"Grill den Henssler": Ehre gerettet? Steffen Henssler siegt mit schmutzigen Tricks!

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Steffen Henssler hat die Blamage abgewendet. Der Koch-King siegte in der vierten und letzten Show von "Grill den Henssler" und rettete sich zu einem 2:2-Gesamtstand. Aber es war ein schmutziger Sieg. In mehrfacher Hinsicht.

"I'm back!" Steffen Henssler (46) ist wieder obenauf! In der vierten und letzten Show der neunten Staffel besiegte er die Promis letztlich souverän 89:82. Aber, das sah er selbst so, es war "ein schmutziger Sieg", Henssler arbeitete mit allen Tricks. Vor allem unsauberen ...
Drei Neulinge gegen Henssler: "Tatort"-Kultstar ChrisTine "Alberich" Urspruch (48, vorne), "Bachelor" Andrej Mangold (32, links) und Koch-Coach Sascha Stemberg (39, rechts) debütierten in der Kocharena. Nur Sport-Moderatorin Laura Wontorra (30) war zum zweiten Mal dabei. Sie holte 2016 im Dessert ein Remis und siegte mit dem Team.
Die Hoffnung ist Pink! Henssler trat wieder im magenta-farbenen Outfit an, das ihm in der ersten Show den (einzigen) Sieg beschert hatte. Trotzdem war er nervös ("Ich MUSS gewinnen!") - und trotzdem begann es schlecht. Im Impro-Gang (Zutaten: Schweinebauch, chinesische Keule, Austern) zogen ihn die Promis 19:13 ab! Deftiger Fehlstart!
Juror Reiner "Calli" Calmund (70, "Ich liebe Schweinebauch. Aber auf meinen bin ich nicht stolz!") gab Henssler nur drei Punkte. Was Henssler mit "Der Dicke hat das Gericht nicht verstanden!" böse kommentierte. Aber auch Calli kann sticheln. Moderatorin Annie Hoffmann (35) bedachte er mit einem freundlichen "Na, du Hungerhaken!"
Die letzten sechs Zwischenspiele hatte Henssler "verkackt" (O-Ton Annie). Beim Lebensmittelraten buzzerten ChrisTine und Steffen je zweimal am schnellsten. Die Entscheidung brachte letztlich, dass die kleinwüchsige Schauspielerin (1,32 Meter) einmal falsch riet. Sie verwechselte Blaubeeren mit Aubergine - Punkt und Sieg für Henssler!
Henssler war schon vorher Fan des Bachelors Andrej ("Cooler Typ, hat aber'n bisschen viel gejault"). Nach der Vorspeise (Smörrebröd mit Matjes) schätzt er ihn noch mehr, denn Andrej plapperte eine Zutat aus - Henssler nahm den Tipp dankend an: "Ich bin so ne Ratte! Nach zwei Pleiten muss ich nehmen, was ich kriegen kann." Henssler siegte 22:20.
Die Rache des Bachelors kam prompt! Im zweiten Zwischenspiel war er beim Zeitschätzen unschlagbar, stoppte die Mikrowellenuhr 1,41 Sekunden vor dem Piep. Henssler buzzerte mit 5,90 Sekunden völlig daneben. Aber Andrej ist es als Basketball-Profi auch gewöhnt, herunterlaufende Uhren auf die Sekunden einzuschätzen. Drei Punkte-Buzzer für die Promis!
ChrisTine Urspruch wählte zum Hauptspeisen-Duell "Rotes Panang Curry mit Tofu". Henssler entgleiste verbal: "Der Fettsack wird's nicht essen, weil kein Fleisch drin ist." In der Tat tat sich Calli mit der vegetarischen Zutat schwer: "Tofu, wat is dat? Badelatschen?" Aber er weiß auch: "Tofu is jesund. Hätte isch woll mehr essen sollen."
Welches Lebensmittel schwimmt, welches sinkt im Wasserbassin? Promis und Henssler sagten viermal dasselbe voraus. Beim einzigen Unterschied lag Henssler richtig und gewann das Zwischenspiel. Highlight des Intermezzos: Die unausgesprochene Zoterei um den (dünnen) Spargel. Annie zu Henssler: " Mir liegt's auf der Zunge, aber ich sag's nicht ..."
Laura Wontorra forderte Henssler bei der Nachspeise zu "Schokoladenpudding mit Himbeere und Tonkabohne" heraus. Henssler entgleiste das Gesicht: "Ich hab noch nie einen fucking Pudding gekocht!" Würde Henssler am Pudding scheitern? Laura lächelte siegeslüstern: "Das genau ist der Plan."
Annie war geradezu hysterisch ob der Aussicht, dass "mein Chef" am Pudding scheitern könnte. "Boah, einst wird man sagen: Kannst du dich noch erinnern, wo du warst, als Steffen seinen ersten Puddig kochte?!" Als das Nerverl auch noch am Kühlschrank rumpelte, war für Henssler Schluss mit lustig: "Finger weg vom Kühlschrank! Hau ab! Mach'n Abgang!"
Annie, die in der Staffel immer mutiger wurde, schoss auch bei den Promis latent übers Moderatorenziel hinaus. Sie textete die Promis bei jedem Gang zu, während die schnippelten und rührten und dabei auch noch die Kommandos von Koch-Coach Sascha hören sollten. Zumal sie den Promis eher Banalitäten entlockte. Da wäre weniger diesmal mehr gewesen.
Bei der Pudding-Premiere wurde Henssler schamlos: Er spickte bei Laura und kochte ihr einfach nach. "Darfst du das überhaupt?", fragte Annie und lockte den Chef-Macho hervor: "Guck doch mal, welcher Name auf der Show steht." Wer von beiden würde, so Rach, die "große Herausforderung, einfache Dinge groß zu machen" besser bewältigen?
Mirja Boes (47, "Die Optik muss stimmen!") war vor allem gegen Calli böse ("Der denkt immer noch, er hätte beim Impro-Gang Kassler mit Sauerkraut gegessen"), in der Wertung handzahm. Hensslers Premierenpudding bekam von ihr neun Punkte ("Wenn schon Schoko, dann süß!") - einen mehr als Lauras Leckerei. Hensslers Miene hellte sich auf.
Christian Rach bewies Spürnase ("Die meisten können Pudding ja nur noch aus der Tüte.") und dann - neben gewohnter Schulmeisterei - ungewohnte Großzügigkeit: "Beides toll kreativ, beide großartig!" Auch er fand Hensslers Werk ein bisschen großartiger. Auch hier 9:8!
Und Calli? "Isch bin ja dat Leckermäulschen. Hier sinn keine Wünsche offen. Rot oder blau, dat ist mir schnurzpiepejal!" Aber er wollte doch einen Sieger küren. Er gab neun Punkte für Laura und zehn für Henssler - dessen 16. Traumnote in der Geschichte von "Grill den Henssler". Damit hatte Henssler den dritten Gang (28:25) und auch die Show gewonnen: 89:82!
"Hauptsache gewonnen!" Henssler war zufrieden. die Ehre gerettet. Wenn auch dank unschöner Praktiken und Verbalinjurien. "Es war ein schmutziger Sieg", sah er ein. Annie war auch happy: "Gott, bin ich froh - auch für mich selber." Man will sich's mit dem Chef ja nicht verderben. Denn bald geht's in Magdeburg mit dem Sommer-Special weiter.