In der vierten Folge der Reality-Show haben sich die Bewohner untereinander noch weniger lieb als ohnehin schon – und dürfen sich das in einem maßgeschneiderten Spiel auch gegenseitig sagen. Micaela Schäfer macht derweil das, was sie in jeder Folge macht – aber diesmal nicht allein.

Eine Kritik
von Christian Genzel, Freier Autor

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Nach wochenlangen niveauvollen Gesprächen und kulturbeflissener Gemeinschaftlichkeit geht es im "Sommerhaus der Stars" endlich zur Sache. "Bumsfidele Bewohner sorgen für nackte Tatsachen", frohlockt der Sprecher in der Vorschau, damit niemand glaubt, zufällig bei Arte gelandet zu sein.

Beim Stichwort "nackte Tatsachen" weiß man ja sofort, dass Micaela Schäfer irgendwie involviert sein muss. Und siehe da: Kundenfreundlich lüftet die gute Frau einmal mehr ihr Oberteil, damit die Mitbewohner und die Zuseher ihre blanken Brüste studieren können. "Alles für die Quote", meint sie.

Soweit nichts Besonderes: Die meisten Zuseher dürften diese Oberweite mittlerweile aus dem Gedächtnis nachzeichnen können. Aber diesmal lässt sich Jens Büchners Frau Daniela mitreißen und zeigt sich ebenfalls oben ohne.

Die Begeisterung der anderen ist ausufernd. "Jens prahlt doch immer, er kriegt alles gesponsert", meint Micaela. "Dann sollte er vielleicht seiner Frau mal eine Brust-OP sponsern lassen."

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Von Spielen und anderen Streitigkeiten

Gespielt wird natürlich auch wieder. Zunächst mal müssen die Kandidaten gegen große Windmaschinen ankämpfen und dabei Wäsche aufhängen – gar nicht so leicht, wenn einen das Lüftchen schon mal zu Boden werfen kann. Patricia Blanco und ihr Freund Nico schaffen es als einzige, alles auf die vorgesehenen Leinen zu bringen.

Mitinsassen im "Sommerhaus" sind für ihn "Abschaum der Gesellschaft".

Beim nächsten Spiel muss aus großen Tetris-Blöcken ein dreidimensionaler Würfel zusammengesteckt werden. Keine wirkliche Herausforderung für die meisten Kandidaten, nur die Büchners kämpfen mit diversen Fehlversuchen.

Solche heiteren Gesellschaftsspiele sollten ja eigentlich für gute Laune in der Gruppe sorgen – aber stattdessen mögen sich die Bewohner immer weniger. An einem Abend legt sich Micaela Schäfers Freund Felix lautstark mit Frank Fussbroich an. Weil sie Angst hat, die beiden könnten sich die Köpfe abreißen, greift Micaela schützend ein und empfiehlt ihrem Partner: "Bärchen, geh ins Bett."

Damit jetzt nicht etwa Frieden einkehrt, sorgt der Sender mit einem weiteren Spiel für noch mehr Stimmung: Einige Kandidaten müssen sich zusammensetzen und vorgegebene Sätze wie "Du nervst am meisten" einem anderen Bewohner zuordnen.

Sieger ist Patrick, der einfach immer genannt wird und offenbar am meisten nervt, lästert, streitet und sonstwie für Quote sorgt. Der Sender belohnt es ihm: Der unbeliebte Prügelknabe erhält für diese Runde den Freischein und darf nicht von den anderen Bewohnern aus dem Heim gewählt werden.

Verlogenes Pack!

Das macht aber nichts, weil sich die Belegschaft ohnehin schon auf ein anderes Paar eingeschossen hat: Beim Abschluss-Voting erhalten Dani und Jens Büchner fast alle Stimmen. Nur Frank wählt stattdessen Patricia Blanco: "Du bist 'ne Tratschtante", erklärt er.

Bevor die ungeliebten Büchners das Feld räumen, stellt sich Jens noch für eine Abschiedsrede auf. "Ich hab' noch nie so ein verlogenes Pack gesehen", startet er, bevor er gegenüber einzelnen Bewohnern unfreundlich wird.

Mit gepackten Koffern stehen die Büchners also wenig später vor dem Haus und sind abholbereit. "Ich fühl' mich so frei", strahlt Dani.

Und trotzdem dürfen sie noch eine Nacht bleiben: Der Fahrservice erscheint nämlich einfach nicht. Es wäre ja auch sonst langweilig.