"Bares für Rares": Goldarmband glänzt mit dem gewissen Etwas

Einst vor dem Einschmelzen bewahrt, nun der Renner bei "Bares für Rares": Ein Goldarmband versetzte die Händler in der Freitagsfolge in Ekstase.

Horst Lichter krallte sich gleich das kleine Schmucksäckchen, das ihm Andrea Bettendorf zu "Bares für Rares" mitgebracht hatte. "Ich war beim Juwelier, der wollte es einschmelzen. Aber dafür war es mir zu schade." Gut gemacht, denn in der Trödel-Show wurde das Schmuckstück zum Star ...
Die Krankenschwester aus Köln erzählte weiter: "Das hab ich von meiner Oma geschenkt bekommen. Die ist in den 60er-, 70er-Jahren nach Amerika ausgewandert."
Die US-Herkunft bestätigte auch Wendela Horz: "Dieser Schmuck kommt aus Amerika, aber er ist eher auf europäische Art und Weise gefertigt." "Hui!", freute sich Horst Lichter auf weitere Erkenntnisse über das ungewöhnliche Armband.
Also fuhr die Expertin fort: "Die Verarbeitung ist recht gediegen, weil man hier mit dieser Oberfläche Natur-Nuggets imitiert." Das Tolle daran: "Echte Natur-Nuggets sind deutlich teurer als einfach nur Gold."
Klang nach viel Barem für die Verkäuferin, die bereits Pläne hatte: "Mein Sohn wird 18 dieses Jahr, und da brauch ich ein bisschen Geld." Wendela Horz gab grünes Licht für die Party-Planung: "700 bis 800 Euro, das ist realistisch."
Mussten nur noch die Händler Interesse am Goldarmband haben. "Am besten ist natürlich immer so ein Duell zwischen den Händlern, dass es jeder haben möchte und der Preis damit in die Höhe geht", hoffte Frau Bettendorf.
Elke Velten stieg beim Anblick der Gold-Nuggets direkt hoch ein: "Ich starte mal mit 500 Euro." Ihr Sitznachbar David Suppes hielt dagegen: "Also, bei 600 bin ich auch noch dabei." Wer noch?
In Zehnerschritten ging es weit über den Schätzpreis hinaus, bis David Suppes mit 920 Euro der Höchstbietende war. Seine Kollegen gaben sich geschlagen: "Wenn drei sich streiten, freut sich dann am Ende nur einer."
Ohne Streit verlief der Verkauf eines Gemäldes von Carl Jordan aus dem Jahr 1920 für 825 Euro.
Eine Silberschale mit Glaseinsatz von 1910 kam zwar ungeputzt daher, erzielte aber trotzdem 730 Euro.
Und eine hübsche Tischuhr aus dem Schwarzwald von 1890 erzielte 300 Euro.