"Bares für Rares": Silberbesteck offenbart Makel, der zum Trumpf wird

Ein Tafelsilber in der Montagsausgabe von "Bares für Rares" war in tadellosem Zustand, hatte aber einen Makel - der sich für einen der Händler aber als Vorteil erwies!

"Da hat aber einer geerbt! Mein Gott im Himmel du!", kriegte sich Lichter gar nicht mehr ein. Tatsächlich war das Besteck das Erbe von Martin Wulffs Mutter, die es 1958 zur Hochzeit geschenkt bekommen hatte.
Das Paar aus Bad Aibling wollte damit Bares für eine Bali-Reise erzielen. Horst Lichter sah darin kein Problem: "Das ist picobello, wie ich das so sehe."
Die Expertin Wendela Horz sah sich das Silber vom Modell "Chippendale" aus dem Hause Wilkens genauer an. Es bestand aus jeweils zwölf Teilen Dessert-, Vorspeisen- und Tafelbesteck und war in gutem Zustand.
"Dieses Muster ist eines der am häufigsten verkauften Besteckmuster überhaupt bei uns in Deutschland", erklärte die Expertin. "Dieses Besteck kostet neu deutlich über 16.000 Euro." Wow! Damit hatte keiner gerechnet.
Das vorliegende Familiensilber war jedoch nur bis zu 2.000 Euro wert. Fast ein Schnäppchen, verglichen mit dem Neupreis.
Denn so erstklassig das Besteck auch war, es hatte einen Haken: die eingravierten Initialen "DS". "Aber es zeugt eben von der Geschichte dieser Teile", redete Wendela Horz sich den massiven Nachteil schön - nicht ahnend, dass genau das gleich ein Vorteil werden sollte.
"Ich und meine Frau heißen Daniel und Silke", entdeckte Daniel Meyer die Buchstaben sofort und war ganz aufgeregt. Wenn das mal nicht das perfekte Besteck für daheim war! Die Begeisterung sprang auf seine Kollegen über: "Na, mal schauen, wie viel dir das dann wert ist!"
"Ich seh das ja schon zu Hause liegen", wurde Meyer ganz hibbelig. Für 1.450 Euro bekam er den Zuschlag. Ein super Glücksfall auch für Herrn Wulff, denn damit war der Urlaub gesichert: "Sehr gut. Optimal gelaufen."
Auch für die anderen Verkäufer lief es am Montag bei "Bares für Rares" gut: Eine goldene Brosche mit Altschliff-Diamanten von 1890 brachte 500 Euro.
Eine alte Schildkröt-Puppe aus den 1950er-Jahren holte 100 Euro.
Und eine Box mit Parfümfläschchen aus den 1850er-Jahren aus Paris erzielte stattliche 550 Euro.