Diese Frau sorgt derzeit weltweit für heftige Diskussionen: Lehrerin Annegret Raunigk ist 65 Jahre alt und bereits 13-fache Mutter – und jetzt mit Vierlingen schwanger. In der RTL-Sendung "Extra" sprach die die Lehrerin nun über ihre Entscheidung und verteidigte sie.

Was bringt eine 13-fache Mutter dazu, sich mit 65 Jahren künstlich befruchten zu lassen um noch einmal schwanger zu werden? Purer Egoismus oder doch besonders große Mutterliebe? Dieser Frage wollen Birgit Schrowange und ihr Team auf den Grund gehen. Am Montagabend zeigte RTL, das sich die Exklusivrechte an der Geschichte gesichert hat, im Rahmen der Sendung "Extra" ein Interview mit der Berliner Lehrerin, die derzeit die Gemüter erhitzt.

Soviel sei schon mal gesagt: Egoistisch findet Raunigk ihre Entscheidung nicht. Immer wieder pocht sie drauf, dass es schließlich ihr Leben sei, über das nur sie allein zu bestimmen habe. Fast schon trotzig wirkt die Alleinerziehende dabei. Vor den Belastungen, die auf sie zukommen werden, habe sie keine Angst. Oder blendet sie sie einfach nur aus? Die Aussicht, sich mit 70 um vier Kleinkinder zu kümmern, schreckt sie nicht. Auf die Frage, ob sie denn vorgesorgt hätte, antwortet sie: "Das werde ich tun. Denke ich mal." Die Verantwortung mit einem Mann teilen kann sich Annegret Raunigk nicht. Die Lehrerin lebt allein: "Meine Erfahrungen mit Männern waren immer die, dass es immer der falsche war."

Offen erzählt Raunigk, dass ihre späte Schwangerschaft das Ergebnis einer künstlichen Befruchtung ist. In Deutschland verboten, hat sie die sie eine In-vitro-Fertilisation, bei der sowohl die Samen- als auch die Eizellen von Spendern stammen, in der Ukraine durchführen lassen. Alle vier befruchteten Eizellen, die ihr eingepflanzt wurden, entwickelten sich zu Embryos.

Der wirkliche Grund für diesen doch drastischen Schritt wird allerdings nicht ganz klar. Raunigk erklärt zwar: "Meine jüngste Tochter wollte noch unbedingt ein Geschwisterchen haben." Doch dass der Wunsch einer Neunjährigen der alleinige Antrieb war, ist schwer zu glauben. So ganz unbeschwert geht die kleine Lelia auch nicht mit der Aussicht auf den Familienzuwachs um. Auf die Nachricht, dass sie gleich vier neue Geschwister bekommt, regierte sie nach eigenen Angaben erstmal "geschockt". Und auch der Hinweis des Arztes, dass ihre Mutter vielleicht bald nur noch liegen darf, scheint das Kind zu entsetzen. (dh)