Promi-Tochter Roxanne Rapp fegte zu Falco über das Parkett und entschied die neunte Staffel von Dancing Stars für sich. Marco Angelini heimste den zweiten Platz ein. Generell glänzte die Tanzshow vor allem durch die Abwesenheit von Prominenten. Und seit gestern fragt sich ganz Österreich: "Was ist eigentlich "Uhla, uhla?""

Ex-Schispringer Hubert Neuper, Ex-Dschungelcamp-Teilnehmer Marco Angelini und die Tochter von Entertainment-Fossil Peter Rapp standen im Finale der diesjährigen Staffel von Dancing Stars. Selbst die Finalisten klangen eher nach F-Promi-Liste denn mach dem "Who is who" der österreichischen Promi-Szene.

Neuer Job für Larissa Marolt: Die 21-Jährige wird bald in der Jury der Casting-Show "Die große Chance" sitzen. Neben ihr wird Oliver Pocher auf der Jury-Bank Platz nehmen.

Auch die übrigen Teilnehmer hinterließen beim Zuseher keinen bleibenden Eindruck - bis auf Adelsexpertin und Bewegungslegasthenikerin Lisbeth Bischoff. Schade eigentlich, dass man die Bischoff nicht jede Woche rauswählen konnte – das hätte sicher mehr Zuseher vor den Fernsehschirm und hinter den Telefonhörer gelockt.

Der Final-Abend in kurzen Worten: Roxanne Rapp bekommt für ihren Tango mit Vadim Garbuzov von allen Juroren zehn Punkte. Jurorin Nicole Burns-Hansen findet das "Affengeil!". Beim Showtanz begeistert Rapp das Publikum mit einem Falco-Medely. Marco Angelini tanzt mit zurückgeschleckten Haaren einen Wiener Walzer und gibt dabei eine schlechte Kopie von Daniel Serafin ab. Er küsst seine Tanzpartnerin. Balázs Ekker urteilt: "Das ist kitschig und mutig." Hubert Neuper nimmt seinen Trainingsmütze ab, "gibt alles", muss aber trotzdem als erster das Finale verlassen. Er nimmt somit den dritten Platz der ORF-Show ein. Juror Hannes Nedbal beurteilt Neupers Cha Cha Cha mit den Worten: "Zumindest die Musik war super."

Dancing Star 2014: "Uhla, uhla"

Ja, und wenn wir schon beim Lästern sind, bekommt freilich auch die Moderation von Mirjam Weichselbraun und Klaus Eberhartinger etwas ab: So manches Mal wähnte man sich ob der lauen Schmähs eher im Seniorenclub denn in einer Show des Hauptabendprogramms.

Die künstlich erzeugte Spannung im Finale können Weichselbraun und Eberhartinger in der nächsten Staffel nur dann steigern, wenn sie die Namen der Gewinner buchstabieren. Oder frei nach den Vertretern der Waldorfpädagogik: einfach tanzen. Das wäre wohl auch passend für eine Tanzshow und würde noch mehr Sendezeit schinden.

Einzig die untergriffigen Fragen von Juror-Ekel Balázs Ekker konnten die Show retten. Womit wir schon beim brisanten Thema des Final-Abends wären: Haben Marco Angelini und Maria Santner nun "Uhla, uhla" gemacht oder nicht? Diese Frage stellte Ekker den beiden nämlich ganz ungeniert, als sie sich vor laufender Kamera als Liebespaar outeten.

Gewinnen konnten die beiden den Tanzwettbewerb zwar nicht, aber immerhin haben sie eine Liebelei fürs Leben mitgenommen. Das Knistern zwischen der Profi-Tänzerin und dem Sänger war schon in der ersten Folge der Staffel zu bemerken gewesen.