Die Tourismusbranche sorgt in Österreich für steigende Jobzahlen. Innerhalb von zehn Jahren ist die Zahl der Beschäftigten in dem Bereich um rund ein Fünftel angestiegen.

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Der Tourismus ist in Österreich ein Jobmotor: In den vergangenen Jahren ist die Beschäftigung in dem Sektor stark gestiegen. Im Jahr 2018 lag die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse im Beherbergungs- und Gaststättenwesen um rund ein Fünftel (21,9 Prozent) über dem Jahr 2008, der Gesamtbeschäftigungsanstieg betrug 10,4 Prozent.

Gleichzeitig lag die Arbeitslosenquote im Vorjahr mit 15,0 Prozent wie auch in den letzten Jahren deutlich über dem österreichischen Durchschnitt von 7,7 Prozent. Dies geht aus dem heute, Freitag, veröffentlichtem Spezialthema des Arbeitsmarktservice (AMS) hervor.

Große regionale Unterschiede

Ende Dezember 2018 waren 6,3 Prozent aller unselbstständig Beschäftigten in dieser Branche tätig. Groß sind die regionalen Unterschiede am Arbeitsmarkt: In Tirol haben Tourismusbetriebe mit

14,1 und in Salzburg mit 12,3 Prozent Beschäftigungsanteilen als Arbeitgeber einen wesentlich höheren Stellenwert.

Saisonale Schwankungen von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit sind in Westösterreich - mit Sommer- und Wintersaison - deutlicher ausgeprägt als in Regionen mit Städtetourismus.

Regionale Unterschiede werden auch am Verhältnis der offenen Stellen und vorgemerkten Arbeitslosen sichtbar: In Tirol und Salzburg liegt der Stellenandrang für Fachkräfte in Tourismusberufen im Dezember 2018 unter 1,0, das bedeutet die Zahl der offenen Stellen übersteigt die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen. Hingegen kamen in Wien 12 arbeitssuchende Fachkräfte auf eine offene Stelle.

Das AMS bietet mit der "Impulsberatung für Betriebe" (IBB) ein zu 100 Prozent gefördertes Beratungsangebot für Unternehmen aller Größen und Branchen in ganz Österreich.

Damit sollen individuelle Lösungen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität erarbeitet werden. Die Betriebe werden beim Finden - und Halten - von Beschäftigten unterstützt. Je nach Unternehmensgröße werden die Kosten für Beratungen im Ausmaß von 10 bis 12 Beratungstagen übernommen.

IBB setzt Tourismus-Schwerpunkt

2017 wurde in der IBB ein spezifischer Tourismus-Schwerpunkt gesetzt. Das Ergebnis einer Untersuchung: Weder die Unternehmensgröße noch die Saisonalität sind entscheidende Kriterien für erfolgreiche Personalarbeit, so das AMS.

Entscheidend sei vielmehr der wertschätzende Umgang mit den Beschäftigten und das Verständnis, dass Mitarbeiter eine wertvolle Ressource darstellen, die gefördert werden muss und in die auch zu investieren ist, während Unternehmen, die ihr Personal v.a. als Kostenfaktor sehen, häufiger mit Fluktuation, ständiger Personalsuche und Einschulungsaufwand beschäftigt sind.

Wichtig sei auch ein Bewusstsein für das Thema Personalarbeit sowie die aktive Auseinandersetzung mit den innerbetrieblichen Gestaltungsspielräumen sowie die Festlegung klarer Verantwortlichkeiten und Strukturen der Personalarbeit.  © APA

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