scheidung kam nicht infrage

Trotz der Affäre trennte sich das Paar nicht. Beyoncé Knowles und Jay-Z arbeiteten stattdessen an ihrer Beziehung.

Kein übliches Verhalten, wie der dreifache Vater weiß: "Die meisten Leute gehen und die Scheidungsrate liegt bei 50 Prozent oder so, weil die meisten Leute sich nicht selbst anschauen können."

Das Schwerste sei, "den Schmerz, den du verursacht hast, im Gesicht des anderen zu sehen, und dann musst du mit dir selbst klarkommen. Die meisten Leute wollen das nicht", ist sich Jay-Z sicher. "Man will nicht in sich hineinschauen. Und deshalb geht man."

Therapie und gemeinsame Musik retteten Ehe

Jay-Z begab sich in Therapie und unterstützte Beyoncé auch bei ihrem Album "Lemonade".

Eine schwere, aber auch heilsame Zeit: "Ich bin durch diese Erfahrung so sehr gewachsen, aber ich denke, das Wichtigste ist, dass ich verstanden habe, dass alles miteinander verbunden ist. Jedes Gefühl ist mit etwas verbunden und kommt von irgendwo her." (cf)  © 1&1 Mail & Media / CF