"Bares für Rares": Das war der Rolls Royce unter den Taschenuhren!

Auf seltsamen Wegen kam ein Taxifahrer zu einer ungewöhnlichen Uhr. Bei "Bares für Rares" wurde sie zum Trödel-Hit.

Der Kölner Taxifahrer Wilhelm Wagner erzählte seine kuriose Geschichte: "Morgens um fünf Uhr kommt ein älterer Herr zu mir ins Auto und sagt: Können Sie mich nach Frankfurt fahren?" Das Ungewöhnliche an dem Angebot: Statt Geld sollte er dafür eine goldene Rolex bekommen!
Jetzt sah es auch Horst Lichter: "Ist das ne Rolex?" Colmar Schulte-Goltz bestätigte die renommierte Marke. Die Uhr an sich war eher nied­rig­prei­sig: "Es ist eigentlich ein relativ einfaches Werk. Ein schlichtes Werk." Trotzdem war sie einmalig auf der Welt.
Denn: "Hier geht es um Rolls Royce! Das Ganze ist eine Widmung von 1940. Das macht es eigentlich für mich spannend und interessant." Der Experte vermutete, dass die Taschenuhr damals beim Kauf eines Luxus-Wagens als Dankeschön überreicht wurde.
Das erklärte auch die Goldplattierung statt komplettem Gold als Material: "Es sind zehn Karat Gold, die hier aufgebracht sind. Eine sehr hochwertige Art der besonderen Vergoldung."
Trotzdem: Wann findet man schon mal Rolex und Rolls Royce in einem Objekt vereint? Herr Wagner hatte eine bescheidene Preisvorstellung: "Unter 150 Euro würd ich sie nicht verkaufen." Horst Lichter wünschte ihm weit mehr: "Du musst ja noch das Taxigeld kriegen, mit Verzinsung!"
Colmar Schulte-Goltz war ganz bei Horst Lichter: "Hier geht es um den Liebhaberwert." Der sollte bei bis zu 520 Euro liegen. Der Wahnsinn für den Taxifahrer aus Köln!
Gleich sollte er sich noch mehr freuen! "Na sauber! Da steht Rolex drauf!", startete Wolfgang Pauritsch (links) gleich mit einem super Gebot. "500! Obwohl sie nur vergoldet ist!"
Ging da noch mehr? "Ich denke, für Sammler ist diese Kombination von Rolex und Rolls Royce interessant", weckte Herr Wagner das Kaufinteresse von Walter Lehnertz. 780 Euro war dem Händler aus der Eifel die Uhr wert: "Meine erste Rolex-Taschenuhr!" Der Taxifahrer freute sich riesig über die Scheine: "Fantastisch!"
Einen grünen Schein bekam auch der Verkäufer eines Schuco-Clowns von 1950: 100 Euro brachte das alte Spielzeug ein.
Der Schätzwert der Meissener Porzellan-Elster aus den 30er-Jahren lag im vierstelligen Bereich. Die Händler rückten aber nur 950 Euro raus.
Ein Display zur Kriegsfinanzierung der Aktion "Gold gab ich für Eisen" von 1913 holte 500 Euro.
Und ein elegantes 70er-Jahre Diamant-Armband aus Weißgold übertraf mit 1.100 Euro den Schätzwert.