Karl-Heinz Grasser soll in die "Buwog-Affäre", bei der es um Korruption bei der Privatisierung von Bundeswohnungen geht, verwickelt sein und ist deswegen angeklagt. Das teilt das Justizministerium mit.

FPÖ-Politiker nennt Idee von Muna Duzdar "eigenwillig".

Das Justizministerium hat nach Informationen der "Kronen-Zeitung" bekannt gegeben, dass Karl-Heinz Grasser in der Buwog-Affäre angeklagt worden ist. Ihm drohen demnach bis zu zehn Jahren Haft.

Vergangene Woche hatte ein unabhängiger Weisungsrat eine geheime Empfehlung ausgesprochen.

Grasser gab angeblich Informationen weiter

Der ehemalige österreichische Finanzminister steht im Verdacht, sein Wissen als Minister bei der Privatisierung der Bundeswohnungen im Jahr 2004 ausgenutzt zu haben. Er soll über Vertraute wichtige Informationen weitergegeben und das Schmiergeld eingesteckt haben. Bis jetzt gilt jedoch die Unschuldsvermutung.

Grasser soll den Vorwürfen zufolge auch bei der Errichtung des Terminal Towers in Linz und bei dessen Vermietung seine Finger im Spiel gehabt haben. Er und andere mögliche Mitwisser beteuerten stets ihre Unschuld. (ff)