Sensation in der VOX-Küche: Debakel für Steffen Henssler!

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Emotionale Eskalation in der "Grill den Henssler"-Küche! Auf dem Menüplan standen diesmal "rührselige Love-Story mit Tränen der Rührung", gefolgt von "kratzbürstigem Zoff in der Jury". Es gipfelte in einem sensationellen Ergebnis: Henssler wurde förmlich von der Kochplatte gefegt!

Die Promis legten los wie die Feuerwehr. Den Impro-Gang (mit Radicchio, Ochsenmark und Holunderblütensirup) gewannen Detlef Steves (50, "Der Allestester), Koch-Coach Stefan Marquard (54), Thomas Hermanns (56, "Quatsch Comedy Club") und Degenfecht-Legende Britta Heidemann (36) überlegen mit 16:12.
Moderatorin Annie Hoffmann (35) ist vom Kalauer-Opfer zur Stichel-Meisterin gewachsen. "Na, Steffen", meinte sie nach Hensslers Auftaktschlappe süffisant, "schon wieder wie beim letzten Mal: Gleich mal wieder verloren." Und "tröstete": "Siehst aber nicht so bescheuert aus wie sonst."
Stefan Marquard, der zum siebten Mal als Koch-Coach gegen Henssler antrat, war von Anfang an siegessicher: "Kleiner Zwischenstand: Steffen, du hast nicht den Hauch einer Chance!" Und das sagte er schon, bevor Thomas Hermanns die Vorspeise (Lauwarme Nudeln mit Kardamom und Shrimps) anging.
Während Thomas Hermanns die Vorspeise mit launigen Anekdoten zubereitete ("Cindy von Marzahn hat sich damals im Quatsch Comedy Club als Kellnerin beworben"), maulte Henssler über die lange Kochzeit der Nudeln. Annie konterte "Was hab ich denn mit deiner zu harten Nudel zu tun?" Lacher für sie, aber Vorspeisen-Sieg für Henssler: 21:19!
Britta Heidemann verlor zwar die Hauptspeise (King Pao Chicken) 22:23 gegen Henssler, war aber - wie es sich für eine Degenfechterin gehört - bei den Zwischenspielen in bestechender Form, stach blitzschnell am Buzzer zu. Die Promis gewannen alle drei Zwischenspiele! Machte 9:0 Punkte - und die Basis für den Gesamtsieg!
Bei der Nachspeise kam's zum zehnten Duell von Detlef Steves und Steffen Henssler. Endlich! Denn Steves war entsetzt, als Henssler 2017 den Sender wechselte: "Ich dachte: Der Depp, geht der auf die Titanic. Was will der bei ProSieben? Wat soll der Scheiß!"
"Du hast mich so glücklich gemacht, als du mir am Telefon gesagt hast: Ich komme zurück", freute sich Steves herzlich. Die beiden haben ja auch viel erlebt. Einstecken musste aber vor allem Steves - ein Tütü als Koch-Outfit etwa und sogar ein "Gegrillt"-Tattoo am Oberarm, weil er einmal bei "Grill den Henssler" eine Wette verlor.
Die "Bravo-Foto-Love-Story" über die gemeinsame Vergangenheit von Steffen und Detlef war ein peinliches Rührstück (Annie: "Was VOX zusammenführt, soll der Mensch nicht trennen!"), die Tränen kamen Detlef dann aber nicht wegen Steffen, sondern wegen der eigenen Frau.
"Mein Frau ist das tollste Wesen, das es auf dem Erdboden gibt!" Hach - bei der Liebeserklärung seufzten im Saal alle Damen. Detlef und seine Nicole sind seit 31 Jahren verheiratet. Das Geheimnis des Eheglücks, so Henssler: "Nicole ist taub!"
Bei der Nachspeise (Crêpes mit Bananenquark und Portwein-Zabaglione) gab Steves alles: Er bewarf Henssler mit Crêpes, brüllte rum und beschimpfte den Kameramann. Detlef: "Aber eigentlich bin ich ja eher der introvertierte Typ!" Einer der Brüller des Abends!
Es eskalierte nicht nur Detlef ... "Wir wollen harmonisch auftreten", gab Christian Rach (61, links) das Jury-Motto vor, als er mit Mirja Boes (47) und Jury-Urgestein Reiner "Calli" Calmund (70) ans Verkosten schritt. Mit Friede, Freude, Eierkuchen war es dann aber schnell vorbei!
Christian Rach nimmt seinen Job ernst. Sehr ernst. Er hat "großen Respekt vor dem Gericht" (O-Ton), weniger vor den Köchen ("Das ist simple Hausmannskost, das muss perfekt sein!"). Ihm fehlte da "die Süße" und dort "die Säure" - und das stieß einem im Saal ganz besonders sauer auf - und der saß nicht weit weg ...
Der Calli-Vulkan begann ob der besserwisserischen Rach'schen Art ("Das ist keine asiatische Küche, höchstens kantonische Küche") früh zu brodeln ("Jaja, du bist der Chef, du siehst das rein handwerklich"). Aber als Rach auch die Nachspeise bemäkelte, ging Calli hoch wie eine Silvesterrakete. Merke: Bei der Nachspeise versteht Calli keinen Spaß!
"Wollt ihr mir hier wat vormachen? Es hat keiner mehr Nachspeisen jejessen als isch!" Calli ist Profi-Manager und Profi-Genießer. Und "ein Leckermäulchen". Und das lässt sich seine Zabaglione nicht vom Rach vermiesen. "Weisse wat: Fachlich kannste Rescht haben, aber isch will jar keine Säure in meine Zabaglione!"
Nicht bös, sondern harmoniebedürftig! Mirja Boes saß zwischen den Stühlen. Schlichtete erst den Jury-Streit (Calli: "Du bist unser Friedensengelchen!") und achtete dann auf ausreichende Bepunktung: "Ich will ja hier nicht der Llambi von 'Grill den Henssler' werden."
Nach dem Jury-Streit war vor dem Sieg! Die Nachspeise ging 21:20 an Steves, der damit seinen ersten persönlichen Sieg gegen Henssler einfuhr! Er ließ sich von Marquard und per La-Ola-Welle vom Saalpublikum feiern. "Ich könnte heulen, ihr seid so geil!" jubelte er und grillte genüsslich - per Stempel - den Henssler.
Henssler erlebte das Endresultat der Klatsche in Schockstarre. 76:87 - seine 13. Niederlage im 68. Kochkampf war historisch hoch. "Das war sch...! Heute war von Anfang an der Wurm drin", analysierte er. Schlusssticheleien von Steves: "Du hättest doch nicht zurückkommen sollen." Und: "Man sollte halt nicht die besten Gegner einladen."