"Bares für Rares": Dieses ausgefallene Collier war eine echte Seltenheit!

Oft ist es "Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter, der sofort Feuer und Flamme für die mitgebrachten Objekte ist. Bei einer Kette geriet aber eine der sonst eher kühlen Expertinnen ins Schwärmen.

Beim Seitenblick auf seine "Bares für Rares"-Expertin ahnte Horst Lichter bereits: "Das scheint was Gutes zu sein." Denn Dr. Heide Rezepa-Zabel sog das Schmuckstück direkt in sich auf, so begeistert war sie ...
Rezepa-Zabel begann zu schwärmen: "Das ist wunder-, wunderschön, wirklich!" Sie erkannte darin die Cannetille-Technik, die um 1820 sehr gefragt war.
Aus dem Gold wurden damals Drähte geformt, aus denen wiederum kleine Bienenkörbe und Blütenranken gebildet wurden. Die Expertin war hin und weg: "Sieht sehr, sehr filigran aus. Es ist wunderbar gestaltet."
"Herrlich! Wunderbar zart! Und es passt hervorragend zusammen mit diesem schönen, satten, tiefen 18-karätigen Gold", erklärte Rezepa-Zabel, der auch die Auswahl der funkelnden Chrysoberylle gefiel.
"Wow! Ich habe selten meine Frau Doktor so euphorisch erlebt bei einem Schmuckstück", meinte Horst Lichter. Einziger Nachteil: Das Collier gehörte wohl ursprünglich zu einer sogenannten "Grand Parure", zu der noch mehr Teile gehörten. Wären Armband, Brosche und Co. ebenfalls vorhanden, wäre das Konvolut ein Vermögen wert!
Denn auf Auktionen werden dafür heutzutage bis zu 12.000 Euro bezahlt! "Nein!", stockte Horst Lichter der Atem. Für das einzelne Collier wären jedoch trotzdem bis zu 2.400 Euro drin, erklärte die Expertin.
Fabian Kahl (Mitte) erkannte zumindest den Seltenheitswert: "Sehr ausgefallen. Das ist mal ein Entwurf, den man nicht jeden Tag sieht." Ludwig Hofmaier (rechts) war ebenfalls im Rennen: "Das ist auf jeden Fall ausgesprochen schön."
"Das ist sehr gefragt derzeit", zeigte auch Susanne Steiger großes Kaufinteresse. Schnell wurden die Gebote vierstellig - damit war der Wunschpreis schon erreicht.
"Ich hab mit viel weniger gerechnet", freute sich Frau Boos-Krüger über die Summe von 1.700 Euro, die Susanne Steiger am Ende zahlte.
Mit 350 Euro in der Tasche ging der Verkäufer eines Porzellan-Adlers nach einem Entwurf von Anton Büschelberger nach Hause.
Ein altes Taufkleid von 1870, das handgenäht, aber leicht beschädigt war, begeisterte die Händler ebenfalls und holte 100 Euro.
550 Euro gab es für ein beschädigtes Ölgemälde von Willy Herrmann aus den 30er-Jahren.
Zwei Designer-Stühle, sogenannte Diamond-Chairs aus den 70er-Jahren, brachten leider nur 650 Euro ein.
Und für ein russisches Silber-Milchkännchen mit Elfenbeingriff von 1835 zahlten die Händler 450 Euro.