Griff fürs Klo: So eine Kuriosität gab es bei "Bares für Rares" noch nie

Er habe schon viel gesehen, erklärt Julian Schmidt-Avila, aber so eine Sammlung noch nie. Was den "Bares für Rares"-Händler so erstaunte, sehen sie hier.

Horst Lichter erblickt ein Brett voller Handgriffe: "Wow, ne ganze Sammlung! Was sind das für Dinger? Schlüsselanhänger vom Hotel?" Die Antwort bringt den "Bares für Rares"-Moderator zum Lachen ...
"Nee, Kloabzieher", grinst Lutz Burchard aus Nettetal. Horst Lichter ungläubig: "Kloabzieher? Wie kommt man da drauf?!"
Eher durch Zufall: Herr Burchard hatte ein solches Exemplar von seiner Cousine zum Einzug ins neue Haus geschenkt bekommen. Seitdem hat er über 100 Stück auf Trödelmärkten zusammengesucht.
Auch für Detlev Kümmel ist das ein Novum: "Man könnte auch Klöppel dazu sagen. Aber eigentlich sind es Handgriffe für einen Hochspülkasten." Solche Kästen wurden erst um 1900 eingeführt, aus dieser Zeit stammen auch die Keramikgriffe.
Inzwischen ist Horst Lichter ganz begeistert: "Ich find' das nicht nur eine kuriose Sammlung, sondern auch eine sehr hübsche Sammlung." Die hat tatsächlich einen Wert von 400 Euro. Doch erkennen die Händler das Highlight? Oder werden die Griffe zum Griff ins Klo?
Herr Burchard hofft, "dass sie mein skurriles Angebot richtig bewerten". Die Trödelhändler müssen die Kuriosität jedoch erst auf sich wirken lassen. Sowas hat noch keiner von ihnen zuvor gesehen.
Schließlich findet Julian Schmitz-Avila (rechts) die Sprache wieder: "Das is' wirklich verrückt! Ich habe schon viel gesehen, aber noch keinen, der diese Griffe von Toiletten sammelt." Schwer beeindruckt ist auch Walter Lehnertz (links), der mit 380 Euro die Verhandlung eröffnet.
Bei 440 Euro wird man sich einig - Schätzpreis übertroffen. Waldi hat bereits eine Vision: "Also, ich werde jetzt die Toilettenanlagen in der Eifel modernisieren."
Ebenfalls gewinnbringend verkauft wird die Goldscheider-Figur einer Tänzerin von Stefan Dakon aus dem Jahr 1938 für 1.250 Euro.
Ein uraltes Erinnerungskästchen mit einem echten Haarzopf aus dem Jahr 1838 erzielt 100 Euro und damit den doppelten Wunschpreis.
Und ein monströser Korallenanhänger inklusive Kordel aus den 80er-Jahren bringt mit einer Verkaufssumme von 1.300 Euro das Herz des Verkäufers zum Hüpfen.