"Bares für Rares": Diese Designer-Sessel waren eine Geruchsbelästigung!

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Horst Lichter bewies bei "Bares für Rares" schon oft ein feines Näschen. Diesmal wurde das Riechorgan des Kultmoderators aber übel beleidigt.

Rote Sessel, eigensinnige Form - "dass das Dinger sind von nem Designer, das ist mit Sicherheit klar", vermutete "Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter in der Montagsausgabe seiner Show. Doch irgendetwas hielt ihn auf Abstand ...
"Ja!", kam die überraschende Antwort des Verkäuferpaares Bettina und Frank Högemann aus Oldenburg. Zu Hause war nur kein Platz mehr, weil das Enkelkind eine Spielecke bekommen sollte.
Die Högemanns hatten die 70er-Jahre-Möbel erst kürzlich nach einer Haushaltsauflösung geschenkt bekommen. Die Trennung fiel dadurch recht leicht, auch wenn es sich um den berühmten Etcetera Chair des schwedischen Designers Jan Ekselius handelte.
Das lag vielleicht auch am unangenehmen Geruch, den der Experte Colmar Schulte-Goltz offen ansprach: "Sie werden aus den 70er-Jahren stammen. Sie riechen jedenfalls danach, wenn man der Wolle bisschen nahe kommt."
Dieser Eigengeruch des Materials war jedoch typisch und sollte sich nicht auf den Preis auswirken. Frau Högemanns Wunsch: "800 Euro wär schon super." Der Experte verdoppelte sogar auf bis zu 1.600 Euro. Horst Lichter musste sich setzen: "Leck mich de Söck!"
Esther Ollick und Jan Cizek saßen erst mal Probe. Cizek: "Das ist aber schön!" Ollick: "Da geht was!" Cizek: "Esther, das ist unsere Ware!" Die Duellanten standen fest. Der strenge Geruch schien im Händlerraum zu verfliegen.
David Suppes sah einen tollen Kaufpreis vorher: "Sie haben Glück heute, dass genau die richtigen Händler da sind."
920 Euro und damit mehr als erhofft gab es von Jan Cizek, der sich über den Kauf riesig freute: "Kann sein, dass ich die wirklich selber erst mal behalte!"
Mehr als vom Experten geschätzt gab es für eine Lobmeyr-Vase mit Emaille-Malerei aus dem Jahr 1875, nämlich 500 Euro.
Für 1.210 Euro wechselte ein Goldarmband aus Italien aus den 50er-Jahren in Händlerhände.
Für 1.300 Euro kauften die Händler ein gut restauriertes Ölgemälde von Édouard Alexandre Sain von 1890.
Ebenfalls begeistert waren sie von einem Werbeaufsteller für Micky Maus Hefte aus den 80er-Jahren. Dafür gab es 190 Euro.
Und ein Surtout de table aus dem Jahr 1910 aus Silber mit einem Glaseinsatz verdoppelte mit 610 Euro fast die Expertise.