Walter Meischberger, früher FPÖ-Generalsekretär und Geschäftspartner von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, hat einmal mehr Ärger mit seiner Villa.

Einem Medienbericht zufolge fordert ein ehemaliger Freund ein Hunderttausende Euro schweres Darlehen zurück – Meischberger kann aber offenbar nicht zahlen. Deshalb droht jetzt die Zwangsversteigerung seines Anwesens.

Für den Ex-Lobbyisten wird es eng: Einem Bericht des "Kurier" zufolge droht die Zwangsversteigerung der 380 Quadratmeter großen Villa, die er derzeit bewohnt. Offenbar will sein ehemaliger Freund Thomas R. ein 400.000-Euro-Darlehen plus Zinsen zurück. Doch so viel soll Meischberger nicht berappen können.

Aktuell gehört das Anwesen einer Liegenschaftsgesellschaft gegen die laut "Kurier" am Landesgericht Graz ein Konkursantrag eingebracht wurde. Das Darlehen von Thomas R. soll demnach dazu gedient haben, Meischbergers Steuerschuld zu tilgen. Nach Rückfrage unserer Redaktion ist die Bestätigung des Landesgerichts zu dem Konkursantrag derzeit noch ausständig.

Langwieriger Streit um die Villa

Im Rahmen der Ermittlungen zur "Buwog-Affäre" waren Meischbergers Konten eingefroren worden, daraus resultierten auch seine finanziellen Nöte. Daraufhin hatte er seine Villa im Jahr 2011 an eine Erwerbsgesellschaft verkauft, hinter der Heinrich Schuster steht.

Den Überblick verloren? Wir fassen die wichtigsten Causen zusammen.

"Wenn der Konkurs eröffnet wird, wird das Haus versteigert", sagte Ex-Werber Heinrich Schuster zum "Kurier". Der Streit um eine mögliche Delogierung des Ex-Lobbyisten Meischberger zieht sich schon seit vielen Monaten. "Ich rechne aber nicht mit einer Eröffnung, weil der Wert der Liegenschaft deutlich höher ist als alle Forderungen. Es gibt ein aufrechtes Kaufangebot über 3,2 Millionen Euro."

Meischberger bewohnt laut Zeitung die Villa immer noch. Sein neuer Anwalt will die Zwangsversteigerung verhindern, weil dadurch der "wahre Wert" des Anwesens vernichtet werde. Am 22. Oktober soll die erste Anhörung in der Causa stattfinden.