Der Clou beim WWM-Überraschungsspezial: Die Kandidaten wussten vorher nichts von ihrem Glück, denn sie hatten sich nicht selbst angemeldet, sondern Bekannte oder Verwandte. Nicht jeder wusste das zu schätzen ... © teleschau - der mediendienst GmbH

"Man meldet sich nicht selbst, sondern es gibt nette Verwandte oder Bekannte" erklärte Günther Jauch noch einmal das Konzept des Überraschungsspecials. Die Sonderausgabe, die das "Wer wird Millionär"-Jahr einläutete, kam zwar beim Publikum im Saal an, doch nicht bei allen überraschten Teilnehmern.
Melanie Kindle gehörte zu den Kandidaten, die sich sehr über die überraschende Teilnahme an der Show freuten. Mit ihrer Fahrradfahrt im Studio war sie der erste Hingucker des Abends.
"So ein Käse!" dachten sicher viele Zuschauer in diesem Moment. Und es war keine Beleidigung für die junge Kandidatin - Melanie Kindle hatte im Fahrradkorb Käse an Bord. Ihr Ziel: mit dem Gewinn einen eigenen Käsestand finanzieren.
Ein ganz besonderes Traumauto: Um diesen Käsewagen spielte die Blondine bei Jauch. "Sollten Sie die 16.000 gewinnen, können Sie den einfach mitnehmen", erklärte der Gastgeber. Den gewünschten Namen hatte RTL auch schon an den Stand gepinselt.
"Welche deutsche Schauspielerin war mal die Lebensgefährtin von Bond-Darsteller Daniel Craig?", wollte Günther Jauch bei der alles entscheidenden 16.000-Euro-Frage wissen. Zur Wahl standen Franka Potente, Martina Gedeck, Heike Makatsch oder Jessica Schwarz. Das befragte Publikum riet zu C - und Melanie Kindles Traum vom Käsewagen erfüllte sich.
Und noch einmal konnte das Publikum helfen: "Welche Bezeichnung auf dem Etikett eines italienischen Weins verrät Näheres über sein jeweiliges Ursprungsgebiet?", fragte Jauch im Anschluss. A) Bianco, B) Riserva, C) Secco oder D) Classico? Melanie Kindle setzte große Hoffnungen in ihren Telefonjoker, denn der führt eine Weinhandlung. Doch bevor er sich entschied, lief die Zeit ab.
Eine Dame im Publikum wusste jedoch, dass "Classico" die richtige Antwort war. 32.000 Euro war diese wert. Bei dieser Summe gab die Kandidatin dann auch auf. Sie konnte mehr als zufrieden sein, denn sie konnte ihre eigenen Erwartungen verdoppeln.
Auch Bahnmitarbeiter Christoph Schmidt hat große berufliche Pläne - allerdings abseits der Schiene. Eine Freundin wollte dem gelernten Erzieher den Traum von der eigenen Kita erfüllen.
In einem Einspieler im Stil der "Versteckten Kamera" wurde gezeigt, wie diverse Lockvögel seine Geduld testeten. So wurde der VfL-Bochum-Fan zum Selfie mit einem Dortmund-Fan genötigt und zu einer Tanzeinlage für einen inszenierten Junggesellinnenabschied überredet. Erst danach erfuhr er, dass er Überraschungskandidat bei "Wer wird Millionär?" sein würde. Die Reaktion: Freudentränen.
"Wo näherten sich die circa eine Million Einwohner der Südinsel den über drei Millionen der Nordinsel im November um zwei Meter an?", fragte Jauch. Zur Wahl standen: Neuseeland, Madagaskar, Malta und Kuba. Der Telefonjoker wusste: Neuseeland.
"Wo wachsen den Gamsböcken die Haare, die traditionsgemäß als Gamsbart für Trachtenhüte verwendet werden?", lautete die Frage. Nach dem 50:50-Joker blieb die Wahl zwischen "auf dem Rücken" oder "am Schwanzende". Korrekt war der Rücken. Christoph Schmidt ging mit 125.000 Euro. Dafür dürften einige Kita-Möbel drin sein ?
Und ob: Als ihr Enkel die Bühne betrat, war die Oma mehr entsetzt als erfreut: "Du? Also nein, warum tust du mir das an?", fragte sie erschüttert.
Der junge Mann erklärte: "Omi, alle Enkel waren bei deiner Geburtstagsfeier, nur ich nicht, das bereue ich wirklich." Um das wieder gut zu machen, wollte er ihr helfen, einen Traum zu verwirklichen: eine Kreuzfahrt für die ganze Familie.
"Eigentlich habe ich mit meiner Familie Glück", murmelte die wenig begeisterte Dame, als auch die anderen Familienmitglieder auf die Bühne kamen. Die überraschende Teilnahme an der Show war ihr sichtlich peinlich.
Die Unlust an dem Abend verging der rüstigen Dame spätestens, als ihr Enkel ein Gedicht aufsagte. Ursula Wegener war sichtlich gerührt.
Quizfragen wurden übrigens auch gestellt: "Wovon spricht man, wenn ein technisches Bauteil in seine Einzelteile zerlegt dargestellt wird?", wollte Jauch für 125.000 Euro von seiner überrumpelten Kandidatin wissen. Ihr Telefonjoker wusste sofort: die "Explosionszeichnung".
Bei 125.000 Euro sollte es auch bleiben. "Ich zittere am ganzen Körper!", beklagte sich Ursula Wegener. Doch in die Klage mischte sich auch die Freude über den Traum von der Kreuzfahrt für die ganze Familie. Enkelsohn Luis darf also auf Vergebung hoffen.