"Bares für Rares": Diese opulente Lampe wurde zum "Ladenhüter"

Elco Van Leijden aus Klagenfurt hatte ein absolutes Unikat mit zu "Bares für Rares" gebracht. Sein ausgefallenes Art-Déco-Objekt sorgte für große Begeisterung bei Experte Albert Maier und Moderator Horst Lichter - die Händler waren allerdings zurückhaltend ... © 1&1 Mail & Media/teleschau

"Respekt! Was für ein tolles Teil!" Horst Lichter hatte in der Mittwochsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" allen Grund zur Freude. So eine Lampe hatte er noch nicht gesehen. Und auch sein Experte Albert Maier staunte nicht schlecht angesichts der tollen Art-Déco-Leuchte. Nur bei den Händlern hatte der Verkäufer schlechtere Karten ...
"Diese Lampe ist eine Granate!" Lichter war so begeistert von dem guten Stück, dass er gleich als Experte weiter redete: "Also, wenn das kein Art Déco ist, dann gibt es das nicht mehr!" Da hatte Lichter recht. Die Stilrichtung stimmte. Fast hätte der Moderator die Lampe selbst erworben: "Die ist der Hammer, so riesig und martialisch!"
Als der wahre Experte Albert Maier zu Wort kam, war auch er kaum zu bremsen. So war auch er von der Opulenz der formschönen Leuchte beeindruckt. "Diese Lampe ist nicht in der Fabrik produziert worden. Hier handelt es sich um ein absolutes Einzelteil, um eine Auftragsarbeit. Und die ist sensationell gelungen!"
Als Lichter das Alter der Lampe (1920-1930) erfahren hatte, wollte er noch den Designer erfahren. Doch auch Experte Maier hatte keine Hinweise auf einen Hersteller gefunden. Die Auftragsarbeit hatte keine Signatur. Das minderte jedoch nicht den Wert. Verkäufer Elco Van Leijden aus Klagenfurt wollte 800 Euro, doch Maier schätzte weit höher.
"Mir gefällt diese wunderschöne Lampe wirklich sehr gut und ich schätze den Preis auf 1.200 bis 1.500 Euro. Wäre sie in einem besseren Zustand, würde ich noch wesentlich höher gehen im Preis", deklarierte Experte Maier. Der Verkäufer freute sich riesig. Doch eigentlich hatte er mit so einem hohen Preis schon gerechnet, verriet er Horst Lichter.
Händler Walter Lehnertz (links) fand die Lampe "bärenstark", für Elke Velten war sie "opulent" und für den Verkäufer war sie nach eigener Aussage "sehr schwer". Doch Lehnertz hatte ebenfalls Kritikpunkte: die Schäden, die beim Transport aus Klagenfurt passiert waren, fand er besonders "unschön". Wenigstens gab es aber die originalen Teile noch.
Während Wolfgang Pauritsch (links) noch über den wundersamen österreichisch-holländischen Akzent des Verkäufers rätselte, war sein Händlerkollege Julian Schmitz-Avila (Mitte) schnell mit einem ersten Gebot: 250 Euro. Doch Pauritsch zog mit auf 300 Euro und Elke Velten erhöhte auf 350 Euro. In 50er-Schritten hatte Velten schnell 510 Euro erreicht.
Nach einer kleinen Verschnaufspause musterte Schmitz-Avila die Lampe nochmal und hatte eine Idee: "Die sähe toll in deinem neuen Geschäft aus, Elke!" Das sah Pauritsch ähnlich und auch Christian Vechtel fügte hinzu: "Die feine Art-Déco-Leuchte soll mal nach Bonn gehen, zu Elke in den neuen Laden!" Und so bot keiner höher als Veltens letztes Gebot.
Doch das letzte Gebot von Händlerin Velten lag knapp 1.000 Euro unter der Expertise. Und die Schmerzgrenze von 800 Euro des Verkäufers war auch noch weit unterboten. Dennoch stimmte Elco Van Leijden zu: "Mit nach Hause kann ich das schwere Stück nicht mehr nehmen!" Velten lächelte siegessicher und meinte: "Mir helfen die Kollegen!"
Ebenfalls über den Händlertisch gingen vier russische Wodkabecher aus dem 19. Jahrhundert. Den Zuschlag erhielt Händler Christian Vechtel bei 350 Euro. Expertin Wendela Horz hatte den Wert nur auf 150 bis 200 Euro geschätzt.
Für knapp 1.000 Euro über der Expertise wurde eine außergewöhnliche Singvogel-Spieluhr mit echten Kolibri-Federn verkauft. Wolfgang Pauritsch zahlte 2.500 Euro für das besondere Stück. Experte Sven Deutschmanek hatte die Spieldose aus Silber "nur" auf 1.200 bis 1.500 Euro geschätzt.