Noch immer ringt "Stadtmadl" Martina mit der Entscheidung, welchen ihren drei Bauern sie sich an ihrer Seite vorstellen könnte – und lässt sie alle daher nochmal zum Vorsingen antanzen.

Die "Bauer sucht Frau"-Fangemeinde, sonst ein recht gemütlicher Haufen, kann die Story rund um das "Stadtmadl" Martina nicht so recht ins Herz schließen.

Martina würde gerne zum landwirtschaftlichen Lifestyle überwechseln und lässt sich daher von drei Bauern umgarnen – wobei ihre "Zeig mir deinen Besitz"-Haltung Woche um Woche dezent unfreundliche Adjektive in den Facebook-Kommentaren hervorruft.

In der ATV-Redaktion sieht man das offensichtlich ganz anders: Dort liebt man das blonde Fräulein dermaßen, dass man ihrer Story unendliche Aufmerksamkeit schenkt. Wo andere Bauern sich schon längst der Familiengründung oder dem Suff hingeben, shoppt Martina immer noch nach dem perfekten Bauerndasein – inklusive einem Landwirt-Romeo, der möglichst auch noch ein Schnäppchen sein sollte.

Romantisches Gesäusel

Aber, ach: Das Ende naht. Kaum quält man sich mal wochenlang durch eine Story, schon neigt sie sich ihrem Ende zu. Martina kündet für heute eine Entscheidung an – vor der, wir bitten um Verständnis, sie natürlich schwer in sich gehen muss und sich nochmal von allen Bauern Liebesgesäusel anhört.

Der perfektionistische Planer Philipp macht den Anfang: "Ich wollte dir nur noch sagen, dass du die absolute Traumfrau bist", sagt er brav auf, während er ihre Hand hält. Sie schaut ihn dabei an, als wäre ihr Lieblingsnagellack gerade 30 Cent teurer geworden.

Der knuffige Hannes ist als nächstes dran. Auch er nimmt ihre Hand und strahlt: "Ich hab' mich voll verschaut in dich."

Sie antwortet mit einem großzügigen "okay" – aber lächelt dabei immerhin. Vielleicht, weil Hannes der sympathischste aus ihrer Männerbande ist und als einziger erfolgreich den Eindruck erweckt, es wäre nicht mühsame Arbeit, mit ihr durch die Sendung zu ziehen.

Bauer Johannes scheint eben diese Arbeit schon etwas zu müde für große romantische Statements gemacht zu haben. Er beschränkt sich auf das Wesentliche: "Wie schaut's aus?", fragt er.

"Jeder für sich hat sich Mühe gegeben", lobt Martina ihre Bewerber – aber bittet sich noch eine Nacht Bedenkzeit aus. Das ist sicherlich nötig, bevor die gezeigte Leidenschaft sie ganz und gar übermannt.

Andere Bauern haben mehr Erfolg

Da ist das Leben auf den anderen Höfen doch bei weitem nicht so anstrengend. Selbst Eigenbrötler Reinhard, der mit seinen Kopftattoos so selbstsicher aussieht, aber zu schüchtern ist, um je eine Freundin gehabt zu haben, bringt seine Hofwoche entspannt auf die Zielgerade: Er und seine dritte Kandidatin Monika verstehen sich prächtig und verbringen einen Tag im Grünen.

Ebenso prächtig läuft die Sache bei Schlawiner Michael, der leider seinen Harem weiter ausdünnen muss und jetzt nur noch drei fesche Damen parat hat. Beim Bierfest pflegt er mit ihnen das Spiel, bei dem man eine Spielkarte mit den Lippen ansaugt und dann zur Nachbarin weitergeben muss – wobei sich meist eher die Lippen treffen, während die Karte zu Boden segelt. Keiner der Teilnehmer scheint unglücklich darüber.

Ganz geradlinig auch Bauer Stefan, der der Welt noch mit jugendlich großen Augen entgegensieht. Alleine seine Konversation könnte über die Wochen etwas versiegen: Er ist die Art von Mensch, der mit jemandem in den ersten Stock geht und dann informiert: "So, jetzt sind wir oben."

Als er seine ersten zwei Kandidatinnen am Küchentisch versammelt hat, bringt er das Gespräch mit einem klaren "Ja!" in Schwung, worauf die anderen eigentlich auch nur noch mit "Ja!" antworten können – aber dann herrscht wenigstens Einigkeit.

Ach, und Martina entscheidet sich am Ende tatsächlich: Sie verschenkt ihr selbstgebackenes Brotherz an den knuffigen Hannes und klingt dabei, als wäre bald Drehschluss. "Ich hoffe, du freust dich", meint sie noch etwas lahm. "Bin sprachlos", sagt er. Zückt die Taschentücher!

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