Stars und Scientology: Von Tom Cruise bis Leah Remini

Tom Cruise, John Travolta, Elisabeth Moss: Die umstrittene Glaubensgemeinschaft Scientology hat viele prominente Anhänger - und eine besonders berühmte Aussteigerin. © spot on news

Nicht ganz so mitteilungsbedürftig ist dieser berühmte Scientologe: John Travolta. Auf die kritische Doku "Going Clear" angesprochen, sagte der "Grease"-Star einst in einem Interview mit "Tampa Bay Times", ohne die Methoden von Scientology hätte er den Tod seines Sohnes 2009 nicht überstanden.
Travoltas Ehefrau Kelly Preston hat 2011 im US-Fernsehen über die Geburt von Sohn Benjamin ausgepackt, den sie nach Scientology-Manier bekommen hat: "Silent Birth" nennt sich die Technik, bei der versucht wird, so still wie möglich zu gebären.
Seit 28 Jahren ist "Dharma & Greg"-Star Jenna Elfman Mitglied bei Scientology und steht offen dazu. Sie sei dadurch "energiegeladen, lebendig und glücklich", sagte sie erst im August 2018 dem "People"-Magazin.
"Kuck mal, wer da spricht!"-Star Kirstie Alley ist nach eigener Aussage durch ein Programm von Scientology von ihrer Kokainsucht losgekommen und hat ihr Leben völlig verändert. Im "Big Brother"-Haus 2018 wollte sie Rodrigo Alves trotzdem nicht erklären, was es mit dem Glauben auf sich hat.
Auch Giovanni Ribisi ist Mitglied. Für ihn funktioniere die Philosophie, erklärte der "Sneaky Pete"-Schauspieler 2017 in einem Radiointerview.
"Orange Is the New Black"-Darstellerin Laura Prepon hat 2015 in der Scientology-Zeitschrift "Celebrity Magazine" erzählt, wie sehr ihr die sogenannten "Auditing-Sitzungen" der umstrittenen religiösen Bewegung geholfen haben, zu sich selbst zu finden.
Priscilla Presley, Ex-Frau des verstorbenen Elvis Presley, ist seit mehr als vier Jahrzehnten Mitglied bei Scientology. Einem Bericht im Jahr 2017, sie habe Scientology verlassen, widersprach ihr Sprecher öffentlich.
Musiker Beck bekannte sich 2012 im Interview mit "Vulture" zu Scientology. Er habe dadurch "viele Vorteile".
Schon die Eltern von Schauspielerin Elisabeth Moss waren Scientologen - kein Wunder, dass der "Handmaid's Tale"-Star es auch ist. In der Öffentlichkeit vermeidet sie es jedoch, darüber zu sprechen.
Ebenfalls seit langer Zeit dabei ist Sängerin und Schauspielerin Juliette Lewis. Laut "Scientology – Abuse At The Top", dem Buch einer Aussteigerin, soll sogar ihre Beziehung zu Brad Pitt in den Neunzigern daran gescheitert sein. Er habe demnach zwei "Probetage" absolviert und dann sowohl die Gemeinschaft als auch Lewis verlassen.
Auch in Deutschland hat Scientology prominente Anhänger. Franz Rampelmann wurde durch seine Rolle des Olaf Kling in der "Lindenstraße" bekannt, die er von 1993 bis 2008 spielte. Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" zitierte ihn 2006 mit den Worten: "Ich bin seit fünf Jahren begeisterter Scientologe und finde das klasse."
"King of Queens"-Star Leah Remini war 35 Jahre lang überzeugte Scientologin - bis sie 2013 ausstieg. Danach schrieb sie ein kritisches Buch über ihre Erfahrung mit Scientology. Außerdem produziert sie seit 2016 die Doku-Serie "Leah Remini: Scientology and the Aftermath", die den Methoden von Scientology auf den Grund geht.