Lena Headey warnt Maisie Williams vor dem Sexismus in Hollywood: Ihr seien Rollen entgangen, weil sie beim Vorsprechen nicht flirten wollte.

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Am 17. Juli geht "Game of Thrones" wieder los und natürlich ist jetzt genau die richtige Zeit für die großen Interviews. Das Portal "Net-A-Porter" hat nun zwei der größten GoT-Stars zusammengesetzt und reden lassen.

So durfte Maisie Williams (20, Arya Stark) Lena Headey (43, Cercei Lannister) einmal ausführlich über ihre Karriere ausfragen. Und Headey hat nach 25 Jahren in der Filmbranche natürlich einiges zu erzählen – auch über den Sexismus in Hollywood.

Hauptsache f***bar?

So teilte ihr ein Castingdirektor einmal unverfroren mit, nach welchen Kriterien Rollen an Frauen vergeben werden: "In meinen Zwanzigern hatte ich viele Vorsprechen in den USA und ein Castingdirektor erzählte mir: 'Die Männer gucken sich diese Bänder zuhause an und sagen: "Wen würdest Du f *****?"' Ich ließ mich auf dieses Spiel des [Vorsprechens] und Flirtens nie ein."

Lena ist sich sicher, dass sie manche Jobs deswegen nicht bekam. Auf Nachfrage von Williams versichert sie: "Ich bin sehr froh darüber."

Endlich alt, endlich interessant

Mit fortschreitendem Alter scheint sich zumindest dieses Problem bei Schauspielerinnen zu legen, wie die Cercei-Darstellerin ihrer jüngeren Kollegin beschreibt.

"Ich bin jetzt glücklicher, da ich älter bin und Frauen spiele, von denen nicht mehr erwartet wird, schön zu sein. [Männliche] Schauspieler können auch 'interessant' sein, aber Frauen stehen unter dem Druck, schön und dünn zu sein."

Auch fühlte sich Lena Headey von ihren Kollegen und Chefs als Frau oft nicht ernst genommen.

So erzählt sie von einem Gespräch mit einer anderen Schauspielerin, bei dem sie fragte: "Findest du auch, dass du Dinge siebenmal sagen musst, während ein Mann das gleiche nur einmal sagt und jeder zuhört?"

Gender Pay Gap auch in Hollywood

Mit ihren Erfahrungen ist Headey nicht alleine. Immer wieder berichten Schauspielerinnen von fehlender Gleichberechtigung in Hollywood.

Und was mit Sexismus beginnt, hört beim Gehalt nicht auf. Erst kürzlich beschwerte sich "House of Cards"-Star Robin Wright darüber, dass ihr Film-Mann Kevin Spacey hinter ihrem Rücken mehr Gehalt bekam als sie. (mia)  © top.de