"Das ist mir zu krass": Unerwartet großer Moment im "Sommerhaus der Stars"-Finale

Das "Sommerhaus 2019" ist Geschichte: Dramaqueen Elena Miras lotste ihren Mike und sich zum überraschenden Sieg. Den mit Abstand bemerkenswertesten Schritt aber machte Menowin Fröhlich: Er stand auf und ging.

Die Sieger der Schmerzen: Elena Miras machte sich im "Sommerhaus der Stars" als dauerschimpfende Dramaqueen einen Namen. Er ertrug ihre Wutausbrüche (zumeist) ungerührt, nomen est omen? "Ich liebe sie, so wie sie ist", sagte Mike Heiter. Auch im Finale flogen die Fetzen zwischen den Beiden. Im entscheidenden Moment aber hielten sie zusammen.
Aber ihr Weg zum Sieg war hart. "Ich quetsch' dich aus" hieß ein Spiel und genau das mussten die Bewohner tun: Mit Wasser gefüllten Fatsuits ausquetschen - mit ordentlich Körperkontakt. Elena zu Mike: "Drück' mich richtig aus!", "Nimm mich von hinten!" Wer auch immer sich bei RTL diese Spiele ausdenkt: Böse - aber gut!
Ja, es sieht genau nach dem aus, was es (dann doch nicht) war: Um Wasser aus den Fatsuits zu quetschen, pressten sich auch Roland und Steffi Bartsch aneinander. Nebenbei kamen Dinge heraus, mit denen man nicht gerechnet hatte. "Ich hatte Angst um mein Silikon", so Steffi. Ganze 30 Minuten dauerte die Quetschkomödie.
Und plötzlich waren sie raus: Jasmin und Willi Herren wrangen am wenigsten Wasser aus ihren Fatsuits und mussten gehen. "Ich bin null traurig", verkündete der Mann, der es sich zuletzt mit fast allen Bewohnern verscherzt hatte. Am Ende trat der Herren noch mal nach: "Wir haben tolle Leute und auch Dreckspack kennengelernt", sagte er.
Das nächste Spiel, die nächste Zerreißprobe für Elena und Mike: Es galt, Fragen zu beantworten und Kugeln korrekt auf einem Tablett zu positionieren. Elena versagten die Arme. Mike flehte sie an, nicht aufzugeben. Oha, keine gute Idee: "Ich kann nicht mehr, checkst du es nicht?", schrie Elena ihren Freund an.
Obwohl Elena hinschmiss, waren Sabrina und Thomas noch schlechter. Sie hatten angenommen, dass sich "Update" mit dem Anfangsbuchstaben "A" schreibt. Mike wunderte sich unterdessen über sich selbst. Er hatte Konrad Adenauer korrekt als Kanzler angegeben. "Ich weiß auch nicht, wie ich da draufgekommen bin. Ich kann sowas eigentlich nicht wissen!"
Dass er Autofahren kann, wusste Mike hingegen. Auch Elena freute sich über das Finalspiel ("Das ist absolut machbar!"), das auch einem Stefan Raab gefallen hätte: blind rückwärts einparken. Und dann geschah das Unerwartete: Die sonst so durchgedrehte Elena blieb erstaunlich ruhig und gab ihrem Mike die richtigen Lenk-Instruktionen.
Ihre Finalgegner: Roland und Steffi. Sie hatte sich vorm Autofahren gefürchtet. Lange Zeit sah es dennoch danach aus, als würden "die kleinen Fürze aus Wuppertal" (Steffi über sich und Roland) das Spiel gewinnen. Zum Sieg fehlte ihnen nur noch eine Reifenbreite. Doch Elena und Mike hielten dagegen und parkten das Auto eher in der Lücke: der Sieg.
Doch damit nicht genug: Angela Finger-Erben lud im Anschluss zum "Großen Wiedersehen" ins Studio ein. Darauf dürfte sich so mancher Ex-Bewohner in etwa so gefreut haben wie auf ein Weihnachtsessen bei einem schmierigen, alten Patenonkel. Apropos: "Quentin und Jessika lassen sich entschuldigen", so die Moderatorin.
Das Paar, das das "Sommerhaus" nicht gemeinsam überstanden hatte, war hingegen gekommen: Kate Merlan und Benjamin Boyce. "Geht so", antwortete sie auf die Frage nach ihrem Gefühlszustand. Als ihr Ex sie trösten wollte, stieß sie seinen Arm weg. Kurze Zeit später verteidigte Kate den Ex-"Caught In The Act"-Sänger jedoch ...
Sabrina - mittlerweile errötet - hatte eine Theorie, die für Ärger sorgte: "Kate ist eine wunderschöne Frau, aber ich glaube, dass Benjamin Sehnsüchte hat, die Kate und keine Frau dieser Welt erfüllen kann." Was war gemeint? "Ich glaube, dass Ben sich vielleicht auch in einen Mann verlieben könnte." Benjamin schüttelte nur entnervt den Kopf.
Das einstige Skandalpaar ging da fast unter: der Wendler und Laura. "Das war schon too much, wenn man das so sieht im Nachhinein", so der Sänger über sein Verhalten im Haus, Stichwort: Poklatscher. Dann entschuldigte sich Johannes Haller noch mit großer Geste bei dem Paar: Man sei manipuliert worden. Roland: "Boah, is' dat ein Schleimhaufen!"
Die Herrens erklärten, es sei kein "Sommerhaus"-Baby unterwegs: Der Toiletten-Sex habe "dann doch nicht gereicht". Klar wurde auch: Aus Johannes und Willi werden keine Freunde mehr. Die einstweilige Verfügung sei auf dem Weg. Auch mit dem Wendler hat Willi weiter Krieg: "Wir reden gar nicht mehr miteinander, was auch sehr traurig ist", sagte er.
Todtraurig fand auch Menowin Fröhlich den Zoff der Ex-Mitbewohner übers Finale hinaus. Der Sänger zeigte als einziger Haltung. Er verließ mit seiner Verlobten Senay Ak die Sendung - nicht ohne mahnende, letzte Worte: "Ich finde übertrieben krass, was 50 Mille alles anrichten können. Ich kann mir das nicht mehr reinziehen", sagte er - und ging.