Ed OʼNeill und Kollegen: Das machen die Stars aus "Eine schrecklich nette Familie" heute

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Die von 1987 bis 1997 in elf Staffeln produzierte Sitcom "Eine schrecklich nette Familie" hat bis heute Kultstatus. Ed O’Neill, der am 12. April seinen 75. Geburtstag feiert, schaffte mit der Hauptrolle des Schuhverkäufers Al Bundy seinen Durchbruch. Konnte sich auch seine "schrecklich nette Familie" im Showgeschäft etablieren? © 1&1 Mail & Media/spot on news

Ed O'Neills großer Traum war es eigentlich, Footballspieler zu werden, die Schauspielerei war zunächst nur ein Hobby für ihn. Nach einigen Broadway-Stücken schaffte er den Sprung ins TV und erreichte mit der Sitcom "Eine schrecklich nette Familie" (Originaltitel: "Married... with Children") 1987 den Durchbruch.
Während und nach seiner erfolgreichen Serienrolle übernahm O'Neill Rollen in Filmen wie "Mein Partner mit der kalten Schnauze" (1989), "Der Giftzwerg" (1991) und "Der Knochenjäger" (1999). Ein weiterer richtiger Serienerfolg sollte ihm zunächst nicht gelingen - "Polizeibericht Los Angeles" wurde 2004 nach nur 22 Folgen abgesetzt.
Doch 2009 gelang dem Schauspieler aus Ohio mit einer weiteren TV-Familie ein fulminantes Comeback. In der Comedy-Serie "Modern Family" mimte O’Neill bis 2020 (elf Staffeln) Familienoberhaupt Jay Pritchett. Mit seiner Frau Gloria und den Familien seiner Kinder Claire und Mitchell erlebte Jay so manches Abenteuer.
Und für O'Neill ist noch lange nicht Schluss. Der 75-Jährige wird in der Science-Fiction-Serie "Lightyears" von Amazon Prime Video neben Sissy Spacek die Hauptrolle übernehmen. Als Paar entdecken die beiden eine vergrabene Kammer, die als Durchgangstor zu einem seltsamen, verlassenen Planeten führt. Die Dreharbeiten sollen 2021 beginnen.
Al Bundys stets arbeitsunwillige Frau Peggy wurde in "Eine schrecklich nette Familie" von Katey Sagal verkörpert. Die ikonische Figur war für ihr hochtoupiertes rotes Haar und ihre schrille Kleidung bekannt.
Die 1954 in Los Angeles geborene Sagal strebte eigentlich eine Karriere als Sängerin an. Nach einem Auftritt bei einem Musical wurde ihr die Rolle der Peggy angeboten – bei einem Vorsprechen soll sie sich gegen rund 1.200 Schauspielerinnen durchgesetzt haben.
Auch für Sagal war die Serie der internationale Durchbruch. Danach spielte sie in Serien wie "Die wilden Siebziger" oder "Meine wilden Töchter". Einen größeren Erfolg bescherte ihr die Motorradklub-Serie "Sons of Anarchy", in der sie von 2008 bis 2014 die Rolle der Gemma Teller Morrow übernahm.
2011 erhielt sie dafür einen Golden Globe. Die Serie stammt von Kurt Sutter, mit dem Sagal seit 2004 verheiratet ist. Gemeinsam haben sie eine 2007 geborene Tochter. Für Sagal ist es die dritte Ehe, aus ihren früheren entstammen zwei weitere Kinder.
Auch Sagal ist wie Ed O'Neill weiterhin im Fernsehgeschäft tätig. Seit 2018 spielt sie eine Nebenrolle im "Roseanne"-Spinoff "Die Conners". Zudem spielt sie aktuell in der ABC-Serie "Rebel" eine furchtlose Anwältin.
Kelly ist das älteste Kind der Bundys und gilt als stereotypisches Blondchen: etwas begriffsstutzig und naiv. Von ihrem Vater wird sie deshalb auch als "Dumpfbacke" bezeichnet. Im englischen Original verwendet Al allerdings die liebevollere Bezeichnung "pumpkin" ("Mäuschen" oder "Schatz"). Gespielt wurde Kelly von Christina Applegate.
Für die Schauspielerin aus Los Angeles war die Serie erst der Anfang. Von 2007 bis 2009 spielte sie die Hauptrolle in der Comedyserie "Samantha Who?", die ihr unter anderem eine Emmy-Nominierung einbrachte.
Die Schauspielerin schaffte es zudem auf die große Leinwand und war in zahlreichen Filmen wie "Flight Girls" (2003), "Verrückt nach dir" (2010) oder "Bad Moms" (2016, Foto) zu sehen.
Applegate ist seit 2013 mit dem Musiker Martyn LeNoble verheiratet. Die beiden haben eine gemeinsame Tochter. Für die Schauspielerin ist es die zweite Ehe.
Seit 2019 spielt die Blondine in der Netflix-Serie "Dead to Me" die Hauptrolle Jen Harding und fungiert als Produzentin. In der tragikomischen Serie lernen sich zwei Frauen in einer Selbsthilfegruppe kennen und müssen bald feststellen, dass sie unwissentlich ein Unfall in der Vergangenheit verbindet.
Budrick "Bud" Bundy war der bei Mädchen stets erfolglose jüngste Spross der Familie. David Faustino durfte ihn verkörpern. Der ebenfalls aus Los Angeles stammende Schauspieler hatte bereits zuvor einige Auftritte in Serien wie "Twilight Zone", konnte aber mit der Rolle des "Bud" international punkten.
Nach dem Ende der Serie konnte Faustino, hier mit seinen Kollegen bei der Walk-of-Fame-Ehrung von Katey Sagal, keine nennenswerten Rollen mehr ergattern.
Es blieb bei Gastauftritten in Serien wie "Akte X" (Foto), "Die neue Addams Familie" oder "Entourage". 2017 spielte er in der Fernsehserie "Bones" sich selbst.
Im November 2015 brachte seine Lebensgefährtin Lindsay Bronson eine gemeinsame Tochter zur Welt. Zuvor war er von 2004 bis 2007 mit Schauspielerin Andrea Elmer verheiratet.
Aus dem Umfeld der "schrecklich netten Familie" hielt es ebenfalls jemanden im Showgeschäft: Amanda Bearse (2.v.l.) mimte zehn Jahre und elf Staffeln lang die erfolgsorientierte Bankkauffrau Marcy Rhoades-D'Arcy, die Nachbarin der Bundys.
Bearse übernahm nach der Serie einige Filmrollen und Gastauftritte in Serien (unter anderem in "Drop Dead Diva"). Außerdem machte sich die in Florida geborene Schauspielerin später einen Namen als Regisseurin. Bereits im Jahr 1993 machte sie öffentlich, dass sie lesbisch ist. Mit ihren zwei Adoptivtöchtern und ihrer Partnerin lebt sie in Los Angeles.