Weil gleich fünfzehn Bauern auf Liebessuche sind, hat ATV die Vorstellrunde zweigeteilt. Zu den Landwirten der letzten Woche gesellen sich also noch mehr bärige Winzer und lustige Pferdebauern. Ein bekanntes Gesicht ist auch dabei: Viktor, der sich als Solokünstler versucht.

Falls bei den Aufrufen der letzten Woche noch nicht der richtige Kandidat dabei war: Glücklicherweise bietet "Bauer sucht Frau" noch mehr Landwirte, die auf der Suche nach der großen Liebe sind.

Und die bieten ihren potentiellen Partnern so einiges: üppige Weinberge, heimelige Kuhställe, kuschelige Kräuterfelder und sogar eine kleine Reitschule. Quasi eine gemütliche Arbeitsatmosphäre am Busen der Natur, in sympathischen Dorfgemeinschaften und mit Unterstützung der freundlichen Familie. Ach ja, und den Landwirt gibt es quasi geschenkt dazu.

Viel Arbeit, wenig Abwechslung

Keine Frage, so ein Bauernhof macht viel Arbeit, wie Moderatorin Arabella am eigenen Leib erfahren muss: Ganze vier Sekunden lang wird sie beim Unkrautjäten auf dem Kräuterfeld gezeigt, während der Song "Work from Home" von Fifth Harmony gute Laune verbreitet. Darin geht es übrigens weniger um Arbeit und vielmehr um Sex – aber das wäre ja hier auch nicht völlig verkehrt.

Arabella Kiesbauer stellt die neuen "Bauer sucht Frau"-Kandidaten vor. In der ersten Runde lernen wir unter anderem einen jungen Aussteiger mit komfortablem Plumpsklo kennen und einen 50-Jährigen, der von "Sandra Bulldog" träumt.

Die Menge an Arbeit ist bei vielen auch der Hauptgrund, warum es mit einer Partnerschaft nicht geklappt hat. Überhaupt ähneln sich die Vorstellungen ziemlich, weshalb es auch kein Wunder ist, dass die Sendung sämtliche Bauern mit griffigen Etiketten versieht: "Der sanfte Hufschmied", "Die lustige Kutscherin", "Der bärige Winzer".

Wichtigstes Element der Vorstellrunde: Freunde und Familie stellen dem Kandidaten ein gutes Zeugnis aus. Wir erfahren: Alle Bauern sind freundlich, lustig, ernst, sensibel, hilfsbereit, offen, und wenn mal jemand mit falscher Telefonnummer bei ihnen landet, marschiert der Landwirt auch sicher gern zur nächsten Post, um dem verirrten Anrufer ein gedrucktes Telefonbuch zu spendieren.

Eine Frau zum Pferde stehlen

Somit stechen die vorgestellten Bauern eigentlich nur dann hervor, wenn man sie optisch ansprechend findet und sich für sie und ihren Hof interessiert. Immerhin: Zu Kandidatin Tina aus der letzten Folge (sie will einen Mann der "aussieht wie ein Star") gesellt sich noch eine zweite Frau, die einen feschen Burschen sucht.

Es ist Kutscherin Karin, die als Pferdewirtin arbeitet und deswegen zur Begrüßung schnaubt wie ein Ross. Mal sehen, ob sie das auch bei den einzelnen Bewerbern macht! Karin wäre eine Frau zum Pferdestehlen, sofern sie ihren Bestand von 20 Tieren vergrößern will.
Bei den Männern wird mal wieder das ganze Programm geboten: Von jung bis reif, vom Forstwirt bis zum Hufschmied. Wer sich für die romantische Mitarbeit bewerben will, findet auf der ATV-Seite einen umfassenden Überblick.

Bauer sucht Gesangskarriere

Und dann taucht da noch ein bekanntes Gesicht auf: Viktor, der uns zuletzt im Sonder-Vierteiler "Bauer sucht Frau – Die zweite Chance" begegnet ist – weil er bei seiner ersten Chance niemanden gefunden hat.

Aber Viktor sucht nicht die dritte Chance, er hat sich ambitioniertere Ziele gesteckt: Er will als Sänger auftreten. Zusammen mit seinem Papa hat er ein heiteres Lied zum Schunkeln geschrieben, in dem er seine "Bauer sucht Frau"-Erfahrungen verarbeitet.

Für den ersten Auftritt hat Viktor sogar schon Autogrammkarten vorbereitet. "Viktor (aus der Sendung "Bauer sucht Frau")" steht darauf, und der Zusatz könnte ein zarter Hinweis darauf sein, dass er vielleicht noch nicht wirklich als Solokünstler erkannt wird. Aber man kann ihm kaum vorwerfen, er würde die Karriereplanung nicht ernst betreiben!

Ja, und da steht er dann und singt sein Lied. Schon beim Sprechen klingt seine Stimme ja immer so, als wäre er im Stimmbruch, und dieses Alleinstellungsmerkmal überträgt sich auch auf seine Bühnendarstellung. Ein paar junge Damen zeigen sich begeistert, wobei unklar bleibt, ob die lobenden Worte vielleicht ironischer Natur sind.

Dann hoffen wir mal, dass die anderen Bauern erfolgreich verkuppelt werden – sonst müssen die auch noch singen.