(mcb/cze) - Aufschrei in der Schweiz: Nach dem Halbfinal-Aus ihres Hoffnungsträgers Jesse Ritch bei "Deutschland sucht den Superstar" behaupten Fans, bei dem Voting sei geschummelt worden. Während seine Landsleute meckern, freut sich der Protagonist des Durcheinanders aber einfach nur, der Show heil entkommen zu sein.

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DSDS: Das war das Halbfinale

Spannend bis zum Schluss: Wer würde es bis in das Finale schaffen?

Das Finale von DSDS hätte zu einem reinen Schweizer Duell werden und damit Geschichte schreiben können: Luca Hänni und Jesse Ritch gingen als große Favoriten ins Rennen. Doch am Samstagabend platzte der Traum und das Stimmtalent Jesse zog gegen Daniele Negroni den Kürzeren. Immer lauter werden nun unter den Schweizer Zuschauern die Stimmen, die sich fragen: Ging da alles mit rechten Dingen zu?

Die eidgenössischen DSDS-Fans überhäuften das Online-Portal "blick.ch" nach dem Halbfinale mit Beschwerden über das Voting-System von RTL. Sie seien beim Abstimmen für ihre Schweizer Lieblinge gar nicht erst durchgekommen. "Es war dauernd besetzt", klagt eine Leserin ihr Leid, "auch per SMS kamen wir nicht durch." Andere Leser vermuten eine Verschwörung gegen ihr Land: "Vielleicht möchte RTL ja keinen Schweizer Gewinner!"

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Show gegen derartige Vorwürfe wehren muss. Zu Beginn der Staffel ließ RTL abstimmen, ob Christian Schöne in die Show zurückkehren sollte, nachdem sich Moderator Marco Schreyl beim Vorlesen seiner Nummer kurz verhaspelt, jedoch umgehend korrigiert hatte.

Im vergangenen Jahr platzte bei einer Sendung die gesamte Zuschauerabstimmung, weil der Moderator auch da zwei Nummern vertauschte. Das Resultat? Alle Kandidaten durften bleiben und RTL verlor an Glaubwürdigkeit. Dieses Mal scheint die Lage jedoch nicht so eindeutig, denn die Behauptungen beruhen in erster Linie auf Spekulationen seitens enttäuschter Fans.

Der Sender selbst schließt eine Panne rigoros aus. "Blick.ch" zitiert RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer: "Das Voting ist ordnungsgemäß und technisch einwandfrei abgelaufen." Schon bei vorherigen Beschwerden hatte sie immer wieder darauf hingewiesen, dass es bei einer hohen Anzahl von Anrufern zu Besetztfällen kommen könne. In diesem Fall seien die Telefonleitungen allerdings für alle Kandidaten besetzt.

Inzwischen ist das Schweizer Gesangstalent Jesse Ritch nach dem turbulenten Halbfinale mit vielen vergossenen Tränen wieder zu Hause in Bern angekommen."Ich bin froh, dass ich raus bin", behauptet er gegenüber "blick.ch". "'Deutschland sucht den Superstar' ist eine oberflächliche Unterhaltungsshow. Es geht um Storys, nicht um Stimme", so der 20-Jährige weiter. Dennoch will er natürlich versuchen, den Hype der Show auszunutzen und "Musik mit Tiefgang" zu produzieren.