"The Masked Singer": Darum fielen in der ProSieben-Show gleich zwei Masken

"The Masked Singer" war in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen zuletzt im Quoten-Hoch. Umso bitterer, dass ein Kandidat von der Corona-Pandemie ausgebremst wurde. Eine andere Teilnehmerin bekam unterdessen zu wenig Zuschauer-Stimmen.

Es war der Abend der Sensationen bei "The Masked Singer" (ProSieben). Es fielen gleich zwei Masken. Nur eine wurde von den Zuschauern rausgewählt, die andere wurde vom Coronavirus gestoppt. Zählte der Hase (Foto) zu jenen, die ausschieden? Dazu bahnt sich eine Sensation ums Chamäleon an. Ist das Reptil am Ende doch nicht Didi Hallervorden?
Neben den "üblichen Verdächtigen" Ruth Moschner und Rea Garvey fungierte diesmal Comedian Luke Mockridge (links) als Gast-Juror. Damit war wieder ein Rätsel gelöst: Luke ist NICHT das Faultier! Vor Show-Beginn war er der "Verdächtige Nummer zwei", allerdings mit 40 Prozent weniger Stimmen als Stefan Raab.
Wird der Kleinste der Größte werden? Wuschel, das Fellknäuel auf dem Rollsessel, sang sich diesmal mit "I've got the Feeling" (Justin Timberlake) noch tiefer in die Herzen der Fans. Ruth legte sich fest: "Das ist ein sehr junger, sehr talentierter Künstler. Ich sage Mike Singer." Könnte passen, er ist gerade 20 geworden.
"Auch wenn unter der Maske ein Super-Singer steckt", nahm Luke Bezug auf Ruths Vermutung, "ich kenne die Stimme, die hat schon in meiner Show gesungen: Das ist Wincent Weiss!" Damit waren auch die Fan-Favoriten des App-Votings genannt. Rea mutmaßte Giovanni Zarrella. Der wird bei den Fans auch genannt - als Nummer-Fünf-Tipp fürs Faultier ...
Welch ein Duell zum Auftakt! Wuschel-Gegner war der zweite Publikumsliebling, der Hase. Ruth ("Hasiii!") liegt im Dauerclinch mit Rea ("Heute werden wir hasenfrei!"). Hasi präsentierte sich mit "I Wanna Be Loved By You" im zweiten Liedteil als hoch energetischer Techno-Hoppel im Stile des Duracell-Häschens. Techno? Ein Hinweis?
Ruth vermutete Euro-Techno-Star Blümchen (Jasmin Wagner) unter der Hasi-Maske. Auch, weil diese sich am Samstag bei "Schlag den Star" sehr suspekt verhalten hatte. Luke verdächtigte Nora Tschirner. Und Ire Rea verschluckte sich fast am holländischen Namen seines Tipps: Enie van de Meiklokjes. Wie auch immer: Wuschel besiegte das Hasi!
Kurios: Geht es nach den Fans, dann stand sich Judith Williams beim Duell Roboter gegen Göttin direkt gegenüber. Sie wurde für beide Kostüme am häufigsten von den Fans auf der ProSieben-App getippt! Der Roboter legte mit "The Winner Takes It All" wettkampfmäßig los. Rea war begeistert: "Wer ABBA nicht liebt, hat nichts verstanden."
"Was für ne geile Frau", war Ruth begeistert vom Roboter-Auftritt. Nur, wer ist sie? Ruth verdächtigte die "Joko gegen Klaas"-Moderatorin Jeannine Michaelsen. Rea kann sich "Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers vorstellen und Luke, der Berufsjugendliche, die jugendaffine Rapperin Juju. Oder, noch krasser: "Ist das Capital Bra?"
Bedeutet Göttin gleich Glücksgöttin? Luke Mockridge jedenfalls fühlte sich anhand der Indizien an Ex-"Glücksrad"-Fee und Ex-Dschungelkönigin Maren Gilzer erinnert, Rea an Ulla Kock am Brink. Das Geheimnis würde vielleicht gelüftet werden, denn der Roboter schaltete die Göttin aus.
