Bei "Austria's Next Topmodel" werden diesmal die Trennlinien zwischen den Geschlechtern aufgebrochen: Sowohl beim Fotoshooting als auch beim Walk sollen sich die Kandidaten androgyn geben. Außerdem kriegen die Models eine Glatze verpasst, während Angelinas Körperumfang Kummer macht.

Papis Loveday zeigt seinen Schützlingen provokativ grinsend einen Rasierer und fährt sich damit über den Kopf. Was plant der Modelcoach für das heutige Fotoshooting? Richtig: Er will kein gutes Haar an seinen Kandidaten lassen.

Den skeptischen Blicken darf schnell Erleichterung folgen: Natürlich soll den Models kein Haar gekrümmt werden – beziehungsweise: gekrümmt schon, abrasiert aber keins. Die Glatze, die die potentiellen Topmodels zur Schau tragen sollen, wird von der Maske angefertigt und übergestülpt.

Sei weiblich, Mann!

Überhaupt steht die jüngste Folge von "Austria's Next Topmodel" ganz im Zeichen der Verwandlung: Wenn sie nicht gerade nach Lolli aussehenab, sollen die Models diesmal androgyn, also zweigeschlechtlich wirken. Wir lernen: Es ist eine haarscharfe Linie zwischen männlichem und weiblichem Auftreten.

Feucht-fröhlich geht es in der aktuellen Folge von "Austria's Next Topmodel" zu: Beim sinnlichen Shooting im Weinkeller trinken manche Kandidaten lieber den Alkohol, als ihn wie gedacht für das Bild einzusetzen. Außerdem wird ein Mensch aus der Vergangenheit wieder ins Boot geholt.

Das merkt vor allem Maximiliano, der sich prompt mit der Fotografin und der Jury in den Haaren liegt. Richtig gequält wirkt er, wie er da räkelnd nach verbrauchtem Glamrock-Star aussehen soll. Als Inspiration werden David Bowie und Patti Smith genannt – nur leider weiß von den Kandidaten keiner, wer das überhaupt sein soll.

Auch Melisa tut sich schwer damit, etwas Männlichkeit auszustrahlen. Die Jury versucht, sie etwas aus der Reserve zu locken: Sie soll Moderator Michael mit einem herzhaften "Fuck You" anschreien, aber sie kommt sich dabei eher albern vor. Dabei hat die gute Frau doch sonst immer Haare auf den Zähnen!

Zu breit für Madrid

Immerhin brauchen sich die anderen keine grauen Haare wachsen zu lassen: Da läuft die Sache so rund, dass gleich drei der Kandidaten nach Madrid eingeladen werden, um dort bei zwei internationalen Modelagenturen vorzusingen.

In Spanien müssen Angelina, Katja und Fabian aber schnell feststellen, dass es noch ein weiter Weg ist bis zum Profi-Dasein. Die Agenten raufen sich ob der schlechten Vorbereitung der Models die Haare: Fabian kann nur ein paar Brocken Englisch radebrechen und sich kaum unterhalten, während die Mädels nicht einmal in High Heels auftauchen.

Am ernüchterndsten ist der Trip für Angelina: Deren Hüftumfang wird mit 97cm als ganze sieben Zentimeter zu hoch eingestuft. Sie soll sich wieder melden, wenn die Modelmaße passen. Resigniert plant sie schon ein sparsames Mittagessen mit nur einem Salatblatt ein, aber Jurorin Melanie stehen aufgrund der Einschätzung die Haare zu Berge: Angelina hat eine Topfigur, bestätigt sie, aber sie muss eben die Muskulatur noch festigen.

Ein Bussi für die harte Jury

Auch der Walk zum Schluss steht unter androgynem Stern: Die Kandidaten müssen einmal in Männerkleidung und einmal in Frauenklamotten laufen. Freilich findet die Jury auch diesmal wieder bei so ziemlich jedem ein Haar in der Suppe: Zu wenig dies, zu viel das, überhaupt und gar nicht fabulous.

Vor allem die Begründung, warum Katja diesmal wackelt, ist arg an den Haaren herbeigezogen: Ihr Fotoshooting war toll, und dass sie nach Madrid eingeladen wurde, ist auch super – aber ein Topmodel soll ja nicht nur in Spanien arbeiten, sondern international. Hm, was genau hätte Katja also anders machen müssen …?

Nach ein wenig Haarspalterei über die Anzahl an Facebook-Likes steht der diesmalige Verlierer aber schnell fest: Es ist Maximiliano, der bei den Fotoshootings einfach nie locker genug ist und seine Ausstrahlung verliert. Er findet seinen Rauswurf ungerecht, umarmt aber die Jury dennoch. Papis kriegt sogar ein sanftes Küsschen von ihm. Na bitte, geht doch androgyn!