Sofort "reinverliebt": Um dieses Etui stritten sich die "Bares für Rares"-Händler

Kommentare9

"Was ganz Schönes", "Ein tolles Geschenk": Bei einem Zigarettenetui geriet die Händlerschar bei "Bares für Rares" am Freitag ins Schwärmen.

Beim Anblick dieser Rarität wurde "Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter gleich aktiv: "Oh, das ist aber schön! Das nehmen wir mal direkt hier rüber!" Da hatte Claudia Röhner-Henn noch keine Ahnung, was ihr Mitbringsel wert war ...
Das Zigarettenetui war ein Geschenk von der Oma. Die Hotelfachfrau aus Eisfeld hatte keine großen Erwartungen: "Vom Wert her mach ich mir eigentlich keine Hoffnungen." Das sollte sich gleich ändern ...
Denn Experte Colmar Schulte-Goltz jubelte innerlich: "Da kann man Sie sehr zu beglückwünschen. Denn dieses Etui, für das ich Sie sehr feiern möchte, ist das, was ein Händler gerne haben möchte." Das war eine Überraschung!
Das silberne Etui stammte nämlich aus Russland. Es wurde vermutlich als Geschenk angefertigt. Die Goldauflagen hoben den Wert enorm an, ebenso ein Adelskrönchen.
Auch die Innenseite war vergoldet. Ein paar Punzen bestätigten, dass das Zigarettenetui etwa um 1908 hergestellt wurde. Edelmetall und antik - das ließ die Preiserwartungen steigen. Die Verkäuferin legte sich fest: "Also, unter 100 hätt' ich's nicht weggegeben."
Über diese Preisvorstellung konnte der Experte nur müde lächeln: "Wir haben noch den dezenten Hinweis auf ein adliges Umfeld und den Reichtum der sehr qualitätvollen Emaille-Arbeiten, der sorgt dafür, dass es immer teurer wird."
Tatsächlich erkannten auch die Händler gleich, was sie da vor sich hatten. "Des is ja ganz was Schönes", zeigte Ludwig Hofmaier (r.) Interesse. "Ein tolles Geschenk", fand auch Wolfgang Pauritsch (l.) und machte das erste Gebot von 300 Euro. Wunschpreis verdreifacht!
Doch da ging noch viel mehr! "Das liegt im Auge des Betrachters. Wenn sich da jemand reinverliebt ...", schien Fabian Kahl (r.) emotional bereits vergeben zu sein. 1.200 Euro ließ er sich das russische Silber kosten - Wunschpreis verzwölffacht!
Nicht ganz so viel, aber immerhin 300 Euro wurden für eine Goldbrosche mit Lapislazuli aus den 1960er-Jahren bezahlt.
Für ein geschnitztes Holzkreuz aus dem Jahr 1879 gab es 200 Euro.
Der Verkäufer einer Wiener Bronze von 1900 durfte sich über 830 Euro freuen.
Und eine beleuchtete Sternenkarte aus den 1950er-Jahren gefiel den Händlern so gut, dass sie mit 300 Euro weit mehr als den Schätzpreis ausgaben.