Zum Geburtstag von Olli Dittrich: Das wurde aus den "RTL Samstag Nacht"-Stars

Ob mit "Far Out", "Zwei Stühle, eine Meinung" oder dem legendären "Kentucky schreit ficken": Die "RTL Samstag Nacht"-Show bannte von 1993 bis 1998 ein Millionenpublikum vor die Bildschirme. Neben Stefan Jürgens und Mirco Nontschew gehörte auch Komiker Olli Dittrich zur Kult-Truppe. Er feiert am 20. Oktober seinen 63. Geburtstag. Das ist aus ihm und den restlichen Stars von damals geworden. © spot on news

Für Olli Dittrich, der am 20. November 63 Jahre alt wird, war "RTL Samstag Nacht" der Startschuss einer beachtlichen Karriere. Mit Bademantel, Jogginghose und Bier kreierte er eine weitere Kultfigur: Dittsche. Mit der Sendung "Dittsche – Das wirklich wahre Leben" räumte er zahlreiche Preise ab, darunter den Grimme-Preis und den Deutschen Fernsehpreis.
Er ist der König der Mimik und Gesten: Mirco Nontschews Grimassen brachten das Publikum zum Lachen.
Nach dem Aus der Show bekam Nontschew seine eigene Comedy-Sendung "Mircomania" und trat in Sketch-Sendungen wie "Die dreisten Drei" auf. Im Kino war er unter anderem in Otto Waalkes' "7 Zwerge"-Filmen zu sehen. Heute ist es ruhiger um ihn geworden. Aktuell tritt er vornehmlich in Formaten seines Kollegen Mario Barth auf.
Stefan Jürgens und Esther Schweins moderierten unter anderem gemeinsam die "Samstag Nacht News" der Kultshow. Beide sind noch heute regelmäßig im TV zu sehen.
Jürgens scheint ein Faible für Krimis entwickelt zu haben. Von 1999 bis 2000 ermittelte er in sechs Folgen als Berliner "Tatort"-Kommissar Robert Hellmann. Seit 2007 ist er fester Bestandteil der "SOKO Wien". Auch als Musiker feierte er Erfolge. 2002 veröffentlichte er sein erstes Album, weitere folgten.
Esther Schweins avancierte zu einer erfolgreichen Schauspielerin; die 49-Jährige glänzte in unzähligen TV-Filmen. Auch als Synchronsprecherin ist sie erfolgreich. Sie ist zum Beispiel die deutsche Stimme von Prinzessin Fiona aus den "Shrek"-Filmen.
Weniger erfolgreich lief es dagegen für Tanja Schumann. Während sie bei "RTL Samstag Nacht" unter anderem mit ihren Parodien auf Moderatorin Margarethe Schreinemakers punktete …
… wollte es mit der Karriere danach nicht so wirklich klappen. 2006 musste die gebürtige Lüneburgerin Privatinsolvenz anmelden. Anfang 2013 wurde sie wieder schuldenfrei. Ein Jahr später zog sie ins RTL-Dschungelcamp und belegte den vierten Platz. Heute führt sie unter anderem Comedy-Kieztouren durch St. Pauli.
Bis heute ist die Talkshow-Satire "Zwei Stühle, eine Meinung" von Olli Dittrich (li.) und Wigald Boning (re.) unvergessen. Das Duo wurde für seine komödiantische Leistung sogar mit dem Grimme-Preis geehrt. Als Musik-Duo Die Doofen eroberten sie mit der Single "Mief" und dem Album "Lieder, die die Welt nicht braucht" sogar die Charts.
Boning ist bis heute fester Bestandteil der Comedy-Szene. Er gehört unter anderem zur Stammbesetzung der Rateshow "Genial daneben", moderiert von Hugo Egon Balder. Auch als Autor ist der Komiker und Moderator seit 2007 verstärkt unterwegs. Bis 2016 erschienen insgesamt sechs Bücher.
Tommy Krappweis stieß erst 1995 zur "RTL Samstag Nacht"-Besetzung und unterstützte Mirco Nontschew beim Ausprobieren von "Extreme IKEAing", "Extreme Reise-nach-Jerusalem" und weiteren Formaten.
Heute ist Krappweis meist hinter der Kamera zu finden. Der heute 47-Jährige ist Miterfinder von "Bernd das Brot" und veröffentlichte darüber hinaus mehrere Bücher, darunter die Fantasy-Trilogie "Mara und der Feuerbringer", deren ersten Teil er 2015 selbst auf die Leinwand brachte.
Auch wenn Mark Weigel (re.) nur von 1997 bis 1998 Teil der "RTL Samstag Nacht"-Show war, so wurde er dank der Sendung dennoch einem breiteren Publikum bekannt. Er vertrat dort hin und wieder Stefan Jürgens bei den unterhaltsamen "Samstag Nacht News" neben Esther Schweins (li.).
Der große Durchbruch blieb zwar aus, der Bühne blieb er aber treu: Ab 2014 war er im Musical "Das Wunder von Bern" zu sehen, in dem er den Fußballer Fritz Walter verkörperte.