Richtig ausrasten war gefordert in einer neuen Ausgabe der "Promi Shopping Queen" bei VOX. Zumindest lautete das Mode-Motto der Sendung diesmal: "Go Wild!". Für eine Spruch-gewaltige Kult-Blondine wie Larissa Marolt und Ex-Dschungelcamp-Prinzessin doch wie geschaffen sein, oder?

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Larissa Marolt hielt über fünf Jahre einen seltsamen Rekord. Das Model wurde bei seiner Teilnahme im "Dschungelcamp" 2014 in acht der sogenannten Dschungelprüfungen geschickt - hintereinander. Diese "Ehre" wurde ihr zuteil, weil sie mit knalligen Sprüchen immer wieder auf sich aufmerksam gemacht hatte. Ein schönes Beispiel Larissas von damals gefällig? "Ich brauche jetzt einen Kaffee. Ich kann nicht kacken ohne Kaffee."

Da die Österreicherin nun bei einer neuen Ausgabe der "Promi Shopping Queen" teilnahm - ihr zweites Mode-Engagement bei Designer Guido Maria Kretschmer nach 2016 - war die Hoffnung nicht nur beim Gastgeber groß, dass sie in ähnlich direkter Manier wie einst wieder gewaltig auf den Putz hauen würde. Zumal das Motto der Sendung auch noch vorgab: "Go Wild!" Doch Marolt blieb überraschend zahm.

Hübsches Nest gebaut

Liegt es daran, dass Marolt zuletzt in einer eher biederen ARD-Seifenoper spielte ("Sturm der Liebe")? Oder, dass sie sich in ihrem österreichischen Heimatort St. Kanzian in Kärnten ein hübsches Nest eingerichtet hat? Aus ihrem Schlafzimmer blickte sie vor der laufenden VOX-Kamera über den ihr so vertrauten Klopeiner See und schwärmte: "Das ist mein Kraftort, mein Ruhepol."

Die Voraussetzungen für einen wunderbar-amüsanten Chaos-Trip Marolts bei ihrer vierstündigen Promi-Einkaufstour für VOX waren durchaus gegeben. Die 26-Jährige sollte sich im angeblich angesagten Leoparden-Look kleiden. Dazu noch besonders "wild". Kretschmers Hinweis mit dem "Punk Rock Song" von Bad Religion aus einem Minilautsprecher war doch wohl eindeutig genug, oder?

Mehr Teddy als Punk

Sie kann sich schon sehen lassen: Larissa Marolt in durchaus aufregender Lingerie. Von dem geforderten Punk-Look blieb sie darin aber doch ziemlich entfernt.

Nun mag Marolt gegenüber ihrer beiden Mode-Konkurrenten, Choreograf Cale Kalay und Ex-"GZSZ"-Darstellerin Nadine Menz, einen gewissen Nachteil gehabt haben. Anders als in Köln oder München ist im viel beschaulicheren Klagenfurt die Auswahl an stylishen Modeläden vermutlich etwas überschaubarer. Darüber allein hätte Marolt sich schon aufregen können.

Dass einer ihrer erhofften knackigen Sprüche ausblieb, lag wohl auch daran, dass Marolt schnell einen rosa schimmernden Mantel im gewünschten Leoparden-Look gefunden hatte. Das Outfit glich jedoch mehr einem Plüsch-Teddy als einer Wildkatze.

Erst als ihr die festgesetzte Einkaufszeit von vier Stunden davonzurennen schien, wurde sie erstmals frech. "Wir sind ständig aufgehalten worden", beschwerte Marolt sich. Sogar hinwerfen wollte sie kurzzeitig. Sie drohte in Richtung der Kamera-Begleitung: "Dann macht's doch selbst!" Tatsächlich wollten Fans und Passanten immer wieder Selfies mit ihr schießen. Ja, im beschaulichen Klagenfurt ist die Dschungelprinzessin Larissa Marolt bekannt wie eine Königin.

Krönung blieb aus

Für die Krönung bei "Promi Shopping Queen" hat es für die Kult-Blondine mit der frechen Schnauze anders als noch bei ihrem Debüt 2016 nicht gereicht. Was im Übrigen nicht nur dem Mantel geschuldet war: "Die Haare sehen mir ein bisschen zu kostümiert aus. Richtige Rock-Chicks machen sowas nicht mit ihren Haaren", moserte Cale Kalay. Und auch Nadine Menz hatte etwas auszusetzen: "Rock und Body wären mir jetzt ein bisschen zu viel gewesen."

Dieser Mantel im Leoparden-Look sollte es sein. Larissa Marolt wirkte darin aber mehr wie ein Teddy. Den Gewinn bei "Promi Shopping Queen" konnte sie zu brav und artig nicht erreichen.

Obwohl es von Kretschmer viel Lob für den "besten Style unserer Veranstaltung" gab, reichte es für Marolt am Ende nicht: "Von drei Leuten den dritten Platz zu haben - darauf kann man wirklich stolz sein", lächelte sie selbstironisch in die Kamera. Vorweg: Den Sieg holte sich die schöne Ex-"GZSZ"-Darstellerin Menz, obwohl sie weiter eigentlich nicht auffiel.

Ganz im Gegenteil zur Gewinnerin und zur zahmen Marolt zeigte Choreograf Cale Kalay, dessen Vorname doch bitte Zale ausgesprochen wird, wie "Go Wild!" wirklich aussieht. Als er zu Beginn seiner Einkaufstour in Köln ankam, trug er noch stolz lange Haare mit Pferdeschwanz und Nackenmatte.

Nachdem seine vier Stunden Einkaufszeit inklusive Styling abgelaufen waren, hatte der Mann, der schon mit Helene Fischer tanzte, seine Walle-Mähne geopfert. Im modischen Kurzhaarschnitt mit Scheitel saß er sodann auch im Berliner Studio zum gemeinsamen Treffen mit Marolt und Nadine Menz. Mit der luftigeren Frisur fühle er sich pudelwohl, freute Cale sich. Und auch Kretschmer jubelte: "Ich finde, er sieht viel männlicher aus. Besser, viel besser. Es ist ein Junge!" In dieser guten Laune konnte Cale Kalay auch gut verschmerzen, dass es für ihn trotz wilder Entscheidung beim Frisör nicht zum Gewinn gereicht hatte. (tsch/Andreas Schöttl)

Larissa Marolt hatte schon einmal bei "Promi Shopping Queen" gewonnen. Dieses Kunststück gelang ihr diesmal nicht.