Nachdem sich Wolfgang Joop vergangene Woche negativ über den verstorbenen Musiker Udo Jürgens äußerte, war die Empörung unter den Fans groß. Jetzt hat sich der Designer und "Germany's next Topmodel"-Juror entschuldigt.

"Diese Altfrauenemotionalität, wenn er als Womanizer mit gefärbtem Haar an seinem Acryl-Klavier saß, entsetzlich." Das sagte Designer Wolfgang Joop vergangene Woche über den verstorbenen Udo Jürgens und löste damit Entrüstung bei den Fans aus, die ihrem Unmut auf Twitter Luft machten. Nun rudert Wolfgang Joop zurück: Im Interview mit dem Boulevardblatt "Bild" erklärte er, er habe das nicht so gemeint. Ein Fan sei er trotzdem nicht.

"Ich habe nur zum Künstler Udo Jürgens meine Meinung gesagt und wollte natürlich nicht die Würde eines Verstorbenen verletzten", sagte Joop. Er komme aus der gleichen Generation wie der Sänger und wollte nur deutlich machen, dass es auch andere Musik gebe und nicht alle Udo-Jürgens-Fans gewesen seien. "Man darf doch wohl noch einen anderen Musikgeschmack haben!"

"Ich fand Protestsänger-Rolle nicht glaubwürdig"

Des Weiteren erweckte Joops Äußerung, dass ihn Jürgens nach Klamotten gefragt habe, bei manchen den Eindruck, dass er Anzüge vom Designer erbetteln wollte. Das war offenbar nicht Joops Absicht: "Udo hatte mich damals nach Anzügen aus meiner ersten Herren-Kollektion für ein Plattencover gefragt und ich habe ihm welche schicken lassen", erklärt er.

Auch wenn sich Wolfgang Joop jetzt entschuldigt hat, ein Verehrer von Jürgens' Musik wird aus ihm wohl nicht mehr. "Ich fand die Protestsänger-Rolle, in die sich Udo begeben hat, bei ihm nicht glaubwürdig. Da war mir Cat Stevens näher". (abi)