"Bares für Rares": Horst Lichter wittert wertvollen Schatz

Die größten Schätze sind meist in den kleinsten Kästchen versteckt - deshalb kann eine unscheinbare Verpackung den "Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter nicht täuschen. Am Freitag bewies er mal wieder das richtige Näschen.

Deshalb gab Horst Lichter die Schmuckschatulle an Dr. Heide Rezepa-Zabel weiter, "damit wir mal das Geheimnis lüften in dem Kistchen".
Und dann war es so weit. "Uiuiuiuiuiui, das gefällt mir tatsächlich gut", verfehlte die Bling-Bling-Brosche ihre Wirkung nicht. Der Moderator war aus dem Häuschen. Aber warum sollte sie weggeben werden?
"Uns war die immer zu wertvoll. Wir haben immer Angst gehabt, wir würden die verlieren", deshalb blieb die Brosche jahrelang ungetragen im Safe liegen. Da war Frau Zimmermann ein bisschen Bares eben lieber.
Eindeutig zu schade für das funkelnde Schmuckstück, das mit Diamanten im Brillantschliff und Altschliff besetzt war. Die Expertin erklärte: "Früher hat man mehr auf Glanz gesetzt."
Unglaubliche 2,75 Karat strahlten hier um die Wette. Die Brosche selbst bestand aus 750er-Weißgold. Doch es gab einen Haken: "Der Markt ist nicht ganz offen für 70er-Jahre Weißgold-Schmuck."
Rezepa-Zabel legte sich fest: "1.200 bis maximal 1.400 Euro." Horst Lichter gab Frau Zimmermann noch einen Tipp für den Händlerraum mit auf den Weg: "Lass dich nicht bequatschen, dass es zu billig wird."
Zum Quatschen kamen die Händler jedoch gar nicht, so beeindruckt waren sie von der Brosche. "Was kleines Feines", lautete der erste Eindruck von Fabian Kahl (Mitte). "Brillanten, Weißgold ..."
Das erkannte Walter Lehnertz (links) sogar aus der Ferne: "Und davon jede Menge!" Das erste Gebot gab Susanne Steiger ab: "Ich starte mit 1.200." Damit war der Schätzpreis auf Anhieb erreicht.
"Ich würde auch 1.500 geben", war es jedoch Fabian Kahl, der sich die Brosche nicht mehr nehmen lassen wollte. Denn er hatte bereits große Pläne: "Ich bau die völlig auseinander. Das werden ganz schöne einzelne Schmuckstücke." Frau Zimmermann war zufrieden mit dem Deal.
Die Händler zeigten sich auch bei den anderen Raritäten recht großzügig: 110 Euro gaben sie für eine vergoldete Schallplatten-Münze von Ivan Rebroff aus dem Jahr 1972 aus. Das war fast der doppelte Schätzpreis.
Auch die Porzellanfigur "Das Schäferstündchen" von 1944 aus dem Hause Rosenthal verdoppelte die Expertise fast und holte 210 Euro.