Von wegen harmonische Bergwelt: Zwischen den Bewerberinnen des Forstwirts Franz kracht es diesmal ganz gewaltig. Die Stimmung ist frostig - die "Stuten" Marianne und Marion fahren ihre Krallen aus.

"Ein Problemkind", stellt Franz in seiner stets feinfühligen Art fest. Die Rede ist natürlich von seiner dritten Bewerberin Marianne, die ihn letztes Mal schon in ausufernde Rage gebracht hat, weil sie aufgrund eines Friseurtermins zu spät zu den Hofwochen erschien.

Die Frisur bleibt auch weiterhin Thema. Franz geht mit seinen drei Damen in die Therme, wo Marianne ein wenig darauf aufpasst, dass ihre Haare nicht allzu nass werden. Frauenkenner Franz darf also schon wieder mit den Augen rollen: "Wie's hoid so san."

Probleme in der Dreierposition

Genaugenommen hat er aber zwei Problemkinder, zwischen denen diesmal ein schwungvoller Zweikampf entbrennt. Das fängt schon bei der Wasserrutsche an, durch die Franz in Sandwich-Stellung gleiten will: vorne Marion, hinten Marianne.

Der richtige Schwung will sich aber nicht einstellen: Die drei bleiben vor dem Ende der Rutsche stecken und müssen mühsam selbst vorankommen. "Marianne ist eine kleine Spaßbremse", stichelt Marion. Die kontert: "Ich bin halt keine so große Portion wie sie."

Für Marion ist klar, warum nichts weiterging: "Steckengeblieben in der Rutsche sind wir, weil jemand gebremst hat aus Angst um seine Frisur." Marianne weist vergeblich darauf hin, dass sie von hinten kaum alle drei hätte ausbremsen können, aber für die anderen beiden ist die Sache klar. Überhaupt ist Franz ohnehin mehr von der energiegeladenen Marion begeistert: "Das ist halt eine gute Stute".

Explosiver Streit

Auf der Heimfahrt kracht es dann zwischen den beiden Damen – was uns vorenthalten bleibt. Immerhin sehen wir die Auswirkungen des Streits: Die Stimmung wird frostig, die Ladies fahren scharfe Krallen aus.

Offenbar hat Marion im Auto mit Franz über sein Gastgewerbe geredet und war genervt, dass sich Marianne ins Gespräch eingemischt hat. "Sie soll den Mund halten und nicht mitreden, wenn sie nicht weiß, worum es geht", erklärt Marion, die Marianne schlichtweg aufgefordert hat, die Klappe zu halten.

Marianne will eigentlich gar nichts von diesem Streit wissen: "Wenn sie es wirklich Not hat, dann tut sie mir leid", spielt sie die Explosion ihrer Kontrahentin herab. Sie versteht auch voll und ganz, warum Marion sich so aufregt: "Vielleicht ist das ihre letzte Hoffnung, einen Mann zu kriegen."

Massage unerwünscht

Um Franz für sich zu gewinnen, sucht Marianne ihn alleine im Schuppen auf. Sie streicht ihm beim Gespräch mit der Hand bedeutsam über den Rücken und über den Bauch, was Franz völlig irritiert: Er mag eine solch direkte Art gar nicht – "außer, ich bin irgendwo unterwegs, wo das so sein soll."

Dann faltet er Marianne zusammen, weil sie sich mit Marion nicht versteht. Dabei gerät er in denselben Tonfall wie zum Thema Friseurtermin: lautstark pulvernd. "Der Franz ist ein sehr dominanter Gesprächspartner", meint Marianne hinterher etwas duckmäuserisch. "Ich hab' nicht gewusst, dass hier keine Meinungsfreiheit gilt."

Friedensverhandlungen

Aber vielleicht ist ja doch noch Raum für eine Aussöhnung zwischen den Damen? Beim Kochen erzählt Marianne, dass sie nicht gut geschlafen habe. Für Marion ein ganz klarer Fall: "Als Therapeutin würde ich sagen, sie steht immens unter Druck und findet sich nicht mehr ganz raus", diagnostiziert sie prompt. "Sie bräuchte Hilfe, sie bräuchte jemanden zum Reden. Aber wirklich professionelle Hilfe."

Als Marianne sich entschuldigen will, legt sie die Hand auf Marions Arm, was die gleich wieder zur Weißglut treibt. Dann schaffen sie es aber doch noch, sich die Hand zu geben, um weitere Eskalationen zu vermeiden.

"Ihr werdet wahrscheinlich nicht erleben, dass ich sie direkt anspreche", erklärt Marion hinterher. Auch Marianne wird der Gegenspielerin aus dem Weg gehen: "Ich verhalt mich neutral und ich schau halt, dass ich nicht unbedingt mit ihr in direkten Kontakt komme." Wenn Politiker doch nur solch effektive Friedensverhandlungen führen könnten!