• Bill Gates rät zum Fleischverzicht und bringt damit die Industrie gegen sich auf.
  • Die schlägt zurück und hält dem Multimilliardär seine Privatflüge und sein Investment bei einem Kunstfleischhersteller vor.

Mehr Wirtschaftsthemen finden Sie hier

Die deutschen Großschlachter um Clemens Tönnies greifen Microsoft-Gründer Bill Gates hart an. Nachdem Gates in seinem neuen Buch zum Verzicht auf natürliches Fleisch aufgerufen und für synthetisches Fleisch geworben hat, um das Klima zu schützen, schrieb ihm eine Initiative der deutschen Fleischwirtschaft in dieser Woche einen geharnischten Brief.

"Bei Ihrem Vorstoß dürfen Sie nicht verschweigen, dass Sie Millionen von Dollar in die Gründung des Kunstfleischproduzenten Beyond Meat investiert haben. Das untergräbt Ihre Glaubwürdigkeit", heißt es darin. Im Vergleich zur Viehhaltung würden andere Wirtschaftszweige wie die Luftfahrt außerdem weitaus größere Mengen an klimaschädlichem Treibhausgas ausstoßen.

Das betreffe auch Gates direkt: "Ihr persönlicher CO2-Ausstoß war ... aufgrund Ihrer zahlreichen Privatflüge 10.000-mal so hoch wie der einer durchschnittlichen Person."

Bill Gates drängt auf drastische CO2-Reduktion

In seinem Buch "Wie wir die Klimakatastrophe verhindern" argumentiert Gates, Rinder seien für einen Großteil an klimaschädlichem Methan verantwortlich, das in die Atmosphäre freigesetzt werde.

Vorsicht: Diese Lebensmittel sind gar nicht vegetarisch

Was auf den ersten Blick vegetarisch scheint, kann bei so einigen Produkten trügen. Oftmals sind versteckte tierische Bestandteile enthalten.

Er verlangt darin das Absinken der CO2-Emissionen bis 2050 auf null, um riesige Umwelt- und Wirtschaftsschäden zu vermeiden. Hierzu müsse man "die physikalische Wirtschaft in einem Tempo verändern wie noch nie in der Geschichte zuvor."

CO2-Steuern, ein Handel mit Verschmutzungsrechten sowie alternative Energien wie Solar und Wind seien dafür unverzichtbar.

Transparenzhinweis: Die Bill & Melinda Gates Foundation (BMGF) unterstützt das Projekt "Globale Gesellschaft" des SPIEGEL über drei Jahre mit einer Gesamtsumme von rund 2,3 Millionen Euro. Mehr dazu lesen Sie hier.  © DER SPIEGEL