Endlich erleben wir bei "Bauer sucht Frau", was uns schon so lange angekündigt wurde: Lorenz präsentiert seinen Damen seine von allem modernen Komfort befreite Almhütte. Vor allem das altmodische Plumpsklo findet bei den Frauen großen Anklang.

So viele Folgen lang wurde uns bei "Bauer sucht Frau" nun schon die wundersame Almhütte von Lorenz schmackhaft gemacht: kein fließend Wasser, kein Strom, kein Handyempfang, dafür aber ein fescher, bärtiger Bauer. Heute ist es endlich soweit: Lorenz führt seine vier Damen auf den Berg hinauf und zeigt ihnen, wie man, nun ja, auch leben kann.

Das ist tatsächlich spannend: Licht gibt es natürlich keins, als Kühlschrank für Getränkeflaschen fungiert ein kleiner Brunnen mit frischem Quellwasser. Wenn die Leute da oben spielen wollen, wird kein Call-of-Duty-Missionspaket heruntergeladen, sondern ein schickes Brettspiel hervorgekramt. Meine Güte, Lorenz kann da oben nicht mal "Bauer sucht Frau" schauen!

Immerhin mit Klopapier!

Von besonderem Interesse - nachdem es in jeder Folge erwähnt wurde - ist freilich das Plumpsklo. Ob sie vor Benutzung draußen ein paar Blätter pflücken müssen, will eine seiner Bewerberinnen wissen.

Nein, Klopapier sei reichlich da, erklärt Lorenz und empfiehlt noch, nachts lieber eine Taschenlampe mitzunehmen, damit man überhaupt was sieht. Klingt doch eigentlich hochmodern!

Und doch wird die Faszination dieses stillen Örtleins in seiner TV-Darstellung ein wenig überschätzt. Die Kandidatinnen unterhalten sich ausführlich über das Häuschen und gehen dabei Fragen nach, die man sich als Zuschauer lieber nicht gestellt hätte: Wie ist das eigentlich, wenn die eine direkt nach der anderen aufs Örtchen muss – sieht die dann, was ihre Vorgängerin da so gemacht hat? Und warum schaut die zweite überhaupt ins Loch, wenn sie die Abdeckung hebt?

Wenn Lorenz dann mit verträumtem Blick und seinen vier Damen am Lagerfeuer sitzt, den Nachthimmel genießt und sanfte Gitarrenmusik erklingt, versteht man durchaus den romantischen Reiz seines abgeschiedenen Naturdaseins.

Genauso versteht man aber auch, warum er bislang keine dauerhafte Beziehung finden konnte: Als Urlaub ist so ein einsames Hüttenleben ohne Komfort vielleicht reizvoll, aber als Lebensentwurf?

Peters namhafter Stall

Ganz andere Probleme hat derweil Peter: Seine ursprüngliche dritte Kandidatin war ja gar nicht erst gekommen und hatte ihn traurig am Bahnhof stehen lassen. Vielleicht hat sie sich spontan für eine aufregendere Reality-Show entschieden. Den "Bachelor" zum Beispiel.

Stattdessen wird nun Ersatzfrau Britta angekarrt – was Kandidatin Christina eher kühl zur Kenntnis nimmt, nachdem sie sich mit dem Bauern schon allein am Hof wähnte. Außerdem hat ihr Peter ein paar Details verschwiegen – zum Beispiel, dass überhaupt noch jemand kommt!

Über 1.000 Kilometer lang war Brittas Anreise und dauerte dank Stau schlappe 15 Stunden. So kommt sie zu nachtschlafender Zeit an und findet lediglich einen Zettel an der Haustür vor, wo sich ihr Schlafgemach befindet.

Britta erklärt beim Schleichen durchs Haus, dass sie leise sein und niemanden aufwecken will, kommt aber nicht auf die Idee, das Fernsehteam wegzuscheuchen.

Am nächsten Morgen bekommt Britta von Peter nicht nur einen Morgenkaffee, sondern auch eine Führung durch den Stall. Der Bauer stellt ihr alle Kühe mit Namen vor: Brownie, Franzi, Gitte, Bella, Strauss, Claudi. Im Einzelinterview gibt er später zu, die Namen in dem Moment erfunden zu haben, um besser dazustehen. Ehrlich hat hier wohl die längste Zeit gewährt.

Britta jedenfalls ist begeistert über Peters Verhältnis mit den Kühen. Sie ist nämlich selbst höchst tierlieb: 27 Hunde nennt sie ihr Eigen.

Um Himmels willen, wie schafft man sich 27 Hunde an? Für Britta ist die Antwort ganz einfach: Man holt sich erst einen und dann noch weitere 26. Wir freuen uns jedenfalls auf den Moment, in dem Brittas 27 Hunde Bekanntschaft mit Peters Kühen schließen.

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