Gestern wurde ihr dritter "Tatort" ausgestrahlt: Elisabeth Brück spielt an der Seite von Devid Striesow die taffe Saarbrücker Ermittlerin Lisa Marx. Für ihre Rolle bekommt sie viel Aufmerksamkeit. Manchmal zu viel. Denn Brück ist Opfer eines Stalkers.

"Ich komme von ganz unten und bin sehr dankbar, im "Tatort" spielen zu dürfen. Aber wenn du plötzlich in der Öffentlichkeit bist, gibt es bei Millionen Fans auch einen Verrückten, der dich mit der Rolle identifiziert", sagt Elisabeth Brück auf "bild.de". Die Schauspielerin war gestern Abend im Saarbrücken-"Tatort" "Adams Alptraum" zu sehen. Bereits zum dritten Mal verkörperte Brück darin die Ermittlerin Lisa Marx.

Ein großer Erfolg für die 41-Jährige, doch sie kann ihn nicht richtig genießen, denn sie wird von einem Unbekannten belästigt. Schon im April 2013, nach der Ausstrahlung des zweiten Falles des Saarbrücker Ermittler-Duos Stellbrink (Devid Striesow) und Marx (Elisabeth Brück), beginnt der Stalker Briefe zu schreiben und der Schauspielerin Gewalt anzudrohen.

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"Ich habe die Briefe an die Kripo weitergeleitet. Jetzt wird ermittelt. Deswegen kann ich zum Stand nicht viel sagen. Nur so viel: Ich kann mich selber gut verteidigen. Meine schärfste Waffe ist der gesunde Menschenverstand und ich empfehle jeder Frau, sich nicht zum Opfer machen zu lassen. Aufrechter Gang, klarer Blick. Wenn ein Irrer merkt, du bist das Opfer, dann ist es leicht für ihn", erklärt Brück auf "bild.de".

In Deutschland gibt es geschätzt 600.000 Stalking-Opfer. Die Dunkelziffer dürfte noch um einiges höher liegen. Obwohl es seit 2007 das Anti-Stalking-Gesetz (Paragraph 238 im Strafgesetzbuch) gibt, zeigen viele Opfer ihre Stalker aus Scham nicht an.

Sollten Sie selbst Opfer eines Stalkers sein, wenden Sie sich bitte an die Polizei. Nur so kann Ihr Peiniger auch verurteilt werden. Auch die Deutsche Stalking-Opferhilfe (DSOH) e.V. (www.deutsche-stalkingopferhilfe) kann Ihnen helfen.

(ska)