In der dritten Folge von "The Masked Singer" wurde das Alpaka aufgrund einer üblen Version von Madonnas "Like a Virgin" vom Publikum dazu bestimmt, die Kostümierung zu lüften. Dass sich darunter seit zwei Wochen Sylvie Meis verstecken würde, hatte der ein oder andere bereits geahnt. Für das gesangliche Highlight des Abends sorgte einmal mehr das Skelett, das seinen "Knochenjob" Woche für Woche mit Bravour erledigt.

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Auch am Dienstagabend hieß es in "The Masked Singer" wieder für einen Promi: Maske lüften, bitte!

Doch vorher präsentierte Moderator Matthias Opdenhövel zunächst Gastjurorin Carolin Kebekus, die neben den gesetzten Jury-Mitgliedern Sonja Zietlow und Bülent Ceylan die Auftritte der kostümierten Promis beurteilen durfte.

Kann Jan-Josef Liefers "richtig, richtig geil" singen?

Anubis eröffnete den Gesangsreigen mit dem "Backstreet Boys"-Track "Everybody" und legte gleich mal mit einer Vielzahl an Tönen in Schieflage los - gegen Ende wurde die Darbietung nur marginal weniger schlecht.

All das hielt Jurorin Sonja Zietlow nicht davon ab, den Auftritt für "richtig, richtig geil" zu befinden Sie wähnte hinter der altägyptischen Gottheit einen singenden Schauspieler und dachte dabei an Jan Josef Liefers. Die Zuschauer vermuteten hingegen Klaas Heufer-Umlauf hinter Anubis.

Auch die Stimmbänder der Erdmännchen wackelten in den ersten Sekunden gewaltig, konnten sich im Laufe des Songs "Pretty Woman" von Roy Orbison aber einigermaßen stabilisieren. Aber war das auch gut?

"Ich glaube ja, dass Erdmännchen der professionelle Sänger ist – und Erdweibchen nicht", spekulierte Zietlow, die Viktoria und Heiner Lauterbach ins Spiel brachte.

Das Duell "Not gegen Elend" entschied letztlich Anubis für sich.

Alien bei "The Masked Singer" 2020: Erst Flop, dann top

Offenbar hatten am Dienstagabend gleich mehrere Promis einen schlechten Tag, denn auch das Alien hatte so seine Problemchen beim Trällern von Ed Sheerans "Perfect", während es – warum auch immer – auf der Bühne einen blauen Kühlschrank streichelte.

Die Gesichter der Jury waren zunächst entsetzt, dann jedoch überrascht, als das Alien plötzlich mitten in der Performance ins italienische Operngenre wechselte, um es dort viel besser zu machen.

"Wahnsinn, was war das denn?", wollte Opdenhövel wissen. "Luke Mockridge ist es nicht", so Ceylan. Carolin Kebekus glaubte jedoch fest an den italienisch-kanadischen Komiker hinter der Alien-Haut.

Der Auftritt des Nilpferds war für einen vermeintlichen Nicht-Profisänger stimmlich ganz in Ordnung. Das rosa Hippo hatte lediglich das Pech, dass seine Version des Flashdance-Klassikers "What a feeling" musikalisch extrem dünn war und dem Nilpferd im Grunde den Auftritt versaut hat.

"Ich weiß überhaupt nicht, wer du bist", gestand Zietlow, die einst im Sport-Leistungskurs in der Schule zu "What a Feeling" performte. Bülent vermutete Komiker Teddy Teclebrhan unter der Maskerade des Hippos.

Das große Quaken und ein bitteres "Like a Virgin"

Danach war das Duell "Frosch vs. Alpaka" an der Reihe. Ersterer quakte sich – teilweise buchstäblich – durch den "Bee Gees"-Klassiker "How deep is your Love".

Mag sein, dass dies Mama Frosch daheim stolz gemacht hat, aber von gut war auch der Auftritt des Fortpflanz meilenweit entfernt, wenngleich Ruth Moschner die Performance vermutlich als "Sternstunde im deutschen Fernsehen" oder so ähnlich bezeichnet hätte. Mit seinem "Das war so geil" wurde sie aber von Ceylan durchaus würdig vertreten. Er und Kebekus wähnten Komiker Wigald Boning, Zietlow nun Ralf Schmitz, ebenso Comedian, hinter dem Frosch.

Als das Alpaka direkt danach Madonnas "Like a Virgin" ausspuckte, wurde es aber so richtig bitter. Auch Kebekus‘ Gesichtsausdruck verriet, dass sie die Performance nicht sonderlich genießen konnte. Ihrer Ansicht nach ließen dessen Figur und kleinen Füße auf Jasmin Schwiers schließen. Ceylan wiederum dachte an Moderatorin Nazan Eckes und Schauspielerin Josefine Preuss. Der Frosch hüpfte in die nächste Runde.

"The Masked Singer": Skelett sorgt wieder für das Highlight des Abends

Im letzten Duell des Abends trafen die Katze und das Skelett aufeinander, wobei man sich auf den Auftritt des Knochengerüsts ob seiner vorhergehenden Darbietungen durchaus freuen durfte.

Jener der Katze bot am Dienstagabend hingegen eher Grund zum Jammern, mogelte sie sich doch so irgendwie durch den an sich großartigen "Lionel Richie"-Song "Hello". Ceylan sah dies wieder einmal völlig anders: "Das ist eine Profisängerin", so der Komiker, der an Schlagersängerin Lena Valaitis dachte.

Auch Vicky Leandros wurde wieder von Sonja Zietlow genannt. "Aber ich weiß nicht, ob sich die Grande Dame so einen Katzenkopf aufsetzen würde", legte sie nach.

Das Knochengerüst gab am Dienstagabend den Jacko-Song "Dirty Diana", lieferte damit abermals den mit Abstand besten Auftritt des Abends ab und landete in der nächsten Runde. Kebekus und Zietlow waren sich ziemlich sicher, dass sich Sarah Lombardi unter dem Skelett versteckt. Nur Ceylan kam wieder mit Helene Fischer daher.

Sylvie Meis liebte ihre Alpaka-Rolle

Die Verlierer aller Duelle des Abends – Erdmännchen, Nilpferd, Katze und Alpaka – mussten nun vor dem finalen Zuschauer-Voting um den Verbleib in der Show bangen.

Letztlich musste sich das Alpaka, dessen Performance von den Zuschauern offenkundig am wenigsten geschätzt wurde, demaskieren. Sonja Zietlow tippte auf Schauspielerin Karoline Herfurth, Carolin Kebekus ahnte wiederum Nazan Eckes unter der Wolle.

Auch Sylvie Meis konnte sich das Rateteam vorstellen - und sollte damit Recht behalten: Unter der Maske verbarg sich wirklich Sylvie Meis. "Ich wollte wirklich einmal jemand anderes sein. Und wo geht das besser als bei 'The Masked Singer'?", so die Niederländerin, die ganz offensichtlich mächtig viel Spaß hatte.

Meis gab am Ende noch einmal "ihren" Madonna-Song "Like a Virgin" zum Besten und tat dies am Ende der sehr langen Sendung mit sehr vielen Werbepausen weit weniger schlecht, als zuvor.

Hier gibt's eine Übersicht über alle Kostüme:

Teaserbild: © ProSieben/Willi Weber