Besitzer-Paar ist völlig baff: Collier übertrifft alle Erwartungen

Der Rat von Wendela Horz ist manchmal eben Gold wert. An diesem Donnerstag auf alle Fälle, denn der Wunschpreis der Verkäufer stellte sich als allzu bescheiden heraus. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Das Ehepaar Uschi und Alfons Heuser wollte vom "Bares für Rares"-Team wissen, wie alt ihr Schmuck war, aus welchem Material er bestand und - natürlich - was er wert war. Insbesondere die Antwort auf die letzte Frage sorgte in der Donnerstagsfolge für eine Sensation. Im Händlerraum ging das Spektakel weiter: Das Verkaufsgespräch wurde kurzzeitig skurril!
Die Eheleute aus Mönchengladbach hatten ein goldenes Collier dabei. "Liebe Wendela, Bicolor", versuchte sich Horst Lichter als selbsternannter Experte. Das kennt man vom Moderator. Ebenso bekannt ist, wie oft er am Versuch einer Expertise scheitert. Zum Glück attestierte Schmuck-Expertin Wendela Horz. Sie wusste: "Tricolor".
"Ich sehe nur zwei Farben", warf Horst Lichter ein. Wendela Horz zeigte dem Moderator geduldig die dritte, sodass dieser kleinlaut einräumen musste: "Ich brauche eine neue Brille." Nicht nur aufgrund ihrer Adleraugen in Sachen Farbvielfalt war der Rat der Expertin an diesem Tag besonders wertvoll. Das Ehepaar aus Mönchengladbach ahnte nicht, welchen Schatz es hütete.
Wie ein Zopf sei die Schlauchkette aus drei Ketten geflochten, wusste Wendela Horz. Am Verschluss sei diese Art von Schmuck besonders anfällig für Defekte. Umso bemerkenswerter fand die Expertin, dass das Mitbringsel komplett intakt war. Horz taxierte die Herstellungszeit auf die 1970er- oder 80er-Jahre.
1.200 Euro lautete die endgültige Verkaufspreisempfehlung von Wendela Horz. Das Paar machte große Augen - und Horst Lichter freut sich mit. "Dieses euphorische Gefühl gebe ich euch mit in den Händlerraum", verkündete er feierlich. "Und knallhart verhandeln! Wehe, ihr gebt das billig weg!"
Im Händlerraum ging es ebenso überraschend zu wie davor am Expertentisch. Für die ungeahnte Wendung im Verkaufsgespräch sorgte der Gatte. So kam es zu einem der kuriosesten Momente in der Geschichte von "Bares für Rares". Doch der Reihe nach.
"Sehr hübsch", fand Fabian Kahl (Mitte) das Collier. Noch schöner fand er, dass es ungetragen im Tresor lag. "Daher ist es gut in Schuss." Daniel Meyer (links) dozierte, derart geflochtener Golddraht sei "eine ganz alte Technik, die schon vor 2.000 Jahren eingesetzt wurde". Kahls Reaktion: "Ja, mein Armband ist auch von vor 2.000 Jahren."
Daniel Meyer wog das Schmuckstück und las ab: "41,6 Gramm". Uschi Heuser erkundigte sich: "Ziemlich leicht, oder?" Elke Velten beruhigte sie: "Nein, das ist für ein Collier ausreichend." Als Schulnote wäre "Ausreichend" das falsche Urteil gewesen für den Halsschmuck. Eher eine Eins mit Stern!
"Dann kommen wir auf 1.022 Euro Goldwert", rechnete Fabian Kahl laut. "Ich sage 1.100", erklärte er. Eine stolze Summe für das Erstgebot. Wir erinnern uns: Das Ehepaar hätte sich mit 100 Euro zufriedengegeben. Doch es kam noch besser. Kahl, Elke Velten und Daniel Meyer übertrumpften sich immer wieder und trieben den Preis weiter nach oben.
"1.500", sagte der Verkäufer plötzlich. Natürlich war es als Vorschlag an die Händler gemeint. Doch Meyer griff den Satz auf: "Bieten Sie? Finde ich gut! Dann schenken Sie es Ihrer Frau!" Die Händler amüsierten sich prächtig. Steve Mandel fragte Uschi Heuser: "Möchten Sie es Ihrem Mann verkaufen für 1.500?"
Nicht zum Lachen zumute war Kahl, als Elke Velten 1.450 Euro bot. "Jetzt mag ich nicht mehr", schmollte er. Velten gewann das Wettbieten. Uschi Heuser war noch im Freudenrausch, als das Paar den Raum verlassen hatte: "Wir sind immer noch total baff." Kein Wunder: Aus 100 Euro wurden 1.450. "Das ist der helle Wahnsinn!", fand die Verkäuferin.
Zwar waren Napoleon und Gattin Joséphine auf den Petroleum-Lampen von Inga Hüttche aus Brühl dargestellt, doch die Mitbringsel waren jüngeren Datums als die Porträts suggerierten. Detlev Kümmel schätzte das Alter auf 1900 bis 1920. Er schlug 300 bis 360 Euro vor. Inga Hüttche nahm die Lampen allerdings wieder mit, da die Händler nur 200 boten.
Mit seinen Möchtegern-Expertisen amüsiert Horst Lichter das Publikum: "Alles so angedeutet, aber nicht so richtig gemalt", beschrieb er holprig den Holzdruck des Expressionisten Otto Pankok. Colmar Schulte-Goltz half gern. Elke Velten wollte 700 Euro ausgeben, doch Kai Schlüter aus Unna überredete sie gekonnt zu 750 Euro.