Das Chamäleon - oder wie vor der Show 89 Prozent der Fans via App meinten: Didi Hallervorden - musste im Dreikampf gegen Drache und Faultier ran. Bei "Ring Of Fire" (Johnny Cash) agierte das wandlungsfähige Reptil wieder äußerst agil für einen 84-Jährigen. Das brachte Luke auf eine verwegene Idee. "Wir sind einem Scharlatan auf der Spur!"
Was, so Luke, wenn es sich um eine doppelte Verkleidung handele? "Da steckt einer drin, der uns glauben machen will, dass er Didi ist." Nicht ein bisschen viel des Querdenkens? Nö: "Ich habe vor der Show gekifft." Ja, dann ... Lukes Verdacht: Bürger Lars Dietrich. Ruth brachte noch Hugo Egon Balder ins Spiel. Rea blieb bei Didi.
Auch mit Feuer beschäftigte sich der Drache. Seine Version von "Fire To The Rain" (Adele) war gewaltig. Danach war sich Rea sicher: "Ich weiß es 100-prozentig! Gregor Meyle!" Luke ("Sag ich auch!") schloss sich an, das "hat ja auch gregorianische Stimmung". Ruth brachte ernsthaft Florian Silbereisen ins Spiel. Rea: "Pff!"
Als letztes trat das Faultier in den Ring - und es überraschte abermals. "Fauli" schmetterte "Volare" und ließ die Jury einstimmig so begeistert wie ratlos ("Wir haben keine Ahnung") zurück. Eines sei sicher, so Matthias Opdenhövel, "Faul Breitner" und "Faul McCartney" seien es nicht. Aber vielleicht der frühere RTL-Komiker Mirco Nontschew?
"Was ein Star", war Luke vom Faultier schwer geflasht. Rea glaubt noch immer daran, dass es sein Buddy Sasha sein könnte. Der habe früher sogar mal in einer Bully-Show "Volare" mitgesungen. Die Ratlosigkeit wird noch anhalten: Mit Wuschel, Roboter und Drache zog "Fauli" direkt in die nächste Runde ein.
"MC Kaki" ist raus. In einem Video wurde enthüllt, wer in der Kakerlaken-Verkleidung steckte: Angelo Kelly! "Es hat unglaublich Spaß gemacht." Aber das Hin- und Herreisen zwischen seiner Heimat Irland und Köln sei in Corona-Zeiten keine Option. Angelo schied, wie sein Bruder John bei "Let's Dance" (RTL), freiwillig aus.
Erstmals würde es bei "The Masked Singer" (außerhalb des Finales) also zwei Demaskierungen geben. Die Entscheidung fiel zwischen dem Hasen und der Göttin, nachdem der dritte Wackelkandidat, das Chamäleon, als erster in die nächste Runde berufen worden war. Die Zuschauer entschieden: Die Göttin musste die Maske fallen lassen.
Wer ist die Göttin? Im Voting der Fans auf der App führte Judith Williams vor Barbara Schöneberger, Paula Lambert und Inka Bause. Die Jury warf weitere Eisen ins Feuer: Charlotte Würdig, Dunja Hayali (beide von Rea verdächtigt), Maren Gilzer (Luke), "Paula Lambert oder Birgit Schrowange" (Ruth). Die Enthüllung ließ Ruth dann regelrecht ausrasten.
Die göttliche Maske fiel und zum Vorschein kam: Rebecca Immanuel. Mit der Maske fielen auch einige Kinnläden. Luke und Rea wirkten nicht so, als wäre ihnen die Schauspielerin ("Edel & Starck") geläufig. Im Netz gab es auch Häme. Ein User schrieb: "Kenn ich nicht. Nur Ruth kennt alle Z-Promis vom Kaffeekränzchen."
"Es war eine aufregende Reise", sagte Rebecca Immanuel nach ihrer Demaskierung. Anschließend, bei "red" flossen ein paar Tränen: "Ich bin stolz, ein Teil dieses tollen Projektes gewesen zu sein." Vor allem auch zu dieser angespannten Zeit. "The Masked Singer" sei, so Opdenhövel, "eine kleine Insel der Zerstreuung". Nächste Woche geht's weiter.