"Bares für Rares": Seltene Lampe mit Wahnsinns-Geschichte

Die "Bares für Rares"-Hallen des Pulheimer Walzwerks erlebten am Freitag einen höchst glanzvollen Moment. Denn eine einzigartige Lampen-Kreation erleuchtete nicht nur Horst Lichter und seinen Experten, sie zog auch den Händlern ordentlich Bares aus der Tasche.

Uli Sürth aus Königstein machte sich auf den Weg ins Pulheimer Walzwerk, um seine pompöse Leuchte zu verkaufen. "Von der Größe her war die entweder für ein Riesen-Wohnzimmer oder eher für Geschäftsräume gedacht", war Horst Lichter sichtlich beeindruckt.
Herr Sürth fing an, ein wenig über die Herkunft zu erzählen: "Der Kronleuchter ist aus dem Nachlass von meinem Schwager". Und der hatte ein Hotel. Dort hing die Deckenleuchte. Jetzt sollte der Erlös für eine kleine Gedenkfeier verwendet werden.
"Kunstvoll und aufwendig", war der erste Eindruck des Experten Sven Deutschmanek. Denn sämtliche Glaselemente wurden einzeln produziert und anschließend aufgehängt. Damit war die Lampe ein Unikat.
Noch dazu war die Deckenleuchte ein Design aus den Kalmar-Werken aus Wien. Der namhafte Hersteller machte sie "super gut verkäuflich".
Das fand auch Horst Lichter: "So ein Apparat kostet neu ein mittelschweres Vermögen, und wenn das jemand haben möchte, muss er auch bereit sein, dafür Geld zu geben."
Sven Deutschmanek schätzte den Wert auf 800 bis 1.000 Euro. Doch vielleicht ging noch mehr, denn der Verkäufer hatte noch ein Ass im Ärmel.
Ob er das aber überhaupt brauchen würde? Fabian Kahl (l.) war schon beim ersten Blick auf die Deckenleuchte hin und weg: "Die ist super! Cool gemacht! Und die Birnen find ich auch super gewählt."
Den guten Verkaufswert erkannte auch Wolfgang Pauritsch (l.): "Diese Lampe kann man als Unikat anbieten!"
Trotzdem rückte Herr Sürth noch mit seiner Sensation heraus, um mehr Bares zu holen: "Eins davon hängt auf der Queen Mary II, eins im Kreml in Moskau und eins im Khalifa in Dubai." Julian Schmitz-Avila war beeindruckt: "Und eins davon im Pulheimer Walzwerk."
Für 1.400 Euro schnappte sich Fabian Kahl das tolle Stück. "Wer hat schon eine Lampe, die im Kreml hängt, Fabian!", freute sich Pauritsch für den Kollegen. "Wahnsinn, ne?", war der Händler selbst ganz entzückt.
Ebenfalls verkauft wurde in der "Bares für Rares"-Ausgabe vom Freitag ein Fahrner-Amulett mit einem Goldcitrin inklusive Silber-Kette von 1935 für 300 Euro.
Und ein altes Quartettspiel aus dem Jahr 1914 von J. Waldkirch & Co. erzielte 60 Euro.